Fake News Check: App für Schüler und Lehrer analysiert Fake News und „alternative Fakten“

Der Verein Neue Wege des Lernens e.V. hat mit Fake News Check eine interessante neue App für das iPhone veröffentlicht.

Fake News Check

Fake News Check (App Store-Link) wurde vor kurzem im deutschen App Store veröffentlicht und lässt sich dort kostenlos auf das iPhone herunterladen. Die Anwendung ist knapp 10 MB groß, erfordert iOS 9.0 oder neuer, und steht komplett in deutscher Sprache bereit.

Im App Store heißt es hinsichtlich der Entwickler, „Neue Wege des Lernens e.V. unterstützt Schüler und Lehrer bei der Nutzung von digitalen Medien im Unterricht. Ein besonderes Anliegen des Vereins ist die Unterstützung von selbständigem und vernetztem Lernen mit digitalen Werkzeugen.“ Zu diesen Werkzeugen zählen heutzutage im hohem Maß auch soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter, die vor allem bei der jungen Generation auf großes Interesse stoßen und als Informationsquelle für Nachrichten dienen.

Nicht immer jedoch sind dort publizierte Inhalte auch wahr und neutral formuliert. Sogenannte Fake News, eine besondere Form falscher oder gefälschter Nachrichten, führen zu einem gesteigerten Misstrauen gegenüber Nachrichten und journalistischen Medien. „Hierzu träg auch bei, dass der Begriff Fake News in politischen und ideologisch gefärbten Kreisen zu einem Kampfbegriff geworden ist, mit dem zunehmend versucht wird, die Argumente des politischen Gegners zu entkräften“, so eine Aussage der Entwickler. Spätestens seit Begriffen wie „Lügenpresse“, der häufig von Pegida-Anhängern verwendet wird, oder der Wortwahl der „alternativen Fakten“ aus dem Umfeld des neuen amerikanischen Präsidenten dürfte jedem aufmerksamen Menschen diese Vorgehensweise bekannt sein.

Informatives Glossar mit 29 wichtigen Begriffen

Fake News Check will daher vor allem jungen Nutzern des Internets helfen, gefälschte Nachrichten zu identifizieren. Dazu hält die App einen Fragebogen mit insgesamt 19 Fragen bereit, die jeweils auf einer Art Karteikarte übersichtlich präsentiert werden. Über verschiedene Regler und Buttons können die Nutzer der Anwendung zu jeder Frage eine persönliche Einschätzung abgeben. Mit einem Fingertipp öffnet sich die Rückseite der Karte, die weiterführende Informationen und Hilfestellungen bereit hält. Wenn die Fragen beantwortet sind, gibt eine Auswertung mit Ampelfarben Aufschluss über die Wahrscheinlichkeit einer Fake News.

Weiterhin in Fake News Check integriert ist ein Glossar mit insgesamt 29 Begriffen aus den Bereichen Politik, Journalismus und Netzkultur, in dem man sich weiterführend informieren kann. Auch eine Linkliste, die weitere Ressourcen bereit hält, kann abgerufen werden. Mit diesen Werkzeugen ist es möglich, Nachrichten auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, somit Fake News auszumachen und allgemein einen kritischen Umgang mit Nachrichten zu fördern. Weitere Infos zu Neue Wege des Lernens finden sich auf der offiziellen Website des Vereins.

Fake News Check
Fake News Check
Preis: Kostenlos

Kommentare 16 Antworten

  1. Die größten und schlimmsten Fake news sind doch unsere öffentlich rechtlichen Sender: von den Bürgern finanziert, und den verbrecherisch agierenden Establishment Politikern gelenkt: linkische, selbstzerstörerische, staatsauflösende Fake news! Und dabei wird die nazikeule gleich mitgeliefert: denn jeder, der es wagt, so etwas wie ich eben zu schreiben, ist ja der böse, ungebildete, rechtspopulist!

    1. Wenn man sich schon über die ÖR aufregt dann eher sachlich.

      Sie denken sich keine Nachrichten aus, sondern lassen bewusst Nachrichten weg. Die bessere Bezeichnung wäre deswegen „Lückenpresse“.

      Damit soll eine veröffentlichte Meinung publik gemacht und gelenkt werden (nicht zu verwechseln mit öffentlicher Meinung).

      Genau das stört mich persönlich daran. Das steht aber in keinem Verhältnis zu dem was in den (a)sozialen Medien verbreitet wird – da schildert eher jeder seine Träume.

      Ich würde mir wünschen wenn Journalismus wieder ernst genommen wird und man tatsächlich die dritte Wahrheit anstrebt statt der heute üblichen ersten beiden.

      1. Dito.

        Also Halbwahrheiten

        Und wer bestimmt, was wir erfahren sollen?

        Die Macht der Nachrichten liegt in den Händen einiger weniger Nachrichtenagenturen, denn die meisten Medien haben keine Leute und keine Zeit, selbst zu recherchieren. Sie übernehmen die vorgefilterten Nachrichten und schreiben das, was Mainstream ist, damit sich jeder Nutzer wiederfindet. Sonst schaltet der nämlich ab.

