Corn Quest: Tolles Tower-Defense mit Marketing-Fehlschlag

Namco hat in letzter Zeit einige gute Spiele herausgebracht, unter anderem Sky Gamblers oder Doodle Fit 2. Heute hat Corn Quest denn App Store erreicht.

Bei Corn Quest (App Store-Link) handelt es sich um ein waschechtes Tower-Defense-Spiel. Die Neuerscheinung ist 36,1 MB groß und kann für 79 Cent als Universal-App auf iPhone und iPad geladen werden. Allein die Idee des Spiels ist großartig: Auf einem Maisfeld schlägt ein Meteorit ein und böse Killer-Insekten verwüsten das Land. Nur durch Zufall kreuzen sich die Maiskörner mit den Genen der Außerirdischen und verwandeln sich so zu Soldaten, um zurückschlagen zu können.


Ziel des Spiels ist es, den eigenen Maiskolben vor den Eindringlingen zu schützen. Dazu platziert man bis zu fünf verschiedene Einheiten am Wegesrand, die man nach und nach kennenlernt. Neben dem normalen Soldaten gibt es zum Beispiel Flammenwerfer oder Scharfschützen. Alle Einheiten unterscheiden sich in Schlagkraft und Panzerung, so dass man sie strategisch klug platzieren sollte. Neue Einheiten kann man mit der Energie bauen, die man zu genüge durch den Abschuss der Insekten erhält.

Auch wenn es nur knapp 30 Level in fünf verschiedenen Welten gibt, ist der Umfang für das geforderte Geld angemessen genug. Ein einzelnes Level hat man nämlich nicht innerhalb von wenigen Sekunden durchgespielt, sondern kämpft im Normalfall mehr als fünf Minuten gegen die immer wieder anrennenden Wellen der Killer-Insekten. Zusätzlich gibt es noch einen Survival- und Sudden Death-Modus für Highscore-Jäger.

Wenn es doch mal eng werden sollte, kann man eine von vier Super-Waffen einsetzen. Darunter sind ziemlich coole Waffen, zum Beispiel Shuck Norris, der ultimative Soldat. Er läuft den Weg in entgegengesetzter Richtung und mäht mit seinem Maschinengewehr alles nieder, was ihm in den Weg kommt.

Hier gibt es jedoch ein großes Aber: Abgesehen von der Superwaffe um die Insekten-Königin zu töten und sich das dritte Abzeichen in einem jeden Level zu holen, handelt es sich bei den Power-Ups um Verbrauchsgüter, die man nur mit einem In-App-Kauf wieder herstellen kann (und nicht mit gesammelter Energie). Sechs Einheiten zahlt man für 79 Cent. Ich habe keine Ahnung, welcher Marketing-Stratege auf eine solche Idee gekommen ist, aber das ist eigentlich schon ein Grund, einen weiten Bogen um das Spiel zu machen.

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Kommentare 7 Antworten

  1. „aber das ist eigentlich schon ein Grund, einen weiten Bogen um das Spiel zu machen“

    Unterschreibe ich. Bis zu dem Punkt wars ein sicherer „buy“ für mich. Jetzt widre ich dem Spiel noch nicht mal eine faire Chance geben. Schade eigentlich wo ich Kingdom Hearts gerade durch habe… 😉

  2. Bei mir wirds wohl auch im Alarm landen und dann mal kostenlos getestet. Bezahle keine 79 cent, wenn man dann nichtmal auf normalem weg schafft, die vollen Sterne/Punkte zu erreichen…

  3. 6 Einheiten Zahl ich für 79 Cent…cool, kann man mit dem Spiel doch ordentlich Kohle verdienen ^^

    By the Way Marketing = Werbung. Ich sehe bei so was keinen Werbefehler sondern Pay to Play oder Pay to Win. Ziemlich irreführend die Überschrift…

    1. Da liegst du falsch! Marketing ist NICHT gleich Werbung!!!
      Info gibt’s hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Marketing

      Ich finde auch, dass hier ein schwerer Vermarktungsfehler gemacht wurde… Unter den Umständen ein NoGo für mich (vielleicht mal antesten wenn’s für lau erhältlich ist).

      Denken die Firmen-Heinis echt, dass alle iDevice-Spieler doof sind oder geht’s denen nur drum Kiddies und Noobs abzuzocken?! 🙁

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