Nuki Opener im Test: Endlich ist auch die Haustür im Mehrfamilienhaus smart

Tolle Ergänzung zum Smart Lock

Das Nuki Smart Lock nutze ich seit der Markteinführung. Ich habe kurz einen Abstecher zum Danalock gemacht, nach meinem Test aber wieder das Nuki Smart Lock montiert. Auch Version 2.0 ist eine super Sache und funktioniert tadellos.

Wer nur eine Tür öffnen muss, kann so komplett schlüssellos eintreten. Der Großteil wird aber sicherlich in einem Mehrfamilienhaus wohnen und muss die Haustür weiterhin mit dem Schlüssel öffnen. Dieses Problem wollte schon Nello lösen, leider habe ich Nello nie bei mir zum Laufen bekommen – außerdem musste Nello Insolvenz anmelden.

Nuki hat einen ähnlichen Ansatz verfolgt und hat mit dem Nuki Opener nun ein neues Produkt am Markt, das die Gegensprechanlage smart macht. So könnt ihr auch die Haustür im Zusammenspiel mit eurem iPhone öffnen. Ich habe den Opener jetzt eine Woche im Einsatz und bin wirklich super glücklich.

Was ist der Nuki Opener eigentlich?

Der neue Opener ist eine kleine Box, die man mit seiner Gegensprechanlage verbinden muss, damit diese smart die Haustür öffnen kann. In Verbindung mit dem Nuki Smart Lock kann man so von einem komplett schlüssellosen Zugang profitieren.

Die Einrichtung

Im Lieferumfang ist ein kleiner Mini-Schraubendreher enthalten, natürlich kann man auch seinen eigenen nutzen. Zuerst müsst ihr eure Gegensprechanlage öffnen und die Abdeckung abnehmen. Nun werdet ihr zahlreiche Kabel vorfinden. An dieser Stelle sei gesagt: Ihr müsst kein Experte sein, denn in der Nuki-App werdet ihr super angeleitet. Ihr müsst lediglich ein paar Kabel verbinden.

Je nach Gerät müssen die Kabel entsprechend angeklemmt werden. Das ist schon ein wenig fummelig, da die Platine doch sehr klein ist und im Gerät schon viele Kabel vorhanden sind. Zudem ist das Opener-Kabel, das mehrere Adern hat, sehr dünn. Aber wie gesagt: Ihr benötigt keine Vorkenntnisse. Habt ihr einmal alles verdrahtet, müsst ihr das Kabel nur noch am Opener anschließen, den ihr entweder per Klebepad einfach an die Wand klebt oder diesen mit ein paar Schrauben fixiert.

An dieser Stelle sei gesagt: Der Opener ist eine kleine schwarze Box. Diese passt super in die Design-Linie des Smart Locks, auf einer weißen Wand ist der Opener optisch aber kein Highlight. Aber das weiß man ja schon vor dem Kauf.

Opener in der Nuki-App konfigurieren

Nachdem der Opener angeschlossen und montiert ist, startet die Konfiguration. Für einen ersten Test müsst ihr vor die Haustür gehen und in der App den Knopf „Tür öffnen“ drücken. Danach sollte der Opener den Summer betätigen und ihr könnt eintreten. Ist das der Fall, habt ihr alles richtig gemacht und der Opener funktioniert korrekt.

Im Vergleich zu Nello, wird der Opener mit vier AAA Batterien betrieben und funktioniert demnach viel zuverlässiger. Somit ist die Stromversorgung immer gewährleistet, da ihr den Strom nicht von der Hausanlage abzapfen müsst – was in meinem Fall bei Nello nie geklappt hat.

Ebenfalls wichtig: Wer den Opener verwenden will, sollte auch eine Nuki Bridge im Einsatz haben. Da der Opener per Bluetooth kommuniziert und in den meisten Fällen die Reichweite zur Haustür viel zu groß ist, ist die Bridge Pflicht. Nur dann kann man die Haustür auch aus der Ferne öffnen.

Die für mich beste Konfiguration

Gut, die Einrichtung ist abgeschlossen und der erste Test hat funktioniert. Meine Freundin habe ich auch eingeladen. Der Opener bietet verschiedene Funktionen. Der Auto Unlock inklusive „Ring to open“ ist die beste Wahl. Das ganze funktioniert so:

Ihr habt zuvor einen Radius um euer Zuhause festgelegt. Wer diesen Radius mit dem Smartphone verlässt, schaltet den Opener und auch das Smart Lock scharf. Betritt man nun wieder den Radius, wird die „Ring to open“-Funktion des Opener aktiviert. Wenn ihr nun vor der Haustür steht und bei euch selbst klingelt, ertönt wenige Sekunden später der Summer und ihr könnt eintreten.

In den Einstellungen könnt ihr festlegen, wann die „Ring to open“-Funktion deaktiviert werden soll. Wenn man zum Beispiel nur kurz im Radius ist und sich danach wieder entfernt, wird die Funktion beispielsweise nach 10 Minuten deaktiviert, damit keine Fremde durchs Klingeln automatisch reingelassen werden können. Praktisch: Ihr könnt auch einen Dauermodus aktivieren. Wenn ihr zum Beispiel eine Party schmeißt und die Gäste nach und nach kommen, werden diese dann immer automatisch reingelassen.

