Dell UltraSharp U3219Q: Erster Eindruck des 31,5 Zoll Monitors mit USB-C

Alternative zum Studio Display?

Vor knapp einer Woche hat Apple das Studio Display auf den Markt gebracht. 1.749 Euro werden für den Monitor gefordert, der mit Technik nur so vollgepumpt ist. Brauchbare Lautsprecher, 64 GB Speicherplatz, Thunderbolt-Anschlüsse und eine integrierte Kamera, die leider noch Software-Probleme hat.

Ich persönlich habe mit dem Studio Display zwei Schwierigkeiten. Neben dem doch sehr hohen Preis ist das vor allem die Tatsache, dass der Bildschirm nur 27 Zoll groß ist. Für viele Nutzerinnen und Nutzer mag das riesig sein, ich sehe das etwas anders. Im Büro werkeln seit mehreren Jahren 34 Zoll Widescreen Monitore, für mein Home Office habe ich mich nun nach einem neuen Modell umgesehen.


Zusammen mit Cyberport, die mir den Monitor für meinen Test zur Verfügung gestellt haben, ist die Wahl auf den rund 1.000 Euro teuren Dell UltraSharp U3219Q gefallen. Ein Bildschirm mit 31,5 Zoll Diagonale, 4K-Auflösung und USB-C-Anschlüsse. In meinem heutigen Artikel möchte ich meine ersten Eindrücke mit euch teilen – denn direkt nach dem Auspacken habe ich interessante Details festhalten können.

Alter Mac mini will nicht per USB-C mit dem Dell UltraSharp U3219Q sprechen

Auf meinem Schreibtisch ersetzt der Dell UltraSharp U3219Q einen 27 Zoll großen 4K-Monitor, den ich ebenfalls per USB-C an meinem Mac Mini aus 2018 angeschlossen habe. Zunächst aber gab es eine unschöne Überraschung: Obwohl der Mac Mini zu den als kompatibel aufgeführten Geräten zählt, blieb der Bildschirm über die USB-C-Verbindung komplett schwarz. Mit dem gleichen Kabel war es aber kein Problem, mein aktuelles MacBook Pro mit dem Bildschirm zu verbinden. Warum und wieso? Ich habe keine Ahnung. Am Ende muss ich so auf die vier klassischen USB-Anschlüsse verzichten. Schon etwas schade, denn zwei davon sind prima erreichbar an der linken unteren Ecke des Monitors platziert.

Angeschlossen habe ich meinen Mac mini dann einfach per HMDI, das hat wunderbar geklappt. Und ich bin überrascht, wie gut die Bildqualität selbst bei Standard-Einstellungen ist. Wobei – genau so sollte es ja eigentlich ein. Vor ein paar Monaten habe ich einen ähnlich großen Bildschirm von BenQ ausprobiert und ihn nach ein paar Tagen frustriert wieder eingepackt, weil die Bildqualität so gar nicht zu überzeugen wusste. Das sieht beim UltraSharp U3219Q definitiv anders aus.

Verzichten muss man bei diesem Dell-Monitor dagegen auf Lautsprecher, es sind erst gar keine integriert. Ich weiß nicht, ob das vielleicht sogar besser ist, denn die meisten lieblos eingebauten Lautsprecher in Monitoren sind ja oftmals eine Qual, hier ist das neue Studio Display von Apple sicherlich eine Ausnahme. Mir persönlich ist das im Home Office aber egal, da auf meinem Schreibtisch ein MM1-Lautsprecherpaar von Bowers & Wilkins seit Jahren wunderbaren Ton liefert.

Mein erster Eindruck: Kleine Hürden bei der Verbindung mit meinem Mac, gute Bildqualität direkt nach dem Auspacken und noch dazu höhenverstellbar, dreh- und schwenkbar. Zwar muss man im Vergleich zum Studio Display auf Kamera, Lautsprecher und Thunderbolt-Anschlüsse verzichten, dafür gibt es allerdings deutlich mehr Bildfläche für einen geringeren Preis. Denn immerhin kostet das Studio Display mit dem höhenverstellbaren Fuß mal eben 2.200 Euro. Für den Dell UltraSharp U3219Q werden rund 1.000 Euro gefragt. Ich bin jedenfalls positiv gestimmt und werde meinen neuen Monitor in den kommenden Wochen auf Herz und Nieren testen, um mich dann mit einem endgültigen Fazit bei euch zu melden.

