Whispyr: Offline-Messenger nutzt Apples Multipeer-Connectivity für lokale Kommunikation

Whispyr: Offline-Messenger nutzt Apples Multipeer-Connectivity für lokale Kommunikation

Temporäre Gruppenchats und Medienversand möglich

Whispyr auf einem iPhone, im Hintergrund eine Menschenmenge bei einem Open-Air-Konzert

Eine neue iPhone-App namens Whispyr ermöglicht eine Nachrichtenübermittlung ohne Mobilfunk oder WLAN. Entwickelt von Laurenz Frank aus Wien, setzt die Anwendung auf direkte Geräte-zu-Geräte-Verbindungen und erinnert an Projekte wie Near Message, Talky oder die für Notfälle gedachte App Igatha. Statt auf klassische Internetverbindungen zu vertrauen, nutzt Whispyr Apples Multipeer-Connectivity-Technik, um iPhones, iPads und Macs per Bluetooth und lokalem WLAN zu verbinden, und das ganz ohne Router, Mobilfunknetze oder zentrale Server.

Anders als herkömmliche Messenger verzichtet Whispyr auf Nutzerkonten, Telefonnummern oder Cloudspeicher. Nach der Installation können Nutzer und Nutzerinnen direkt mit Personen in der Nähe kommunizieren. Nachrichten werden verschlüsselt übertragen und ausschließlich lokal auf den Geräten gespeichert. Neben Einzelchats bietet die App sogenannte „Spaces“ an: Dies sind lokale Gruppenbereiche, die per QR-Code oder Kurzcode zugänglich sind. Sie eignen sich besonders für Universitäten, Festivals oder Konferenzen, wo die Organisation Hinweise veröffentlichen oder Diskussionen moderieren kann.


Whispyr unterstützt auch temporäre Gruppenchats, um zu vermeiden, dass nach Veranstaltungen ungenutzte Kanäle zurückbleiben. Die App deckt damit Szenarien ab, in denen klassische Messenger an Grenzen stoßen: Etwa bei überlasteten Mobilfunknetzen während Großveranstaltungen, bei Reisen in abgelegene Regionen oder an Orten mit schlechter Netzabdeckung.

Multimediale Funktionen und Reichweite

Drei iPhone-Screenshots von Whispyr
So sieht Whispyr auf einem iPhone aus.

Neben Textnachrichten ermöglicht Whispyr den Austausch von Sprachaufnahmen, Fotos, Dateien und Standortdaten. Die Reichweite variiert je nach Umgebung und liegt laut Entwickler zwischen 10 und 100 Metern. Eine grundlegende Einschränkung bleibt jedoch: Kommunikation funktioniert nur mit Personen in der Nähe, die die App ebenfalls installiert haben.

Der größte Vorteil von Whispyr liegt in seiner vollständigen Unabhängigkeit von Internetdiensten und externer Infrastruktur. Die App richtet sich an Personen, die in Situationen ohne stabilen Netzempfang kommunizieren müssen, sei es auf Festivals, bei Outdoor-Aktivitäten wie Kanutouren oder auf abgelegenen Zeltplätzen. Laut Angaben des Entwicklers wird die Anwendung bereits von Studierenden der Harvard University genutzt, etwa für die Kommunikation auf dem Campus oder bei Veranstaltungen.

Whispyr (App Store-Link) kann als Universal-App für iPhones und iPads kostenlos im deutschen App Store heruntergeladen werden. Die Installation ist ab iOS/iPadOS 18.5 oder neuer möglich und erfordert zudem rund 18 MB an freiem Speicherplatz auf dem Gerät. Neben einer deutschen Lokalisierung stehen auch noch 18 weitere Sprachen für Whispyr bereit. Wer die Anwendung auf einem Mac nutzen möchte, findet die entsprechende Version auf der Entwickler-Website.

Whispyr
Whispyr
Entwickler: Whispyr Limited
Preis: Kostenlos

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Mel
Ich bin seit 2011 Teil des appgefahren-Redaktionsteams und war schon immer an Innovationen im Tech-Bereich und Gadgets interessiert. Wann immer es praktisches Outdoor-Zubehör oder interessante Foto-Apps gibt, bin ich Feuer und Flamme, denn auch in meiner Freizeit bin ich gerne mit dem Rad oder der iPhone-Kamera unterwegs. Seit einiger Zeit nutze ich aktiv das Fediverse und berichte über neue Apps, Dienste und Entwicklungen.

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