Yoink: Drag-and-Drop-Tool unter iOS mit neuer Zwischenablage-Überwachung

Version 2.4 im App Store erschienen

Das kleine, aber äußerst praktische Drag-and-Drop-Werkzeug Yoink ist auch in unserer Berichterstattung schon mehrfach erwähnt worden. Gab es zunächst nur eine macOS-Version, wurde 2017 auch eine mobile Variante für iOS und iPadOS (App Store-Link) nachgeliefert. Seitdem hat sich viel getan und Yoink mit immer neuen Features und Verbesserungen ausgestattet.

Unter iOS/iPadOS werden mit Yoink alle Inhalte via iCloud und auch mit der Mac-App synchronisiert. Des Weiteren kann man mit Handoff nahtlos zwischen iOS- und Mac-App wechseln, ebenso werden Siri-Kurzbefehle unterstützt. Zu den weiteren Funktionen zählen die direkte Textbearbeitung, universelle Links, eine In-App-Suche sowie ein Dunkelmodus.


Nichtsdestotrotz gibt es auf Apple-Geräten aufgrund entsprechender Einschränkungen seitens Cupertino immer noch einige App-eigene Restriktionen, die es Entwicklern von Dritt-Apps erschweren, kreative Features zu integrieren. Auch der Entwickler von Yoink, Matthias Gansrigler, ist davon betroffen und hat für sein Dienstprogramm nun einen Workaround mit neuen APIs von iOS und iPadOS 15 präsentiert – eine überarbeitete Überwachung der Zwischenablage über ein Bild-in-Bild-Feature. Denn: iPad-Dienstprogramme wie ein Zwischenablage-Manager können, anders als beim Mac, nicht dauerhaft im Hintergrund ausgeführt werden.

Spannender Workaround über Bild-in-Bild-Feature

Die dauerhafte Überwachung der Zwischenablage von Yoink ist eine neue Variante eines alten Konzepts. Sie nutzt einen Audio-/Videotrick, um die App im Hintergrund laufen zu lassen und iOS bzw. iPadOS vortäuscht, dass sie immer im Vordergrund ist: Apples Picture-in-Picture-Technologie. So bleibt die Zwischenablage auch dann aktiv, wenn man die App schließt, und überwacht weiterhin, was man kopiert, und um es in der Haupt-App zu speichern. In der Picture-in-Picture-Videoeinblendung gibt es sogar eingebettete Steuerelemente, mit denen man festlegen kann, wie Yoink den Inhalt der Zwischenablage überprüft. Vom Entwickler gibt es dazu folgende Hinweise:

„Die in Version 2.3.5 eingeführte Zwischenablage-Überwachung wurde überarbeitet. Wenn aktiv, speichert Yoink alles, was du in anderen Apps kopierst, selbst wenn sich Yoink im Hintergrund befindet. Die Überwachung kann nun temporär über den Pause-Knopf pausiert und wieder gestartet werden. Auch kann die Überwachung nun auf bestimmte Daten-Typen beschränkt werden (wähle zwischen ‚alle Daten-Typen‘, ‚Texte‘, ‚Links‘ und ‚Bilder‘).“

Um die Überwachung der Zwischenablage zu aktivieren, tippt man auf „+“ im Hauptbildschirm von Yoink, auf „Zwischenablage überwachen“ und wählt dann aus, ob man die Funktion mit einem automatischen Timeout nutzen möchte oder nicht. Wählen lässt sich zwischen 5 und 30 Minuten oder gar keiner Zeitüberschreitung. Nach einem erneuten Antippen von „Zwischenablage überwachen“ wird bestätigt, dass man die Funktion aktivieren möchte. So kann man das Bild-in-Bild-Feature für Stunden oder gar Tage am Stück laufen lassen, um alles aus der Zwischenablage zu erfassen und in Yoink zu integrieren.

Neben dieser interessanten Neuerung gibt es auch eine verbesserte Kompatibilität mit GarageBand, eine verbesserte Darstellung von Kartenobjekten in der Bild-in-Bild-Funktion, die Behebung eines Speicherlecks sowie eines Absturzes beim Herausziehen einer Datei aus dem Info-Popover innerhalb eines Stapels. Die Version 2.4 von Yoink für iOS und iPadOS ist ab sofort kostenlos im App Store zu beziehen, die Vollversion der App kostet einmalig 5,99 Euro für neue User.

‎Yoink - Besseres Drag und Drop
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Kommentare 2 Antworten

  1. Dieses Tool ist überflüssig. Dateien kann man genauso auf den Desktop oder einen dortigen Ordner legen.
    Noch besser wäre es allerdings, wenn man bei Apple wie unter Windows Dateien kopieren und verschieben könnte. In diesem Punkt ist Windows wirklich erheblich komfortabler!!!
    Apple erinnert mich da an Windows 2.0.

    1. Du hast scheinbar nicht die geringste Ahnung, wie Yoink funktioniert und was es alles kann. Vielleicht informierst du dich zunächst mal, bevor du deine in diesem Fall wenig fundierte Meinung veröffentlichst.

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