Nintendo: Mobile Premium-Spiele machen keinen guten Job

Schon bald will Nintendo mit eigenen Spielen im App Store durchstarten. Doch wie wird das Preismodell aussehen?

Super Mario

Erinnert ihr euch noch an früher? Damals hat man 30 bis 40 Mark in die Hand genommen und hat sich beim Fachhändler seines Vertrauens ein neues Spiel für den Gameboy gekauft. Das konnte man sooft und solange spielen wie man wollte, ohne Einschränkungen. Das ist längst Geschichte, die großen Gewinne werden mittlerweile mit digitaler Ware umgesetzt. Die meisten Umsätze machen allerdings Freemium-Spiele wie Clash of Clans, Hay Day oder Candy Crush Saga.


Noch im Herbst 2015 will nun auch Nintendo ein Stück vom großen Kuchen abbekommen. Die große Hoffnung, dass alte Klassiker portiert werden, hat man allerdings schon vor einigen Wochen zerschlagen. Und auch Premium-Spiele, so wie das tolle Heroki von Sega, wird es von Nintendo wohl nicht geben. „Spiele mit einer einmaligen Bezahlung haben auf smarten Geräten bisher keinen guten Job gemacht“, verkündete Nintendo-Boss Statur Iwata erst kürzlich in einer Fragerunde mit Investoren.

Nintendo will mobile Spiele als ‚free-to-start‘ bezeichnen

Nintendo wird sich im App Store laut eigenen Aussagen zusammen mit der Partnerfirma DeNA auf kostenlos erhältliche Spiele konzentrieren. „Wir wollen allerdings nicht auf die Bezeichnung ‚free-to-play‘ setzen, denn das impliziert man könnte die Spiele kostenlos spielen. Stattdessen verwenden wir die Bezeichnung ‚free-to-start‘, denn hier wird viel besser beschrieben, dass der Einstieg in das Spiel kostenlos sein wird.“

Echte Freemium-Spiele, die ein kostenloses Spielerlebnis versprechen, später aber zum Kauf von In-App-Käufen drängen, könnte es also auch bei Nintendo geben. Allerdings hat man schon auf dem Nintendo 3DS bewiesen, dass man den Nutzern das Geld nicht ohne Ende aus der Tasche ziehen möchte: Beim Spiel Pokemon Rumble World sind die maximalen Ausgaben auf rund 35 Euro beschränkt, danach kann man keine weiteren In-App-Käufe tätigen. Für den App Store wäre das zwar immer noch verhältnismäßig viel, aus unserer Sicht aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.

Was am Ende dabei herauskommen will, wissen wir noch nicht. Umso gespannter sind wir, wenn die ersten mobilen Titel von Nintendo endlich offiziell angekündigt werden. Selbstverständlich bleiben wir für euch am Ball.

(Foto: Depositphotos/maury75)

Anzeige

Kommentare 11 Antworten

  1. Für ein Spiel wie Super Mario World wäre ich durchaus bereit bis 40€ auszugeben.
    Solange sich die inApp Käufe auf Level Freischalten beschränken hätte ich damit kein Problem… vorausgesetzt es gibt eine Controller Steuerung:)

  2. Nintendo sollte sich ein zweites Standbein aufbauen. Das, was sie mit der WiiU leisten, und nun noch mit dem New3DS ist….bedenklich! 2 Spiele für letzteren seit Februar (MM3D, MH4)…..WiiU kennt noch immer jiemand in meinem Frwundeskreis (groß…..30plus so übern Daumen etwas)

  3. Die sollen lieber den 3ds schön weiter pflegen denn nintendo Software spielt sich am besten auf nintendo Hardware. Aussss Bastaaaa

  4. Mann könnte ja auch beides anbieten, und denn Nutzer entscheiden lassen was ihm lieber gefällt.
    Aber das wurde wohl kategorisch ausgeschlossen.

  5. Ich kann verstehen das man gerne einen möglichst großen Gewinn erzielen will, aber muss es immer irgendwas mit in-App-Käufen sein? Man kann doch einfach mehrere Teile machen.

  6. Und uninteressant. Schon alleine mit dieser Einstellung ranzugehen…. Ich behaupte, dass Nintendo auch bei ihren Konsolen und Handhelds den größten Gewinn nicht durch die Hardware macht, sondern durch die Spiele. Würden sie jetzt echte Premium Titel für Smartphone und Tablet machen, dann würden sie die Leute ansprechen, die eben nicht bereit sind noch extra Hardware zum potenten Smartphone dazuzukaufen. Das wäre doch eine Win Win Situation…. Es gibt heute schon Premium Titel um die zwanzig Euro und die verkaufen sich doch auch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2021 appgefahren.de