Dell UltraSharp U3219Q

1.009 EUR

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Kommentare 26 Antworten

    1. Es gibt auch Leute, die kaufen sich einen 34 Zoll Widescreen mit Full HD. Ich würde da sofort Augenkrebs bekommen. Für manche ist es anscheinend genug.

  1. Ich habe da mal eine ganz andere Frage in diese Richtung. Ich liebäugele mit der Anschaffung eines MacMini M1 mit 256 Gb Speicher und 8 GB Ram. Um wieviel mag dieser Mini „gefühlt“ schneller sein als mein derzeitiger Imac 27″ Mitte 2015? Prozessor 3,3 GHz Quad-Core Intel Core i5, Speicher 24 GB 1600 MHz DDR3, Grafik AMD Radeon R9 M290 2 GB

    Kann da jemand eine Aussage machen was der Mini „gefühlt“ an Mehrleistung bringt? Danke

      1. Das ist ein brutaler Unterschied – hatte bis Oktober letzten Jahres den iMac 27 Zoll i7 mit der höchsten Ausstattung in Betrieb und war praktisch permanent genervt vom Lüfter, der jedes mal angesprungen ist, wenn ich (4k+) Videos geschnitten habe.

        Habe ihn dann abgesetzt und mit den MacMini M1 mit 16 GB Ram und 1TB SSD zugelegt und bin – bis auf den 5K Monitor des iMac – super zufrieden. Betreibe ihn an einem 32 Zoll LG 4K Display und mit externen Lautsprechern (Pebble).

        Lüfter? Nie gehört. Jetzt warte ich auf den Samsung M8 Monitor, da hoffe ich auf die letzten Pixel Verbesserung im Vergleich zum iMac Screen…

    1. Ich hab den Mac mini M1.
      Der kleine ist wirklich sauschnell.
      Eine defintive große Verbesserung zu deinem iMac aus 2015.
      Der kleine M1 kann im Alltag sogar mit dem Mac Pro Einstiegsmodell (den hab ich auch) mithalten.
      Vorsicht aber wenn du Windows brauchst. Mit dem M1 läuft Windows 11 ARM nicht immer ganz so glatt wie einem versprochen wird. Es läuft erstaunlich gut, besser als erwartet, aber ist doch eine Beta. Es kann aber auch an meiner exotischen Software liegen, ab und an hakt es. Aber dafür ist Windows auf einem Mac ja da.

    2. Ganz sicher ein Unterschied wie Tag und Nacht. Aber nicht nur was die Leistung angeht, auch der Stromverbrauch etc. wird eklatant besser sein, auf die Rechenleistung bezogen.

  2. Wow, so viele Antworten, eine klare Aussage. Ich danke Euch allen für diesen klaren Ratschlag. So sehr ich diesen Imac auch liebe, vor allem die generelle Zuverlässigkeit und das Design des All in one, so sehr merke ich seit geraumer Zeit das dem guten Stück irgendwie die Luft fehlt. Jetzt muss ich mich wohl mal auf die Suche nach nem geeigneten Bildschirm dafür machen (der Dell hier im Thread macht auch von der Größe was her), ich habe mir schon etwas vorgestellt so in der Richtung 30-32 Zoll. Mein jetziger 27er wirkt mittlerweile irgendwie „klein“. Man ist verwöhnt….

  3. Ich hatte vorher einen LG 34″ mit 3440×1440 und bin jetzt aufgrund des Todes des 34″ Monitors auf einen LG 38″ (38WN95C-W) mit 3840×1600 in 144Hz mit HDR und 10bit umgestiegen. Das ist total genial.
    Der Monitor arbeitet über Thunderbolt 3 perfekt mit dem Mac mini M1 zusammen.
    Man kann problemlos vier DIN-A4 Seiten nebeneinander in Originalgröße anzeigen.

