Fitrockr: Soziale Fitness-Community mit Liga-System und Statistiken

Viele Wearables werden unterstützt

In Zeiten von Corona ist es wichtig, trotz noch immer geltenden Kontaktsperren einen Ausgleich zu finden. Auch wenn man aktuell nicht oder nur eingeschränkt mit Freunden gemeinsam Sport betreiben kann, gibt es Alternativen, um sich gegenseitig anzuspornen und die eigenen Aktivitäten mit anderen zu vergleichen. Bei diesem Anliegen will die kostenlose iPhone- und Apple Watch-App Fitrockr (App Store-Link) behilflich sein, eine Sport-Plattform, deren Mitglieder sich in privaten und globalen Ligen miteinander messen. 


Der Download von Fitrockr aus dem App Store ist kostenlos und lässt sich ab iOS 11.2 sowie watchOS 5.3 oder neuer auf das iPhone und die Apple Watch herunterladen. Die Installation der etwa 22 MB großen Anwendung erfolgt dann auf Englisch – obwohl hier die deutschen Entwickler von Digital Rebels tätig waren. 

Fitrockr entstand laut Aussage der Macher aus Liebe zum Wettkampf. “Leider besitzen wir unterschiedliche Tracker und unterschiedliche Vorlieben für Sportarten”, heißt es auf der Website von Fitrockr. “Dies machte es unmöglich, uns miteinander zu vergleichen. Aus diesem Grund haben wir Fitrockr gegründet.”

Neben der browserbasierten Plattform im Internet lassen sich natürlich auch die Smartphone-Apps für iOS und Android verwenden. Fitrockr erlaubt es dabei, Daten von vielen Fitnesstracker- und Smartwatch-Modellen zu beziehen, und bindet diese in das eigene Layout ein. Apple-User mit einer Apple Watch können Fitrockr auch Zugriff auf Apple Health gestatten, um so die entsprechenden aufgezeichneten Fitnessdaten in die App einzupflegen. Neben der Apple Watch werden Tracker von Misfit, Fitbit, Nokia/Withings, Garmin, Google Fit und Polar unterstützt, weitere Hersteller und Wearables sollen bald folgen. Hat man kein Wearable, kann auch das eigene Smartphone mit installierter Misfit-, Fitbit- oder Google Fit-App verwendet werden.

Großartige Idee, aber wo landen die Daten?

Die Community von Fitrockr basiert auf einem Punktesystem, die durch sportliche Aktivitäten generiert werden. Anhand der gesammelten Punkte können die Nutzer in globalen oder privat erstellten Ligen aufsteigen und sich so mit Sportlern aus der ganzen Welt, oder auch dem eigenen Freundes-, Kollegen- und Familienkreis messen. In der App selbst können aktuell noch keine eigenen Ligen erstellt werden, dies ist gegenwärtig nur über das Web-Interface möglich. Ein entsprechendes Feature soll aber auch bald in der App folgen. In einem eigenen Statistikbereich kann außerdem in Grafiken und Tabellen eingesehen werden, wie viele Punkte man in den letzten Tagen, Wochen und Monaten gesammelt hat. 

Die Idee, eine plattformübergreifende Community für Sportbegeisterte zu kreieren, ist großartig. Denn das Problem liegt, wie oben bereits beschrieben, in der Tatsache, dass jeder Hersteller von Fitnesstrackern und Smartwatches sein eigenes System aufgestellt hat, das für Nutzer anderer Wearables nicht zugänglich ist. Mit Fitrockr wird so eine globale Community geschaffen, in der sich alle Nutzer unter gleichen Bedingungen vergleichen und gegenseitig anspornen können. 

Aktuell stellt sich bei Fitrockr allerdings auch noch die Frage nach der dauerhaften Finanzierung. In-App-Käufe, Werbung oder Abonnements finden sich gegenwärtig nicht in der App, auch auf der Website gibt es keine direkten Antworten zur Monetarisierung des Anbieters. Heißt es daher wie schon so oft, dass mit Nutzerdaten Geld gemacht wird? Die Berliner Entwickler von Digital Rebels bieten auch professionelle Lösungen für Unternehmen, Universitäten und das Gesundheitswesen, um Fitnessdaten von Trackern auszulesen. In der Datenschutzbestimmungen zu Fitrockr auch uneindeutige Beschreibungen. 

“Fitrockr nutzt aggregierte und personenunabhängige aktivitäts- und demografische Daten für interne betriebliche Auswertungen, oder statistische und marketing- oder vertriebstechnische Zwecke. Weiterhin sammelt Fitrockr auch automatisch technische Informationen, wie Standort, Browsertyp, Betriebssystem, Interneteinstellungen, Log-files, Cookies und Analysedienste.” Was genau mit diesen Daten passiert, bleibt unklar. Wollt ihr daher auf Nummer Sicher gehen, solltet ihr auf den Download von Fitrockr verzichten.

‎Fitrockr
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Kommentare 2 Antworten

  1. Vielen Dank für den tollen Artikel über uns und unsere App!

    Gerne bestätigen wir hier, dass wir keinerlei Daten monetarisieren oder für andere marketing/vertriebliche Zwecke verwenden. Wir werden das auch nochmal ganz klar in die Datenschutzinformation auf der Seite aufnehmen. Geld verdienen wir nicht mit privaten Nutzern sondern durch die Bereitstellung der Fitrockr Plattform als Unternehmenslösung mit erweiterten Funktionen.

    Rock on,
    Euer Fitrockr Team

  2. Gute Idee, aber noch sehr am Anfang. Ich bin tatsächlich auf der Suche nach einer gemeinsamen Plattform für meine Familie und Freunde, die alle unterschiedliche Schrittzähler nutzen. Auf jeden Fall wird noch eine gute Kommentarfunktion in den Ligen gebraucht, um eine Langzeitmotivation zu erreichen. Um Erfahrungen zu sammeln, habe ich mal die öffentliche Liga „Fitness Hamburg“ gestartet. Members welcome 🙂

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