        Ist schon gut, dass man sich heute auch andere Standpunkte einholen kann und damit nicht einseitig Meinungen / Nachrichten / Fakten konsumiert.

        Meinungsbildung bedeutet immer: MeinungEN einholen und vergleichen.

        Wie soll sonst Meinungsbildung funktionieren???

        1. Leider ist die verlässliche Meinung ausschließlich die, die auf eigenen Erfahrungen basiert (die „vierte Wahrheit“).

          Diese Wahrheit kann man nicht durch Nachrichten vermitteln. Dazu gehört nämlich immer der Hintergrund welcher zu dieser Nachricht geführt hat – den kennen auch die Journalisten nicht.

          Deswegen mein Rat: Niemals seine Meinung auf Nachrichten aufbauen.
          Lest Bücher und beobachtet was unmittelbar um euch passiert.

          Denn würde man versuchen die Nachrichten an die Realität anzulehnen, müsste man dem Zuhörer klar machen, dass die Welt dann doch komplizierter ist, als gedacht.

          Das will keiner hören (denn das ist Arbeit) – man will die Schubladen bedienen, die man hat.

    2. Ganz Deutschland ist extrem nach links gerückt. Ob sich die Medien nur daran anpassen, oder zu diesem Linksruck beigetragen haben, lässt sich schwer sagen. Aber jede Meinung, die heute rechts von links liegt, wird als populistisch oder rechts(radikal) bezeichnet.

  2. Schon mal versucht, herauszubekommen, wer dahinter steckt und das finanziert?

    Sind ins Handelsregister eingetragen. Als eingetragener VEREIN
    Haben eine Homepage
    Haben eine App

    Wer bezahlt das alles?

    Auf der Homepage taucht nicht ein Name auf! Kein einziger, nicht einmal der Vorsitzende
    Auch keine Satzung

    „Böse ist wer Böses denkt“

    WOVOR haben die Angst?
    WER bezahlt das?

    Fazit: Finger weg!

    1. Naja. Unabhängig davon wer hinter der App steckt, beinhaltet sie korrekte Grundlagen der Überprüfung von Quellen.

      Das ist jetzt kein Hexenwerk und sollte zum Allgemeinwissen der Kinder gehören.

      Ich habe sie mir mal angesehen und habe nichts Verdächtiges festgestellt.

    2. Naja, das sind fast schon VerschwörungstheorienDen Auszug aus dem Vereinsregister für NEUE WEGE DES LERNENS gibt es für 4,50€ im Registerportal!

    1. Würdest du die App-Beschreibung im Store gelesen haben, dann würdest du jetzt wissen, dass die App dabei helfen kann, das eigene Denken und Hinterfragen anzuregen und zu unterstützen!
      Leider bilden sich immer mehr Menschen allein auf Grund von Überschriften und drei Kommentaren ein, genug über den Inhalt wissen und blöken dann stumpf vor sich hin.

      1. Ich gebe dir, gerade was deinen letzten Abschnitt angeht, vollkommen recht. Ich habe mir die App angeschaut und (für mich) festgestellt, dass ich mir diese Fragen bei entsprechenden Nachrichten immer stelle! Aber vielleicht sollte ich nicht diese Selbstverständlichkeit für andere voraussetzen.
        Wer aber auf Grund von Überschriften sich eine Meinung bildet und „stumpf vor sich hin blöckt“ wird diese App auch nicht verwenden.

  3. Finde ich gut, aber viel zu kompliziert. Es geht doch viel einfacher: alles was die freien westlichen Medien und ARD & Co berichten ist alternativlose Wahrheit, der Rest sind halt Fakenews.

  4. Die App ist soweit ok, man arbeitet eine Meldung Punkt für Punkt ab und landet dann bei der „Wahrheit“.
    Problematisch ist, das Meldungen heute durch weglassen von Informationen in die eine oder andere Richtung gedreht werden.
    Selektive Wahrnehmung rechts, wie links.
    In der (gedachten) Mitte, eine Regierung, welche den nachdenklichen Bürger fast schon als Feind sieht.
    Die Kooperation von Heiko Josef Maas mit seiner Stasibraut Anetta Kahane sollten auch den arglosesten die Augen öffnen.
    Und die Systemmedien sind heute sowas von Linientreu, da waren die Nachrichten der AK geradezu anarchisch.
    Ich kenne mich im Vereinsrecht nicht aus, aber das keine Namen angegeben werden … , aber man findet sie.
    Vorsitzender des Vereins ist Rechtsanwalt und Steuerberater Friedrich-W. Brenzel. Den Beirat bilden Volker Wittenbröker, Olaf Schneider und Robert von Donop.
    Bei der weiteren Suche findet man Verweise auf den Didacta Verband der Bildungswirtschaft, die Bertelsmann-Stiftung und Microsoft.
    Politische und wirtschaftliche Interessen sind hier ofensichtlich.
    Diese und andere dürften auch die Geldgeber dieses, doch eher obskuren Vereins sein. (Vermutung, keine Fake News)

    Man sollte den Verein mal anhand seiner App auf Fakes abklopfen 😉

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