Apples Kamera-Autos kommen ab Montag nach Deutschland

Datensammlung für Look Around?

Wenn iOS 13 im September für die verschiedenen Systeme startet, liefert Apple nicht nur eine verbesserte Karten-App, sondern auch gänzlich neue Funktionen. Mit Look Around will man Google Street View Konkurrenz machen, auch wenn man sich hier zunächst auf die USA beschränken wird. Dass Look Around Potenzial hat, konnten wir bereits feststellen.

Früher oder später dürfte Apple dieses Feature auch in anderen Ländern anbieten. Und die Weichen dafür könnten in Deutschland schon bald gestellt werden: Wie die DPA berichtet, wird Apple ab dem kommenden Montag mit gut 80 Kamera-Fahrzeugen auf Deutschlands Straßen unterwegs sein.

Mit den Kamera-Autos will Apple in erster Linie das Kartenmaterial der eigenen Maps-Anwendung verbessern. Es wäre aber naheliegend, das ohnehin aufgenommene Material früher oder später auch für Look Around zu verwenden. Dass sich Apple hier vor dem offiziellen Start nicht so weit aus dem Fenster lehnen möchte, klingt logisch.

Widerspruch gegen Aufnahmen ist möglich

Auf einer eigens eingerichteten Webseite kann man nachschauen, wo die Apple-Fahrzeuge in Zukunft unterwegs sind oder wo sie bereits unterwegs waren. Auch wenn Deutschland noch nicht ausgewählt werden kann, war man in Europa bereits fleißig: Spanien, Großbritannien, Italien, Irland, Portugal und San Marino werden bereits gelistet.

Wie Apple bereits bekannt gegeben hat, werden Gesichter und Kennzeichen, die mit den Kamera-Autos aufgenommen werden, automatisch verpixelt. Bei dem Material aus der Region San Francisco hat man laut eigenen Angaben eine Trefferquote von 100 Prozent erzielt. Zudem bietet Apple auch eine Löschung von Rohdaten mit der Abbildung von Personen oder Häusern an.

Auf jeden Fall heißt es für uns in den kommenden Wochen und Monaten: Augen auf im Straßenverkehr und immer recht freundlich winken, wenn eines der weißen Kamera-Autos von Apple um die Ecke kommt. Vielleicht entdeckt ihr ja tatsächlich eins?

Kommentare 26 Antworten

  1. Das gibt bestimmt wieder genau so nen riesen Aufschrei wie damals bei Google Street view. Wenn ich mich hier in der Umgebung so umschaue haben tatsächlich extrem viele Leute ihre Häuser verpixeln lassen🤦🏻‍♂️ ich kann das einfach nicht nachvollziehen…wenn ich die Straße entlangfahre sehe ich die Häuser ja auch. Bei Personen, Gesichtern und Kennzeichen (wieso sind Kennzeichen eigentlich schützenswert?😅) kann ich es ja verstehen. Warum man aber sein Haus (und dann meist gleich Teile anderer Häuser mit) verpixeln lässt, wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben.
    Dieser Aufschrei in Deutschland damals ist auch der Grund dafür, dass Google die Street view Daten seit Jahren nicht mehr aktuellisiert hat bei uns…

    1. Weil Datenschutz über alles geht. Wir schützen uns zu Tode. Von den verpixelten Häusern einfach Bilder machen und bei Google Maps hochladen. Oder gleich mit ner 360 Grad Kamera ne Streeviewtour machen. Sollte unter § 59 UrhG fallen.

    2. @robin: Zwischen dem, was du mit deinen eigenen Augen siehst, während du deine eigene Lebenszeit investierst, um die Straße langzugehen, und einer systematischen, flächendeckenden, gezielt durchsuchbaren und jedermann öffentlich zugänglichen Aufnahme aller Straßen und Häuser erkennst du aber schon einen Unterschied? 😉

          1. Du sagst damit nicht im mindestens aus wo dein Problem damit liegt 😁 ja es ist öffentlichen einsehbar und gut dokumentiert…Na und?😁 wer hat dadurch jetzt einen Nachteil?

