Elgato Turbo.264 HD: Videos schneller konvertieren

12 Kommentare zu Elgato Turbo.264 HD: Videos schneller konvertieren

Mit dem Turbo.264 HD hat Elgato schon seit einiger Zeit einen schnellen Hardware-Encoder im Angebot. Wir haben uns das gute Stück genauer angesehen.

Wer gerne Videos und Filme auf seinem iPhone oder iPad schaut, wird das Problem kennen: Die wenigsten Dateien sind im richtigen Format und lassen sich nur mit entsprechenden Drittanbieter-Apps abspielen, wobei es davon wohl keine App gibt, die wirklich jedes Format abspielt.


Will man seine Videos in das richtige Format konvertieren, muss man vor allem sehr viel Zeit mitbringen. Ich habe den Turbo.264 HD schon einige Monate an meinem USB-Port im Einsatz, wollte mit dem Artikel aber warten, bis ich mir einen Eindruck mit meinem neuen iMac machen konnte.

Wollen wir mal ein paar Zahlen sprechen lassen. Wichtig zu beachten ist dabei, dass es je nach Videoformat zu unterschiedlichen Resultaten kommt – den Test habe ich in diesem Fall mit einer .flv-Datei durchgeführt. Mit meinem alten Rechner, einem iMac 24″ DualCore2 mit 2,4 Ghz und 4 GB Arbeitsspeicher erzielte ich beim Konvertieren mit kostenloser Software wie Handbrake im Durchschnitt 45 Bilder pro Sekunde. Mit dem Elgato-Turbo waren es je nach Format über 120 Bilder pro Sekunde.

Bei älteren Rechnern fällt der Geschwindigkeitsunterschied also sehr groß aus. Weniger Schub gab es bei meinem neuen iMac, dem 27er-Topmodell mit 3,4 i7, 8 GB Arbeitsspeicher und SSD-Festplatte: Statt rund 150 FPS mit Handbrake gab es hier etwa 170 FPS mit dem Turbo.264 HD.

Die mitgelieferte Software ist übrigens sehr einfach zu bedienen: Man schiebt einfach seine Videos in das Programmfenster, wählt das Ausgabeformat aus und klickt auf Start (natürlich auch mehrere Videos auf einmal). Leider bringt diese Einfachheit einige Einschränkungen mit sich: So kann man kein Wasserzeichen einfügen (hat mich persönlich gestört) und ohne Umwege keine 5.1 Tonspur beibehalten.

Insgesamt ist der Elgato Turbo.264 HD eine gute Investition, wenn man häufig Videos konvertiert und keinen brandaktuellen Mac besitzt. Die Software ist einfach und bringt nur wenige Zusatz-Funktionen mit, die der normalsterbliche Nutzer aber auch kaum oder selten benötigen wird.

Zu kaufen gibt es den Elgaton Turbo.264 inklusive Versand ab rund 86 Euro. Amazon bietet den USB-Stick für 87,89 Euro (Amazon-Link) an.

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Kommentare 12 Antworten

    1. Das Programm selbst ist legal, wenn du damit aber illegal erworbene Videos konvertierst wäre es illegal. Wenn du damit aber private Camcorder-Aufnahmen konvertierst ist das natürlich kein Problem

  1. Sieht interessant aus, brauche ich aber (noch) nicht, da der AVPlayer bis jetzt alles bei mir abgespielt hat. Habe so ein Ding noch nie gesehen, was steckt denn da drin?
    Btw: Finde es gut, dass ihr in letzter Zeit viel über Hardware berichtet. 😀

    1. in dem usb stick?! da ist wahrscheinlich ein fpga cluster drin welches die kodierung der videos übernimmt. Desktop CPUs sind allround rechenwerke, die können einfach alles, aber nichts davon effizient. rechenwerke wie GPUs oder DSPs usw. sind spezialisierte rechenwerke – die können wenig oder nur eine bestimmte sache, aber dafür hocheffizient und extrem performant. FPGAs sind ICs welche z.b. einen algorithmus abbilden, und auch nur diesen speziellen algorithmus können (z.b. h264 kodieren) – der in hardware gegossene algorithmus wird maximal schnell ausgeführt. FPGAs sind die schnellsten rechenwerke zur zeit – man kann damit aber alles bauen – nicht nur rechner.

  2. Hab Elgato auch gekauft….aber was der Artikel verschweigt ist, daß auch der Turbo Hd nicht alle Videoformate schluckt. z.B. meine Reelbox Transportstreams aus dem Kabelnetz werden nicht erkannt.
    Der Support hatte darauf auch keine Antwort…naja.

    Mein Tipp: Auf alle Fälle vorher die Softwareversion ohne Hardware bei Elgato Downloaden und testen, ob die gewünschten Formate auch gewandelt werden können.

  3. um videos nach h264 zu konvertieren nutze ich meine nvidia gtx590 – die schafft abhängig vom eingabeformat ca. 250 bis 900 frames in der sekunde. da ist der stick ein witz dagegen. eben habe ich ein MPEG1 SD video nach h264 kodiert = 550 fps. wer eine nvidia grafikkarte und windows hat, kann das tool „freemake“ (www.freemake.com) nutzen, das kann DXVA und CUDA und nutzt die grafikkarte – welche locker mehr leistung bringt als dieser kleine usb-stick!

  4. Ich benutzen den Elgato Turbo schon lange auf meinem MacMini 2,53 DualCore
    Er bringt etwa die selbe Leistung wie der MacMini selbst.
    Ich habe den Kauf nie bereut. Der Stick ist super, was mache ich nur ohne ihn.
    Habe leider keinen iMac mit einer Mördergrafik.

  5. Habe den Stick auch und an meinem MacMini i5 2,5GHz am laufen.
    Der bringt bei Pal-Sourcen etwa die doppelte Framerate als ohne Stick (80-100 Frames mit Stick). Da ich auch EyeTv auf iPad & iPhone nutze ist der Stick praktisch um die Streamqualität zu verbessern. Also ich kann den empfehlen…

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