Liebe Touch Bar, ich werde dich ganz sicher nicht vermissen

Ein kleiner Abschiedsbrief

Rund um das neue MacBook Pro habt ihr ja vielleicht gestern schon das eine oder andere YouTube-Video gesehen, ich persönlich kann euch einen Blick auf das etwas andere Review von AlexiBexi empfehlen. Ich habe mein neues MacBook Pro zum Zeitpunkt dieser Zeilen nun rund eine Stunde in Betrieb und möchte ein paar ganz besondere Worte mit euch teilen.

Es geht um die Touch Bar. Als sie 2016 eingeführt wurde, fand ich sie noch aufregend und spannend. Sie war neu und besonders. Ein faszinierender kleiner Bildschirm mit Touch-Funktionen. Vor fünf Jahren wollte ich das auf vier USB-C-Anschlüsse reduzierte MacBook Pro auch deswegen unbedingt haben.


Mein Gott, was habe ich mich da nur getäuscht. Ich mag nicht ausschließen, dass es da draußen Leute gibt, die mit bestimmten Apps arbeiten, bei denen die Touch Bar tatsächlich eine Erleichterung ist und Arbeitsabläufe schneller macht. In den von mir verwendeten Apps bin ich mit Tasten-Kombinationen oder dem Trackpad aber in 100 Prozent der Fälle schneller ans Ziel gelangt.

Ganz egal ob beim Tippen oder der Nutzung des Trackpads, für mich war das Problem rund um die Touch Bar immer gleich: Man muss die Hand heben, den Blick vom Bildschirm lösen und konnte dann eine Aktion ausführen, für die es auch andere Wege gibt.

Auf zwei Funktionen greift man aus meiner Sicht besonders häufig zurück: Das Einstellen der Bildschirmhelligkeit und der Lautstärke. Ich möchte wirklich niemandem zu nahe treten, aber das geht mit fünf dafür vorgesehenen Funktionstasten schneller und einfacher. Deswegen sage ich jetzt: Liebe Touch Bar, ich werde dich ganz sicher nicht vermissen.

Was mir rund um das neue MacBook Pro sonst noch aufgefallen ist

Abschließend noch ein paar erste Gedanken zum neuen MacBook Pro. Das neue kantige Design gefällt mir gut, nur die beiden Lüftungsschlitze an der Seite sind etwas gewöhnungsbedürftig. Die schwarz hinterlegte Tastatur gefällt mir außerordentlich gut, nicht nur was das Tippgefühl angeht, sondern auch aufgrund der Optik.

Etwas schwer fällt mir noch der Umstieg von 16 auf 14 Zoll, aber dafür kann Apple ja nichts, das war meine eigene Entscheidung. Die Notch fällt aktuell noch auf, hier bin ich darauf gespannt, wie es in ein paar Wochen aussieht.

Und falls ihr auch von einem alten MacBook auf ein neues Modell wechselt, startet den Migrationsassistent unbedingt mit einem Thunderbolt-Kabel. Vom ersten Einschalten hat es nur rund 25 Minuten gedauert, bis knapp 500 GB Daten übertragen waren und mein neues MacBook Pro einsatzbereit war. Ich glaube, dass wir in Zukunft viel Spaß zusammen haben und viele Dinge erleben werden.

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Kommentare 10 Antworten

  1. Also ich kann jeden verstehen, der es umständlich findet. Ich bin allerdings nicht der Typ, der sich zig Tastenkombinationen merken will. Dafür nutze ich mein MacBook halt auch nicht täglich, da ich von der Arbeit auf ein Windows-Notebook angewiesen bin (weil mir der Arbeitgeber kein MacBook stellt) und am Feierabend die Familie mit Kids im Mittelpunkt steht.
    Da finde ich dann die Touchbar echt praktisch. Natürlich war es auch bei meinem 2011er nicht schlecht mit den Knöpfen (weil diese wirklich intuitiver waren), die Variabilität der TouchBar finde ich allerdings echt angenehm, da man hier dann halt Funktionen drauf legen kann, für die ich mir die Kürzel nicht merken kann (z.B. Bildschirmfotos).

    Ich denke es ist bei den „Powerusern“ wohl ein Segen, dass sie weg ist und für die „Gelegenheitsnutzer“ ist sie ein cooles Feature. Daher bin ich froh, dass ich sie bei meimem 2020er habe.

  2. Ich habe die Touchbar auch geliebt, da man icons benutzen konnte bei Funktionen, die nicht mit Shortcuts zu belegen waren. Wie zb das Wechseln der Monitore im TeamViewer aus dem Homeoffice.

  3. Wie so oft im Apple Kosmos – eine Neuerung kommt und wird extrem gehypet, dann fällt es wieder weg und alle sind wieder begeistert weil es ja doch gar nicht so gut war 😀

  4. Ich werde sie ganz sicher vermissen. Und ich kann mir gut vorstellen, dass sie – wie auch die Ladebuchse – wieder ihren Weg zurück findet.
    Schade, dass immer alles weggemotzt wird.
    Wie EdenApfel beschrieben hat, gab es durchaus Vorteile der Bar, welche jetzt dahin sind.

  5. Moin!

    Ich habe hier ein 2012er MacBook Pro 13″ vor mir. Von daher werde ich eine Touchbar sicherlich nicht vermissen.

    „Das neue kantige Design gefällt mir gut“

    Wenn ich mir mein 2012er MacBook Pro so ansehen, muß ich sagen, daß das „neue kantige“ Design nicht wirklich neu ist, sondern alt. 🙂

    Da die neuen MacBook Pros aber eingelötete SSD haben, wird das nichts mit einem Kauf.

  6. Als Programmierer bin ich auf die F-Tasten angewiesen, die Touch Bar war nie eine Alternative. Ich verstehe nicht, wie Apple bei einem Pro Gerät diese wegrationalisieren konnte. Die Touch Bar hatte jedoch auch Gutes. Beides wäre eigentlich sehr cool.

  7. Ich hab tatsächlich kurz überlegt appgefahren nach dieser Überschrift aus den Favoriten zu entfernen, die App zu löschen und auf Instagram zu deabonnieren?

  8. Ich dachte am Anfang, dass die TouchBar unnötig ist. Mittlerweile habe ich eine und muss sagen, manchmal ist sie eine ganz nette Erweiterung für den Workflow, aber ohne geht es prinzipiell immer noch denke ich. Das nächste MacBook wird irgendwann kommen und dann ist die TouchBar halt wieder weg 😄

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