          2. Ach robin, es ist nicht mein Problem. Deine jugendliche Naivität ist DEIN Problem 😉

            In Deutschland haben wir (von Jungvolk wie dir vielleicht mal abgesehen) nicht nur ein höher entwickeltes Privatsphäre-Bewusstsein, sondern zum Glück auch Grundrechte und andere Gesetze, die dafür sorgen, dass man öffentliche Bilder von sich oder seinem Eigentum nicht dulden muss.

            Zu Streetview schrieb ich letztens erst hierzuforum, siehe meine Antwort an kaixx:

            appgefahren.de/apple-look-around-gegen-google-street-view-253843.html

            Hint: mit Siggi Sorglos sind genau Menschen mit deiner „Na und?“-Einstellung gemeint 😉

          3. Tja und deine altbackene Paranoia ist DEIN Problem 😉

            Ich glaube was den Schutz meiner wichtigen Daten und Technik generell angeht, bin ich ganz kompetent und gut aufgestellt 😊
            Daher ist es mir herzlich egal was du von mir hältst.
            Es gibt Dinge die sind schützenswert & Dinge, die es nicht sind…wenn du natürlich zu der Fraktion gehörst, die Drohnen vom Himmel ballert wenn sie das eigene Grundstück überfliegen, möchte ich mich garnicht auf eine Debatte mit dir einlassen.

          4. @robin: Tja, sind die anderen paranoid oder ist big data einfach zu komplex für dein Vermögen?
            Deine Äußerungen zeigen, dass du das Gegenteil von „kompetent und gut aufgestellt“ bist. Auch verstehst du (wenn du Glück hast: noch) nicht, dass sich Bedürfnisse und Risiken mit den Lebensphasen ändern, daher aberkennst du auch anderen Menschen das Recht, nicht veröffentlicht zu werden. Aber es besteht die Chance, dass auch du reifer wirst und es irgendwann verstehst, weil es dich mal selbst betrifft.
            Auf deine anderen Spekulationen gehe ich bewusst nicht ein.

          5. Achja 😂 was genau hat Big Data jetzt mit den Bildern von Häusern in Streetview zu tun? Hast du Angst das Google künftig die Daten der Meldeämter kauft, die mit den Häuserdaten kombiniert und draus dann Rückschlüsse auf deine Einkommensklasse zieht?😂🤦🏻‍♂️
            Ich habe wirklich Verständnis für Datenschutz. Das ist gut und das ist wichtig und es ist auch richtig darüber zu reden. Berechtigte Einwände bei gewissen Technologien lasse ich auch gelten….
            Was mich aber einfach ärgert sind Leute, die irgendwelche phantastischen Geschichten in den Raum werfen ohne sie belegen zu können oder zu wollen.
            Du hast bisher noch nicht eine Begründung geliefert, warum Fotos von Häusern schützenswert wären.
            Dein geblubber hier bewegt sich auf dem selben Niveau wie „Kartenzahlung ist böse!“🤦🏻‍♂️🤷🏻‍♂️

          6. Lieber robin,

            Das ist ja schön, dass du „Verständnis für den Datenschutz“ hast. Es ist nicht schlimm, wenn man sich mit einem Thema noch nicht so tief befasst hat. Wenn du aber gleichzeitig im Brustton der Ahnungslosigkeit andere als paranoid bezeichnest, machst du dich nur lächerlich. Damit sagst du über dich mehr aus, als über die, die du zu verunglimpfen versuchst.

