Adobe Lightroom: Fehlerhaftes iOS-Update hat Fotos, Vorlagen und Co permanent gelöscht

Nutzer sind stinksauer

Nutzt ihr Adobe Lightroom (App Store-Link) zur Fotobearbeitung? Dann habt ihr hoffentlich die App-Version 5.4 übersprungen. Vor wenigen Tagen wurde diese Version mit ein paar Verbesserungen ausgeliefert, allerdings hat ein schwerwiegender Fehler bei zahlreichen Nutzern Daten gelöscht: Fotos, Presets, Vorlagen und mehr. Und die schlechte Nachricht lautet: Diese können nicht wiederhergestellt werden. Der Nutzer muss dies händisch tun. Ein User berichtet:

Ich habe in den letzten 2 Tagen mehr als 4 Stunden mit dem Kundendienst gesprochen, und erst vor einer Minute haben sie mir mitgeteilt, dass das Problem nicht behoben ist und dass diese verlorenen Fotos nicht wiederherstellbar sind. Adobe ist manchmal unfassbar. Alles, was ich bekam, war ein ‚Es tut uns aufrichtig leid‘ und sonst nichts. Über 2 Jahre der Bildbearbeitung sind wegen Adobe einfach weg, und alles, was sie geben, ist ein ‚Es tut uns aufrichtig leid‘.

Immerhin: Version 5.4.1, die nur wenige Tage später veröffentlicht wurde, behebt das Problem. Aber: Wer Version 5.4 installiert hat, bekommt seine Daten mit 5.4.1 nicht wieder. Wer von der vorherigen Version 5.3.1 auf 5.4.1 aktualisiert, bekommt keine Probleme.


Adobes Statement zur Sache:

Wir sind uns bewusst, dass bei einigen Kunden, die auf iPhone und iPad auf Lightroom 5.4.0 aktualisiert haben, möglicherweise Fotos und Voreinstellungen fehlen, die nicht mit der Lightroom-Cloud synchronisiert wurden.

Eine neue Version von Lightroom Mobile (5.4.1) für iOS und iPadOS wurde jetzt veröffentlicht, die verhindert, dass dieses Problem weitere Kunden betrifft.

Durch die Installation von Version 5.4.1 werden fehlende Fotos oder Voreinstellungen für Kunden, die von dem in 5.4.0 eingeführten Problem betroffen sind, nicht wiederhergestellt.

Wir wissen, dass einige Kunden Fotos und Voreinstellungen haben, die nicht wiederherstellbar sind. Wir entschuldigen uns aufrichtig bei allen Kunden, die von diesem Problem betroffen sind.

Da Daten nicht wiederverstellbar sind, rät Adobe iOS-Nutzern ein altes iCloud-Backup einzuspielen. Das ist jedoch keine Garantie dafür, dass die Daten danach wieder verfügbar sind. Mehr als ein Versuch ist es nicht.

Ihr wollt wissen, wie ihr sogenannte Presets in Adobe Lightroom für iOS nutzen könnt? Bitte hier klicken.

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Entwickler: Adobe Inc.
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Kommentare 16 Antworten

  1. Das ist natürlich sehr bedauerlich für die Betroffenenen und ich hoffe, sie haben ein Backup. Aber das ist zB. genau der Grund, warum ich solche Programme nur nutze um Bilder zu bearbeiten. Anschliessend werden sie separat auf der Platte abgespeichert.
    Das wiederum bringt mich zu der wiederkehrenden Frage: Gibt es ein Programm unter iOS, welches Personen IN die Bilder schreibt? Also keine Datenbank anlegt, sondern die Daten IN die Fotos schreibt? Unter Windows kann das Windows Fotogalerie 2012. aber unter iOS?

    1. @nova: Was meinst Du mit „Personen in die Fotos schreiben“? Exif-Daten? Wenn ja, such im Appstore nach „exif“. Ich mach das seit Jahren mit „Exif Photos“. Wenn Du danach suchst, such mal nach „exi“, weil das ‘f‘ von „Exif Photos“ ein Sonderzeichen ist. Logo ist weißer Hintergrund mit stilisierter bunter Blume.

      1. Ich hoffe das diese EXIF Daten jetzt auch wirklich IN den Fotos sind. Wenn ich sie heute Abend auf meine Platte ziehe, weiß ich Bescheid. Danke nochmal

        1. @nova: Bitte gerne. Happy to help 😉

          Naja, diese Exif-Felder sind ja extra dafür da, solche Metadaten in Fotos zu speichern, ohne dass man es sieht. Gibt es schon seit über 20 Jahren. Jetzt halt auch als App 😉

          1. So. Bilder sind jetzt daheim auf die Platte gezogen. Leider speichert er die Namen unter „Autoren“ ab. Meine NAS erkennt diese EXIF nicht. Grr. Gibts noch eine andere App? So zum ergänzen ist die App aber mal gut. Für den Standort nutze ich seit Jahren Methapho. Das kann diese App auch.

          2. @nova: Wen meinst Du mit „er“? Ich dachte, Du machst das manuell. Ich trage eigentlich immer im Feld „Comment“ ein. Also folgende Felder stehen zur Auswahl:
            Software
            Copyright
            Model
            Comment
            Description
            Make

            Wo Du was einträgst, bleibt Dir überlassen. Kannst ja mal an einem der Bilder austesten. Du trägst erst den Feldnamen ein und dann irgendeinen Dummytext. Dann kannst Du ja sehen welches Feld von dem anderen Tool angezeigt wird

  2. Eine direkte Entschädigung von Adobe würde ich erwarten. Bei mir ist es auch ein Grund, wieso ich Bilder außerhalb solcher Tools speichere: ich Trau Cloud-only nicht. Apple, Adobe, etc… da ist man einfach zu abhängig von…und btw. ein weiteres Beispiel, wieso Cloud kein Backup ist 😉

    1. Warum „erwartest“ Du das? In den terms&conditions ist die Haftung für solch einen Fall explizit ausgeschlossen. Fehler passieren. Und wer kein Backup macht, dem ist halt auch nicht zu helfen.

      1. Weil ein „Sorry“ da einfach lächerlich ist..
        Und wie kann eine App bitte etwas in der Cloud dauerhaft löschen? Das ist grob fährlässig in meinen Augen.

      2. Und was passiert, wenn ich einen Fehler mache und das Abo-nicht bezahle? Reicht dann ein Sorry? Das ist trotz allem Teil der vertraglich vereinbarten Leistung!

  3. Das ist unsere Zeit: Probleme werden konsequent ausgesessen und so getan als wäre alles tutti.
    Das funktioniert nur, weil der Konsument sich nicht in einer Reihe aufstellen kann. Hier kann die Antwort nur lauten das Abo zu kündigen.

  4. @nomischu: Du bist ein Beispiel für Ja-Sagertypen, die es sich mit sich machen lassen und suchst dann auch noch den fehler beim Endkunden – gehts noch?
    Abobe hat alle Möglichkeiten fehler dieser Art zu vermeiden. Das ist kein kleiner Entwickler. Schon Steve hatte Adobe als faul und nachlässig bezeichnet.

    PS: Eine anständige Cloud-Lösung hat die Möglichkeiten gelöschte Daten mindestens 30 Tage oder bessere auch länger, zurückzuholen.

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