Gestern waren es bei uns in Bochum weit mehr als 30 Grad. Auch den Rest der Woche wird es sommerlich warm. Es ist also an der Zeit, sich mit der passenden Abkühlung zu beschäftigen. Dyson verspricht mit dem HushJet Mini Cool auch unterwegs eine frische Brise. Wir haben uns den neuen Handventilator für 99 Euro genauer angesehen. Wie fällt das Fazit aus?
Top: Die außergewöhnliche Optik
Der HushJet Mini Cool sieht nun wirklich nicht aus wie ein klassischer Ventilator. Die längliche Form hat nicht nur mich im ersten Moment an ein Frauenspielzeug erinnert. Eines ist klar: Dieses neue Dyson-Gadget zieht die Blicke auf sich. Zudem wird es den „Ventilator“ in drei verschiedenen Farbvarianten geben: Ceramic Pink/Roségold, Cobalt/Blau und Karneol/Rot.
Flop: Der HushJet Mini Cool ist einfach extrem laut
Die Lautstärke eines Ventilators ist für mich eines der ausschlaggebenden Kriterien. Und hier versagt der Mini-Dyson auf ganzer Linie, anders kann man es einfach nicht sagen. Bereits auf der kleinsten Stufe ist der HushJet Mini Cool mit einer direkt am Gerät gemessenen Lautstärke von 75 Dezibel sehr laut. Auf der höchsten Stufe wird es dann wirklich unangenehm. Ein kleiner Gag am Rande: „Hush“ heißt übersetzt so viel wie „leise“. Das ist der Dyson HushJet Mini Cool definitiv nicht.
Top: Der Ventilator bewegt wirklich viel Luft

Immerhin: Der Motor erzeugt nicht nur Lärm, sondern auch ordentlich Wind. Selbst auf der kleinsten Stufe ist der sehr konzentrierte Luftzug noch in zwei Metern Entfernung spürbar. Auf maximaler Stufe erzeugt der Ventilator Luftgeschwindigkeiten von 25 Metern pro Sekunde. Das sind umgerechnet 90 Kilometer pro Stunde. Das ist für so ein kleines Gerät wirklich beeindruckend. Ich hätte mir aber fast noch eine kleinere Minimal-Stufe gewünscht.
Flop: Lufteinlass an einer ungünstigen Stelle
Irgendwo muss die Luft ja herkommen. Der Dyson HushJet Mini Cool saugt sie im unteren Bereich an. Leider ist das Lüftungsgitter genau an der Stelle, an der man den „Stab“ meiner Meinung nach festhalten würde. Mit der Hand würde man dann das Ansaugen der Luft verhindern. Somit muss man den HushJet Mini Cool weiter oben greifen, was sich irgendwie komisch anfühlt.

Top: Ein ordentlicher und hochwertiger Lieferumfang
Beim Lieferumfang lässt sich Dyson nicht lumpen. Der Handventilator kommt mit einer sehr edlen und samtigen Tasche. Zudem liegt ein kleiner Ständer bei, der die Stabilität beim Aufstellen auf dem Schreibtisch verbessert. Und für unterwegs gibt es ein farblich passendes und hochwertig verarbeitetes Umhängeband. Ebenfalls mit dabei ist ein kurzes USB-C-Kabel, im Gegensatz zum restlichen Zubehör aber leider nicht in der passenden Farbe.

Flop: Die Verfügbarkeit ist noch ziemlich bescheiden
Eigentlich sollte der HushJet Mini Cool Anfang Mai erhältlich sein. Zumindest die rosafarbene Variante war auch für kurze Zeit auf der Hersteller-Webseite erhältlich. Jetzt ist der Sommer da – aber der HushJet Mini Cool kann nicht bestellt werden. Alle drei Farben sind aktuell nicht auf dyson.de verfügbar. Das hätte definitiv besser klappen müssen.
Top: Der Preis ist für Dyson-Verhältnisse schon fast günstig
Der britische Hersteller ist für seine hochpreisigen Produkte bekannt. Mit einem Preis von „nur“ 99 Euro ist der HushJet Mini Cool das aktuell wohl günstigste Produkt von Dyson. Das ist schon ein wenig überraschend. Selbst der von uns bereits getestete Shark ChillPill ist mit 139,99 Euro deutlich teurer.
Flop: Das Aufladen dauert ewig lang
Der Akku im Dyson HushJet Mini Cool hält bis zu 6 Stunden. Laut technischen Daten fasst er 5.000 mAh. Zum kompletten Aufladen benötigt er aber stolze 3 Stunden. Die Ladeleistung liegt bei weniger als 10 Watt. Hier hat Dyson definitiv an der Technik gespart.

Naja die mini Turbine ist maßlos überteuert (mal abseits des verfehlten Einsatzzwecks). Solche Spielzeuge gibt es für 15€ nachgeworfen.
Und wenn man auch so über zweckentfremdete Jetlüfter spricht, ist die reine Geschwindigkeitsangabe nicht aussagekräftig. Denn diese Angabe ist so gesehen irrelevant, wenn man gradlinige Rotoren mit „durch Ritzen gepressten Coanda-Effekt“ vergleicht.
Bei Coanda nimmt das Gerät all die hohen Enegieverluste und Luftreibung ja hin, um an gebogenen Flächen einen Unterdruck-Wirbel zu erzeugen. Man versucht quasi die umliegende Luft zu bewegen (hier mit einem 30:1 Hebel) – nicht einen Hauptluftstrom zu beschleunigen. Die „90km/h“ (wenn überhaupt messbar direkt am Rotor) sind hier nicht mal ansatzweise mit den üblicherweise 75km/h der Hand-Jetlüfter vergleichbar, da dort keinerlei Druck dahintersteckt (die echten gradlinigen drücken teilweise mit 250-300g auf der Entfernung).
Deswegen verfliegt die Wirkung des Coanda-Lüfters innerhalb eines Meters vollständig, während man leisere Jetlüfter praktisch als kompakte Laubbläser/ Entstauber /Druckluftflaschenersatz nutzen kann.
Dyson selbst gibt im Kleingedruckten zu, dass der Referenzbereich für die Leistung des Lüfters bei 10cm (!) Entfernung vom Gesicht ist. Aufgrund der Bauart kommen bei 1m bereits nur noch 5% der Leistung an.
Also hätten sie wahrscheinlich wirklich mit einer Vibrationsfunktion die Kunden glücklicher machen können.