            Das was du als phantastische Geschichten bezeichnest, passiert bereits seit Jahren. Das hier
            heise.de/newsticker/meldung/Missing-Link-Street-View-verraet-Wahlverhalten-oder-Datenschutz-mit-KI-aushebeln-3935313.html
            ist nur willkürlich eins von vielen Beispielen. Wer sich mit dem Thema befasst und die Medien verfolgt, weiß, dass jeder Bürger bereits jetzt mittels big data, KI und deep learning-Algorithmen permanent und jederzeit gescored wird und dass dieses Scoring massive Auswirkungen auf den Alltag haben. Banken und Versicherungen arbeiten schon lange mit Geo-Informationen, Auskunfteien wie Schufa etc. ebenfalls. Überall werden (auch) anhand deiner Wohngegend mehr oder weniger zutreffende Rückschlüsse über dich und dein Verhalten gezogen und das ganze schlägt sich in scores nieder, die dann darüber entscheiden, zu welchen Konditionen (oder ob überhaupt) dir bestimmte Dienste angeboten werden. Die Ansicht deiner Hausfassade in StreetView ist nur ein weiteres Zahnrädchen in dieser Maschinerie. Wer, wie du, bei alledem partout kein Risiko erkennen will, trägt lediglich seine Naivität zur Schau.
            Quizfrage: Hast du eine Vorstellung davon, welchen geldwerten Unterschied es ausmacht, wenn du bei deiner Hausfinanzierung über sagen wir 500k Euro und 30 Jahre Laufzeit eine nur um 0,1% schlechtere Zinskondition (sagen wir 1,6 statt 1,5) bekommst?

            PS: Kartenzahlung statt Bargeld ist bequem. Aber bezogen auf den Datenschutz IST Kartenzahlung böse. Aber das ist eine andere Diskussion, für die du wahrscheinlich ebenfalls kein Verständnis hast.

          7. @robin: Tja, so ist das mit euch digital natives. Du denkst, du hast den IT-Durchblick und die Technik im Griff, weil du vom Schulhof aus twittern und insta-liken kannst. Aber mit einer simplen Zinsaufgabe (für die es übrigens Apps gibt) bist du überfordert 🤣🤣🤣
            Zum Glück bin ich mit 43 Jahren jetzt schon nicht mehr darauf angewiesen, von deiner Generation die Rente bezahlt zu bekommen. Ansonsten au weia.

  2. Eine Sinnlose Diskussion. Solange WhatsApp, Facebook und Co. noch genutzt wird, brauchen wir von Datenschutz nicht reden. Und wenn man mal schaut, was die Leute so posten, ist das eher grenzwertig. Und wenn da Kinderfotos auftauchen, können die sich nicht mal wehren. Aber so ist die Menschheit. Sich über „Sachen“ aufregen aber ja nicht mal nachdenken. Weil wenn es jeder nutzt kann es ja nichts schlimmes sein.

    1. @Pheenix: Das Argument kann ich nicht nachvollziehen. Manche Menschen wollen ihre Hausfassaden nicht veröffentlicht haben und lassen sie verpixeln. Anderen ist es wiederum egal. Manche Menschen sind mit den Bedingungen von Facebook, WhatsApp, $YOUNAMEIT nicht einverstanden und nutzen diese Dienste nicht. Anderen ist es wiederum egal. So sind die Menschen eben unterschiedlich. Sinnlos ist die Diskussion schon deshalb nicht, weil das Risikobewusstsein bzw. die Naivität noch sehr ungleich verteilt sind, wie man auch hier im Thread eindrucksvoll sehen kann. Oder darf man deiner Meinung nach etwa nur diskutieren, wenn der allerletzte in Deutschland sich bei WhatsApp und Facebook abgemeldet hat?

      1. Du hast es doch geschrieben. Jeder Mensch ist halt anders. Und deswegen finde ich die Diskussion einfach überflüssig. Wenn jemand sein Haus verpixeln möchte, dann soll er das machen. Wenn nicht ist mir das auch egal. Nur warum muss ich mich deswegen rechtfertigen? Ändern kann man das eh nicht.

        1. @Pheenix: Dennoch ist die Diskussion nicht sinnlos. Eine fundierte und qualifizierte Meinung wird über den Austausch von Argumenten gebildet. Auch mir ist es manchmal so ergangen, dass ich eine Meinung hatte und dann festgestellt habe, dass sich die Argumente der Gegenseite durchaus hören lassen. Das heißt nicht, dass man permanent Fähnlein im Winde spielt, aber es ist immer gut, auch die Argumente der Gegenposition zu kennen.
          Übrigens: Auch Google hat damals die Möglichkeit zu Verpixeln erst nach massiven Protesten eingeführt. Hätte man die Diskussion im Keim erstickt, weil man ja „eh nichts ändern kann“, wären wir einfach vor vollendete Tatsachen gestellt worden.