Zusätzlich gibt es noch einen Button am Opener selbst. Dieser hält zwei Optionen bereit: 1x drücken und 2x drücken. Hier kann man zum Beispiel die „Ring to Open“-Funktion aktivieren oder deaktivieren, den Dauermodus schalten oder auch die Tür öffnen. Ebenso könnt ihr eine Klingelunterdrückung einstellen. Ich habe zum Beispiel bei „Ring to Open“ eingestellt, dass die Klingel dann stumm bleibt. Zudem kann man das Klingelsignal immer unterdrücken, im Dauermodus kann man dieses ebenfalls abschalten.

Optional kann auch der Opener selbst Sounds von sich geben. Zum Beispiel beim Klingeln, beim Öffnen via App, bei Ring to Open oder im Dauermodus. Ich habe hier alle deaktiviert, ich muss die Batterien ja nicht zusätzlich belasten. Die normale Gegensprechanlage funktioniert ja weiterhin wie gewohnt.

In der Praxis sieht das ganze nun so aus: Ich verlasse meine Wohnung mit meinem Smartphone. Die Wohnungstür lasse ich von Nuki Smart Lock 10 Sekunden später automatisch abschließen. Wenn ich nun nach Hause komme, wird „Ring to Open“ aktiviert. Stehe ich vor der Haustür klingel ich bei mir selbst und der Opener öffnet mir die Haustür. Ich laufe bis ins Dachgeschoss und kurz vorher erkennt das Nuki Smart Lock via Bluetooth, dass ich vor der Wohnungstür stehe und mir wird ebenfalls automatisch die Wohnungstür geöffnet. So habe ich mir das schon lange gewünscht! Einfach großartig.

Optional könnt ihr auch über smarte Benachrichtigungen auf Smartphone oder Apple Watch den Öffnungsvorgang manuell anstoßen. In der App lässt sich der Opener oder das Smart Lock auch über einfache Wischgesten bedienen. Diese Optionen bleiben selbstverständlich erhalten.

Im Protokoll könnt ihr sehen, wann wer welches Gerät ausgelöst hat – optional könnt ihr euch auch Push-Nachrichten schicken lassen, wenn zum Beispiel der Sohnemann oder die Tochter nach Hause gekommen ist. Praktisch ist auch die Zeitsteuerung des Openers. Eure Haushaltshilfe kommt immer Mittwochs um 15 Uhr? Dann könnt ihr solch ein Zeitfenster hinterlegen und zwischen 14:50 und 15:20 Uhr kann sich die Haushaltshilfe selbst rein lassen. Der Opener ist ebenfalls mit dem Keypad und Fob kompatibel.

Mein Fazit fällt sehr positiv aus

Der Nuki Opener ist die perfekte Ergänzung zum Nuki Smart Lock. Endlich kann ich schlüssellos meine Wohnung betreten, da ich nun auch die Haustür smart öffnen kann. Und bis auf ein paar Anfangsschwierigkeiten, ein paar Einstellungen waren nicht korrekt, funktioniert nun alles tadellos. Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich eingefleischter Nuki-Nutzer und Fan bin.

Die Kombination aus Nuki Smart Lock, Bridge und Opener (die anderen Erweiterungen sind nice to have) ist wunderbar. Ich möchte diese Kombi nicht mehr missen. Der neue Opener ist für 99 Euro zu haben, die Kombination aus Opener und Bridge kostet 169 Euro. Wer das Komplett-Set kauft, zahlt für Smart Lock, Bridge und Opener 349 Euro. Im Shop von Nuki könnt ihr alle Produkte kaufen.

Hinweis: Prüft bitte auf dieser Sonderseite, ob der Nuki Opener mit eurer Gegensprechanlage kompatibel ist. In Kürze werden wir euch auch zeigen, wie man den Opener nutzen kann, um das Garagentor smart zu steuern.

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Kommentare 12 Antworten

  1. Ja, gut. Ein „Feature“ welches 99€ jetzt nicht unbedingt wert wäre. Würde mir wünschen, dass auch ohne Ring to Open aufmachen kann, schließlich ist die Bridge ja im Haus.

  2. Gut, dass es eine Alternative gibt, sollte mein (sehr zuverlässiges) Nello jemals aufhören zu funktionieren. Vielleicht sollte Nuki die Jungs einfach aufkaufen, da sie nicht nur die Idee, sondern sogar das Gehäusedesign geklaut haben.

  3. Basiert das auf der gleichen Technik wie Nello. Hat bei der Siedle Anlage im Haus zu erheblichen Problemen geführt. Die Gegensprechanlage war quasi für alle Nachbarn nicht mehr nutzbar. Es hat nur noch laut gequietscht.

  4. Und irgendwann wird das System gehackt und 1 Million Haustüren werden auf einen Schlag geöffnet. Das wäre dann mal ein richtiger „Tag der offenen Tür“ 🤣

  5. Mein Nello funktioniert tadellos mit dem Strom der Gegensprechanlage. Da halte ich Batterien beim Nuki für die zweitbeste Lösung – auch ökologisch. Außerdem braucht man für Nello keine teure Bridge.
    Falls Nuki aber einen Garagentorantrieb auslösen kann, wird es trotzdem sofort gekauft. Schade, dass das mit Nello nicht geht. Ich warte schon sehnlich auf euren Garagen-Report.

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