Fishdom: Wie schlägt sich das beworbene Match3-Game samt Freemium-Modell?

Derzeit wird Fishdom von Apple angepriesen

Als ich über eine Erwähnung Apples im App Store vor kurzem entdeckt habe, dass es eine neu aufgelegte Version von Fishdom (App Store-Link) gibt, war ich sofort Feuer und Flamme: Schließlich zählt das beliebte Match3-Game seit langem zu einem meiner Favoriten des Genres. Die Ernüchterung folgte sogleich, denn die Entwickler von Playrix setzen wie viele andere jetzt auch auf ein Freemium-Konzept. Fast war ich geneigt, den Titel deswegen gar nicht erst herunterzuladen, doch die Neugier siegte. 

Fishdom lässt sich kostenlos in deutscher Sprache auf iPhones und iPads herunterladen und benötigt zur Installation neben iOS 9.0 oder neuer auch mindestens 237 MB an freiem Speicherplatz auf dem Gerät. Wie eingangs bereits erwähnt, setzen die Macher von Playrix nun auf ein Freemium-Konzept, bei dem sich verschiedene Währungen, wie beispielsweise Diamanten, gegen bare Münze per In-App-Kauf erwerben lassen. 

Das Gameplay von Fishdom hat sich allerdings nicht geändert: Der Spieler muss in zahlreichen – die Entwickler sprechen von mehreren hundert – Match3-Puzzles entsprechende Ziele pro Level erfüllen, erhält dafür eine Belohnung in Form von Münzen, und kann mit diesen niedliche Aquarien einrichten, inklusive Fischen, Pflanzen und Dekorationen. 

Anders als noch im Vorgänger-Spiel, das seinerzeit als echter Premium-Titel für iOS erschienen ist, treten nun allerdings in den Leveln auch die üblichen Verdächtigen auf: Zugbeschränkungen und optional einsetzbare Power-Ups, die man schon von anderen Match3-Games im Free-to-Play-Modus kennt. Ich bin mittlerweile in Level 39 angelangt und habe schon so einige Male von Power-Ups Gebrauch machen müssen, um einige der Puzzles erfolgreich abschließen zu können. Schon ab Level 20 und darüber braucht es häufig mehr als nur einen Anlauf, um ein Level zu bewältigen. Auch die Taktik in den Leveln hat sich geändert: Bedingt durch die häufigen Zugbeschränkungen sollte man möglichst oft durch 4er- oder 5er-Combos Power-Ups wie Raketen und Bomben generieren, um mit einem Zug schnell viele Kacheln zu zerstören.

Viele Zusatz-Events lenken vom eigentlichen Gameplay ab

Glücklicherweise bekommt man zwischendurch neben den Belohnungen für die bestandenen Level auch tägliche Boni, um so wieder einige Power-Ups generieren zu können. Unglücklicherweise jedoch finden sich an jeder Ecke Möglichkeiten, Geld auszugeben – und diese werden im Spiel auch teils mit PopUp-Bannern für ach so tolle Spezial-Angebote ausgiebig beworben. Zudem bekommt man ein Lebensherz abgezogen, wenn ein Level nicht bestanden wird, aber natürlich kann man sich auch mit Hilfe von Diamanten eine zweite Chance und zusätzliche Züge generieren. Ich befürchte fast, dass es aufgrund dessen im späteren Spielverlauf zu Wartezeiten kommt, wenn man mehrmals Level nicht bestanden hat.

Insgesamt ist Fishdom durch den Wechsel zu einem Freemium-Modell deutlich unübersichtlicher geworden. Das Einrichten der Aquarien samt niedlicher Fische (die sogar miteinander über Sprechblasen kommunizieren) ist nach wie vor ein kleines Highlight dieses Match3-Games, allerdings stören naturgemäß die ganzen Zusatzoptionen, die man von Seiten der Entwickler eingebaut hat. Aquarien-Events, Ligen, Teams, Gutscheine, Erfolge und Herausforderungen, eine Fisch-Spardose und weiterer, nennen wir es ruhig beim Namen, Schnickschnack, lenken vom eigentlichen und immer noch gelungenen Gameplay ab. 

Ich werde Fishdom wohl noch ein paar Level lang weiterspielen und schauen, wie weit ich komme, bis die Paywall einsetzt. Glücklicherweise befindet sich auf meinem iPad auch noch die „alte“ Version von Fishdom, die mittlerweile nicht mehr im App Store zu haben ist. Hier kann ich meinen Fortschritt jederzeit löschen und das altbekannte Spiel ohne jegliche Einschränkungen von neuem beginnen. Im App Store gibt es übrigens derzeit im Durchschnitt sehr gute 4,6 von 5 Sternen bei mehr als 42.000 Bewertungen von Fishdom-Nutzern.

Kommentare 1 Antwort

  1. Das ist schön aufgemacht wobei stimmt, dass die ganzen Events etc. es sehr unübersichtlich machen. Ich finde es einigermassen fair – wobei das Spiel wirklich nur gelegentlich spiele. Wer „süchtig“ wird, den wird das Bezahlmodell sicherlich recht schnell frustrieren.

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