Mario Kart Tour: Beta-Test als Freemium-App gestartet

Erste Eindrücke der Tester

Es ist mittlerweile schon eine ganze Weile her, seit Nintendo Mario Kart Tour für mobile Geräte angekündigt hat. Nur wenig später ließ DeNa, das Entwicklerteam für Nintendos mobile Spiele, uns dann wissen, dass Mario Kart Tour kostenlos anspielbar werden würde. Ähnlich hatte man es schon mit Super Mario Run gemacht, das kostenlos aus dem App Store geladen werden konnte und man nach ein paar Leveln die Vollversion mit einem einmaligen In-App-Kauf freischalten konnte.

Machen wir uns nichts vor: Eine tolle Idee für mobile Spiele. Man kann eine Demo anspielen, danach die Vollversion freischalten und muss sich keine Gedanken mehr um irgendwelche Münzen, Timer und Barrieren machen. Die schlechte Nachricht: All das taucht in der ersten Beta-Version von Mario Kart Tour auf, die in dieser Woche an ausgewählte Android-Spieler verteilt wurde.

Natürlich können wir uns so kurz nach dem Start einer Beta-Version nicht sicher sein, dass es bis zur Veröffentlichung von Mario Kart Tour so bleibt, ganz ohne Grund wird man sich bei Nintendo aber nicht dafür entschieden haben, In-App-Käufe für Charaktere und Kart-Teile einzuführen. Es wird aber noch schlimmer: Einige Charaktere, die man freispielen oder freischalten muss, haben auf der Strecke bestimmte Vorteile gegenüber den Standard-Charakteren.

Mario Kart Tour verzichtet nicht auf Energie-Timer

Ihr glaubt, dass das noch nicht alles war? In der ersten Beta von Mario Kart Tour gibt es auch einen Energie-Timer, der sich mit jedem Rennstart langsam verringert. Wenn irgendwann keine Energie mehr übrig ist, kann man keine neuen Rennen starten – und muss entweder warten oder mit Geld nachhelfen. Ich werde niemals verstehen, warum ein Entwickler verhindern möchte, dass ich sein Spiel weiterspiele. Aber genau das scheint auch bei Mario Kart Tour der Fall zu sein.

Spielerisch scheint Mario Kart Tour gar nicht mal so schlecht zu sein. Es wird zwar im ungewohnten Portrait-Modus gespielt, das ermöglicht aber eine Steuerung mit einer Hand. Und zumindest in einem ersten Gameplay-Video, das mittlerweile auf YouTube geladen wurde, sieht Mario Kart Tour ziemlich flott aus – zumindest wenn man den ersten 50cc Cup hinter sich gelassen hat. Vor allem aber die Charaktere und der Sound sorgen bei mir durchaus für Lust auf eine Runde mit dem Kart.

Mario Kart Tour soll noch in diesem Sommer für Android und natürlich auch iOS erscheinen. Lasst uns an dieser Stelle einfach mal hoffen, dass sich möglicherweise doch noch etwas am Bezahlmodell ändern wird, auch wenn die Chancen dafür wohl eher sehr gering ausfallen.

Kommentare 10 Antworten

  1. Vielleicht bin ich noch zu müde, aber ich habe den Artikel mehrmals gelesen und verstehe immer noch nicht, warum etwas schlimm und schlimmer und noch schlimmer ist, nachdem die Einführung erst positiv war. Verwirrender Aufbau..

  2. “Ich werde niemals verstehen, warum ein Entwickler verhindern möchte, dass ich sein Spiel nicht mehr weiterspiele.” Ich glaube die meisten Entwickler wollen verhindern, dass du ihr Spiel nicht mehr weiterspielst 😉

  3. Ich kann mir bei bestem Willen nicht vorstellen, wie eine „Ein-Hand-Steuerung“ hier funktionieren soll. Zwischen Item benutzen, Gas/Bremse und Drift wird man wohl kaum mit einem Fingertipp entscheiden können, aber wer weiß.

    Allgemein zu der Politik die Nintendo da fahren will: Scheisse! Das „Demomodell“ mit dem Kaufen der Vollversion verstehe und akzeptiere ich, aber diese drecks In-App-Käufe für Fahrer mit Vorteilen, dieser Energietimer usw – das macht alles kaputt und Nintendo hätte es mehr als NICHT nötig!

    1. Willkommen in der Wirtschaftswelt
      Höher,schneller,weiter Geld ist das was zählt immer mehr schöpfen . (Gibt zwar paar Ausnahmen, aber bekanntlich die Ausnahme bestätigt dies Regel 🤪

      Zb hätte doch jeder mit dem Kopf geschüttelt wenn man früher für 2000 Mark ein Handy gekauft hätte. Ist ja nicht so als würden wir alle in Geld schwimmen 🏊‍♂️
      aber die Mentalität Geld ist bei vielen egal geworden . Sieht man ja Freemium und Abo Modelle überall und anscheinend läufts ja .

    2. Scheinbar haben sie es doch nötig, denn seit der alten Wii die sich wie geschnitten Brot verkauft hat blieben sowohl der WiiU als auch der Switch eben solche Verkaufszahlen verwehrt. Auch für Nintendo brechen andere Zeiten an. Der Markt und die Konkurrenz bleiben nicht stehen.

        1. Ja ist im Grunde ein interessantes Konzept aber imho immer noch nicht bis zum Ende komplett durchdacht. Meine Freundin hat sich gestern eine geholt weil sie Zelda-Fan ist, mal alles für sie eingerichtet und paar Minuten Link beim Abenteuer zugeschaut. Meine Welt war sie noch nie und wird sie auch nie werden. Ich wär schon immer in der PlayStation-Fraktion.

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