          1. Das „Ändern kann man ja eh nichts“ war eher auf die Leute bezogen. Nicht auf die Sache. Damit meinte ich halt nur, dass wenn jemand eine Meinung hat, dann soll er diese haben. Und diese kann man nicht ändern. Ich bin aber erstmal raus.

      2. https://www.heise.de/select/ct/2019/11/1558692220871243

        Also wenn man mal locker ein bisschen Heise durchsucht um so seine Argumente zu untermauern, liefert das schon schnell irgendwie Argumente, warum gerade WA und FB Nutzer nicht wirklich prädestiniert sind um andere über Datenschutz bzw. BigData und KI zu belehren. Ist so ein bisschen Wasser predigen und Wein saufen.
        IMHO äußerst unlogisch und vielleicht ein Beleg für das was Pheenix2K im Kern aussagen wollte.

        1. @zini: Ok, dann ist es dir wohl nicht so wichtig verstanden zu werden. Macht ja nix.

          Da du auf meinen Beitrag geantwortet hast, sei nur so viel gesagt: du bellst den falschen Baum an. Erstens „belehre“ ich nicht, ich bin hier nicht in der Uni. Ich habe lediglich auf den OP geantwortet, der hier seine Unverständnis zum Ausdruck gebracht hat. Über eine Sache, die er tatsächlich nicht versteht, wie man sieht. Zweitens nutze ich weder Facebook noch Whatsapp. Aus gutem Grund.

          1. Moin zeroG, na gem. Deiner Antwort hast Du doch erstmal irgendetwas verstanden. Der Empfänger interpretiert den Inhalt der Botschaft.

            Das es nicht belehrend sein soll wenn Du festlegst ob andere etwas tatsächlich nicht verstehen nur weil sie es anders verstehen als es Deinem Verständnis entspricht, entspricht nicht ganz meinem Verständnis :-). Eine Diskussion darüber wird aber, gem. Pheenix2K, keinen Sinn machen.
            Da wir uns im Kern der eigentlichen Datenschutzthematik dann aber wieder ziemlich einig sind, ist das aber auch gar nicht schlimm.

          2. @zini: Da gehe ich grundsätzlich sogar mit. 🙂 Ich komme aber aus dem Usenet. Wenn einer da keine Ahnung hatte, hat man es ihm gesagt. Wer angesichts aktueller Themen, die seit über 10 Jahren äußerst kontrovers diskutiert werden nur „na und?“ fragt, oder „was hat Streetview mit big data zu tun?“ (Übersetzung: was hat „eine große Datensammlung“ mit „einer großen Datensammlung“ zu tun?), der hat nun mal keine Ahnung, das stelle (nicht lege) ich dann halt fest 😉
            Auf die genannten Fakten, auf den genannten Link oder gar auf die relativ simple Rechenaufgabe geht unser robin auch nicht ein. Er wird schon wissen, warum. Wie immer im Internet gibt es Dampfplauderer und solche, die auch mal recherchieren bevor sie posten und auch mal nen Link liefern. 😉

  3. Problem mit den Rohdaten ist, dasssie bereits VOR der Verarbeitung in der EU eine unterschriebene Erklärung brauchen (und diese ist auch noch nicht mal bindend – derjenige kann sich in Zukunft jederzeit die Verarbeitung ablehnen).

    Für Fotografen ist es bürokratischer Chaos – für Apple sollte dies schier unmöglich sein einzuhalten. Insbesondere nach weiteren Richtlinien, die kommen sollen.

    Und wir alle wissen, dass Deutschland da immer die härteste Linie fährt. Die anderen Länder müssten zwar auch dagegen vorgehen, sehen es aber entspannter und schaffen mehr Ausnahmen.

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