Alfawise Z1 ausprobiert: Fensterkontakt, Bewegungssensor & Temperatureinheit mit Zigbee

Smart Home Security Kit im Test

Alfawise ist eine Marke von Gearbest. Wir haben euch den schon eher durchschnittlichen Saugroboter Alfawise V10 Max vorgestellt, heute folgt das Smart Home Security Kit Alfawise Z1. Hier handelt es sich um ein sehr günstiges Set bestehend aus Zigbee Bridge, Fensterkontakt, Bewegungssensor und Temperatureinheit. Mit aktuell 35,60 Euro ein krasses Schnäppchen.

  • Smart Home Security Kit Alfawise Z1 für 35,60 Euro (zum Angebot)

Die Sensoren wollen sicherlich mit dem System von Xiaomi Aqara konkurrieren. Alfawise Z1 ist noch günstiger, lässt aber auch ein paar Funktionen vermissen und ist ingesamt nicht in allen Bereichen überzeugend. Das sind meine Erfahrungen.


Die Bridge hat mich überrascht. Von Aqara kenne ich das klobige Gateway mit Licht und HomeKit, Alfawise liefert hingegen eine kompakte Zigbee-Bridge für die Steckdose, die nicht viel größer als die Steckdose selbst ist. Mit 57 x 57 x 22 Millimeter fallen die Maße wirklich sehr kompakt aus. Gut: Das Gateway verfügt über einen EU-Stecker – ihr benötigt keine Adapter.

Das Zigbee Gateway ZB01 kann bis zu 32 Zigbee-Geräte verwalten und funkt per WLAN. Demnach gibt es eine Reichweite von bis zu 50 Meter, mit Zigbee selbst erreicht man sogar 90 Meter. Und das Gateway ist zwingend notwendig, um die Sensoren zu betreiben, wobei ihr am Gateway auch weitere Zigbee-kompatible Drittanbieter-Produkte anmelden könnt.

Die Einrichtung erfolgt in der Smart Life App

Zur Installation und Einrichtung benötigt ihr die kostenlose Smart Life App (iOS/Android). Hier müsst ihr euch einmalig mit Name und E-Mail-Adresse registrieren. Danach könnt ihr das Gateway hinzufügen (Sonstiges → Sonstiges (Zigbee)). Drückt einfach den Knopf auf der Bridge länger und wählt eure Zentrale in der App aus. Das Hinzufügen der Sensoren erfolgt gleich: Ihr müsst den Sensor über den Knopf in den Kopplungsmodus bringen und dann in der App auswählen. Funktioniert schnell und einfach.

‎Smart Life - Smart Living
‎Smart Life - Smart Living
Entwickler: Yu xiang
Preis: Kostenlos

Fenster- und Türkontakt: Der Sensor ist im Vergleich zur Konkurrenz etwas groß. Mit einer CR2-Batterie (hierzulande nicht so üblich) ausgestattet, kann der Kontakt bis zu 5 Jahre ohne Austausch arbeiten. Der Kontakt besteht aus einem Empfänger und Sender, die nicht weiter als 15 Millimeter von einander entfernt montiert werden müssen. Per Magnet wird geprüft, ob der Status auf „offen“ oder „geschlossen“ steht.

Die Push-Nachrichten sind sofort da, die Erkennung ist zuverlässig. In der App könnt ihr festlegen, ob ihr Benachrichtigungen fürs Öffnen, Schließen oder bei schwacher Batterie bekommen wollt. Ansonsten gibt es in der App noch einen Verlauf, der alle Vorgänge protokolliert.

Bewegungssensor: Der Bewegungssensor wird ebenfalls mit einer CR2-Batterie betrieben und hält circa drei Jahre durch. Der Erfassungsbereich liegt bei 5 Meter oder weniger, der Winkel bei 120 Grad. Das Produkt ist 46 x 38 x 35 Millimeter groß und erkennt lediglich, wenn sich etwas bewegt. Dann gibt es auch hier einen Push aufs Smartphone. Funktioniert, allerdings werden Bewegungen schnell hintereinander nicht zuverlässig gemeldet.

Temperatur- und Feuchtigkeitssensor: Der Messbereich liegt zwischen -20 und +60 Grad Celsius. Die Luftfeuchtigkeit kann zwischen 0 und 100 angegeben werden. Die Abmessungen betragen 42 x 40 x 23,5 Millimeter. Und damit ist auch dieser Sensor im Vergleich zu anderen echt groß. Im Vergleich mit anderen Messungen ist die Angabe über den Sensor aber gut. Neben der Temperatur wird auch die Luftfeuchtigkeit angegeben. In der App gibt es ein zusätzliches Diagramm, das die gemessenen Werte nach Tag, Woche oder Monat anzeigen kann.

Smart Life App:  Deutsche Übersetzung nicht so gut

Obwohl die Smart Life App gar nicht so verkehrt ist, sind die Übersetzungen leider so gar nicht gut. Das zieht sich durch die App komplett durch, auch bei den Benachrichtigungen muss man den Kopf schütteln. Klar, wir wissen alle was gemeint ist, schön ist das trotzdem nicht. Hier sollten die Entwickler entweder eine bessere Übersetzung anbieten oder es erlauben, einfach auf Englisch umzuschalten.

Zusätzlich könnt ihr in der Smart Life App Automationen anlegen. Hier kann man zum Beispiel eine anhand der Uhrzeit, am Gerätestatus oder auch anhand des Standorts Automationen schalten. Hier sind dann aber weitere Geräte sinnvoll, denn warum sollte man einen Fensterkontakt in Abhängigkeit mit einem Bewegungs- oder Temperatursensor schalten?

Mit Amazon Alexa verbinden

Es gibt zusätzlich eine Anbindung an Amazon Alexa. Hier benötigt ihr den Skill „Smart Life“ (Amazon-Link) und könnt dann auch auf den Bewegungssensor sowie Fenster und Türkontakt zugreifen. Die Temperatureinheit wird mir nicht angezeigt. So könnt ihr die Kontakte auch in Automationen mit Alexa nutzen. „Fahre das Rolle runter, wenn die Tür geschlossen ist.“

Das Smart Home Security Kit Alfawise Z1 ist mit Blick auf den Preis eine Empfehlung. Das Set richtet sich auf jeden Fall an Einsteiger. Dass hier Zigbee zur Kommunikation verwendet wird, ist sehr positiv – das Gateway an sich lobenswert. Die Sensoren sind etwas groß, halten dafür aber auch lange durch, da eine größere Batterie eingebaut werden kann. Die fehlerhafte Übersetzung ist nervig und sollte auch bei diesem Preis besser sein. Beachtet auch: Alfawise und Smart Life haben ihren Sitz in China. Dass nicht jeder Daten nach Fernost senden will, kann ich verstehen. Das ist aber auch bei Xiaomi nicht anders. Zur Befestigung der Sensoren liegen Klebestreifen mit dabei. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht.

Doch lieber Aqara nutzen?

Wenn ihr etwas mehr Geld in die Hand nehmt, bekommt ihr das immer noch günstige System von Aqara. Hier gibt es zusätzlich HomeKit und die Sensoren sind wirklich sehr kompakt gestaltet. Außerdem ist es sehr einfach, weitere Komponenten und Sensoren nachzukaufen. Das ist bei Alfawise zum aktuellen Zeitpunkt nämlich gar nicht möglich. Bisher gibt es nur das Set.

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