    So etwas kleines wie einen 27″ möchte ich nicht mehr haben!

  4. Ich würde eher 300€ drauf legen und den Dell UltraSharp 49 Monitor: U4919DW nehmen! Bin sehr zufrieden mit dem Monitor und er Ersatz 2 27 Zoll Bildschirme und kann das Notebook über USB-C laden.

    1. Wir haben auf der Arbeit 34 Zoll Widescreens, das ist schon sehr nett. Ich würde aber schon ein wenig mehr als QHD nehmen, damit die Pixeldichte ein wenig höher ist.

  5. Mich würde tatsächlich interessieren, warum der Dell nicht mit Deinem Mac Mini via USB-C zusammen arbeiten will. Immerhin hat der Mini doch 4x Thunderbolt 3 Ports. Ich plane eine ähnliche Konstellation aber – ich höre schon die Buuuuh-Rufe 😜 – mit dem kleinen 27″ Bruder und da dieser an ein MacBook Pro von 2018 angeschlossen werden soll, wäre das für mich ein No Go. Ich würde ich ja den Kabelsalat am MB Pro verringern wollen und wenn ich den dann doch wieder mit einem HDMI Adapter anknüpfen müßte, hätte ich bis auf Bildfläche nichts gewonnen.

    1. P.S.: Muß beim Modell was konkreter werden. Ich denke an den U2723QE, welcher der kleine Bruder vom U3223QE wäre. Wenn ich die Produktbezeichnung richtig lese, wäre Dein 3219Q das Modell von 2019?!

      Diese kryptischen Typenbezeichnungen machen mich Wahnsinnig!

      1. Ja, der hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Allerdings ist die Entwicklung bei Bildschirmen längst nicht so rasant. Der LG Ultrafine 5K ist 5 Jahre alt und immer noch prima. Im Apple Studio Display kommt ein IPS-Panel zum Einsatz, das seit Jahren im iMac 27″ verbaut wird. Also bei Monitoren muss man nicht so sehr auf das Jahr achten. Die Modellbezeichnungen machen mich aber auch wahnsinnig…

    2. Auch wenn’s seltsam klingt, ich empfehle den Fehler beim Kabel zu suchen. Hatte das gleiche Problem im letzten Jahr mit Mac mini M1 und LG 32UL950-W. Musste insgesamt 5 verschiedene Kabel durchtesten, die laut technischen Angaben eigentlich alle geeignet waren (Thunderbolt 3, 40Gbit/s, 5K). Dabei waren das mit dem Monitor gelieferte sowie unterschiedliche bei Amazon bestellte. Funktioniert hat es dann bei mir nur mit der recht teuren Variante von Belkin. (https://www.amazon.de/gp/product/B072KPBKS3)

      1. Ich habe zwei Kabel probiert, einmal das mitgelieferte und einmal das, das ich zuvor mit dem anderen Monitor verwendet hatte. Beides Thunderbolt 3 Kabel. Ich werde einfach noch mal ein anderes probieren, vielleicht liegt es ja tatsächlich daran.

  6. Das ist aber ein heftiger Preis für einen Monitor. Welchen Monitor würdest du denn fürs Homeoffice empfehlen bis maximal 500€, 27 oder 31 Zoll, sollte mit USB am Macbook Pro angeschlossen werden können, am besten auch mit Lautsprechern, falls ich im Homeoffice die Nachrichten des Anrufbeantworters (läuft alles über den PC) abhören möchte. Es wird mit dem Office Paket gearbeitet, E-Mail und Fotos bearbeiten für meinen kleinen Familienblog. Ab und zu wäre schön, wenn ich eine Serie gucken könnte. Ärgere mich immer, wenn ich meine Netflix Serien auf dem alten LCD Fernseher von vor 10 Jahren anschaue und das Bild statt schwarz so richtig schön grau ist. Aber solange dieser Fernseher noch läuft, wird kein neuer gekauft.

  7. Ich bin ja ganz begeistert von meinem 4k Eizo Flexscan EV3285 mit 32 Zoll. Mit integrierter HUB Funktion und vielen Anschlüssen.

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