ALLDOCK: Premium-Dockingstation für Smartphones und Tablets aller Art

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Mel 31. Januar 2017, 07:12 Uhr

Auch in meinem Wohnzimmer sieht es beizeiten etwas wüst auf der Fensterbank aus, wenn gleich mal wieder mehrere Geräte aufgeladen werden wollen. Etwas Ordnung bringt das ALLDOCK zurück.

StilGut Alldock 1

Wir alle kennen das Problem: Das iPhone und das iPad geben gleichzeitig bekannt, dass sie aufgeladen werden wollen. Und dann ist da noch das Android-Gerät des Partners oder der Kinder, das ebenfalls ans Stromnetz will, zudem gibt es am zentralen Ort zuhause nur wenige Steckdosen. Das Aufladen der Geräte geht mit zusätzlichem Kabelgewirr einher, das darüber hinaus auch noch unschön aussieht. Was also tun?

Eine Möglichkeit, diese Probleme zu beheben, ist das ALLDOCK, das vom Berliner Unternehmen StilGut vertrieben wird. Das ALLDOCK ist in zwei verschiedenen Größen und mehreren Materialien erhältlich, darunter aus Walnuß- oder Bambusholz, oder auch als Variante in schlichtem Kunststoff. Die Preise für die mit mehreren Ladeplätzen ausgestatteten Dockingstations liegen zwischen 89,00 und 199,00 Euro und können unter anderem bei Amazon bei kostenfreiem Versand bestellt werden. Im Webshop von StilGut gibt es darüber hinaus noch weiteres Zubehör für die Ladestationen, darunter spezielle Kabeladapter und Aufsätze zum Laden der Apple Watch.

  • ALLDOCK in verschiedenen Farben und Größen ab 89,00 Euro (Amazon-Link)

Geliefert wird das ALLDOCK mitsamt eines separaten Netzkabels, das bei meinem kleinen Walnuß-Exemplar in schwarzer Farbe vorlag, etwa einen Meter lang ist und auch über einen kleinen An-/Aus-Schalter verfügt. Eine kleine Enttäuschung folgt bereits bei der Einrichtung des ALLDOCKs: Es werden für mein Modell keinerlei Kabel oder fest zu installierende Adapter mitgeliefert - man ist demnach auf das eigene Repertoire an Ladekabeln angewiesen. In meiner kleineren Ladestation lassen sich insgesamt vier Geräte gleichzeitig aufladen: Die USB-Ports, die sich unterhalb der vier Halteleisten als Hub darstellen, haben jeweils eine Leistung von 2,4A und befüllen damit auch mehrere energiehungrige Tablets gleichzeitig. Beim größeren Modell lassen sich sogar sechs Gadgets zur gleichen Zeit laden.

Bedingte Alltagstauglichkeit ohne Zusatz-Adapter

Die erste Einrichtung, sprich das Anschließen und Verstauen der Kabel, ist dann leider auch eine echte Geduldsarbeit und abschließend weniger zufriedenstellend als gedacht. Setzt man nicht auf die fest zu installierenden, aber separat zu kaufenden Zusatz-Adapter an den vier Ladeports des ALLDOCKs, muss man mit der Tatsache leben, dass die Kabelenden an den Lade“löchern“ lediglich in eine kleine Verengung gequetscht werden können, wenn sie nicht in Gebrauch sind. Das sieht nicht nur merkwürdig aus, sondern führte in meinem Fall auch oft dazu, dass sich etwas starrere Kabel aus dieser Befestigung lösten und im unteren Bereich der Dockingstation landeten.

StilGut Alldock 2

Der Ladevorgang selbst ist schnell und zuverlässig erledigt - Unterschiede zu einem direkten Aufladen per Kabel konnte ich bei meinen Geräten nicht feststellen. Besonders praktisch: Die vier Ladeleisten sind mit einer Breite von etwa 1,5 cm ausreichend groß genug, um auch iPhones und iPads mitsamt eines Cases aufnehmen zu können. Ein Nachteil dieser Größe ist dann aber auch die Tatsache, dass mein nacktes iPhone mit der Rückseite gegen das dahinter eingestellte iPad mit entsprechendem Cover stößt, da die Aufstellwinkel durch die angelegten Cases verschieden sind.

Über die Materialqualität und Verarbeitung des ALLDOCKs lässt sich hingegen kein schlechtes Wort verlieren: Das Walnußholz wirkt schwer, hochwertig und ist mattglänzend poliert. Ein Blickfang für das Wohnzimmer oder die Küche ist diese Multi-Ladestation daher allemal, und sorgt zudem für aufgeräumte Verhältnisse ohne herumliegende Kabel und Netzteile.

Nicht zufriedenstellend ist allerdings die Alltagstauglichkeit bzw. das Preis-Leistungs-Verhältnis: Will man das ALLDOCK nicht mit lose herumhängenden Kabelenden nutzen, die Gefahr laufen, in den Tiefen des Docks zu verschwinden, heißt es für jeden Ladeport 19,50 Euro für ein zertifiziertes Lightning-Kabel samt Adapter oder aber 9,50 Euro für ein MicroUSB-Kabel plus Adapter auf den Tisch zu legen. Bei einem veranschlagten Preis von 169,00 Euro für mein Walnuß-Modell in Medium-Größe kommt man so auf einen Gesamtpreis von sagenhaften 247,00 Euro für eine simple 4-Port-Dockingstation. Das dürfte selbst eingefleischten Holz- oder Apple-Fans deutlich zu viel sein.

ALLDOCK Ladestation - Medium - Bambus 4x USB Hub...
  • 22 x 14,2 cm, h 6,1 cm
  • Bambusholz, Kunststoff

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Kommentare2 Antworten

  1. icarus sagt:

    Es gab da doch mal ein kickstarter Projekt, dass die dock Lösung nebeneinander realisiert hatte. Das war billiger und sah funktionaler aus.
    Leider weiß ich den Namen nicht mehr.

  2. quasiwutz sagt:

    Optisch eher was für die Küche, Frühstücksbrettchen rein und gut ist. Und der Preis ist ein Witz. Wohl ein Gesellenstück eines Schreinerlehrlings?

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