Offizielle Geocaching-App: Groundspeak verärgert Nutzer mit neuem Update

Auch ich bin gelegentlich mit der Geocaching-App auf digitale Schnitzeljagd gegangen.

Geocaching

Die Entwickler von Groundspeak, die hinter der offiziellen Geocaching-App für das iPhone stecken, haben sich mit ihrem neuesten Update für ihre Anwendung allerdings wohl kaum Freunde gemacht. Im Gegenteil: Nachdem Version 3.8 am 9. März dieses Jahres im deutschen App Store veröffentlicht worden ist, gibt es haufenweise schlechte Bewertungen für die Geocaching-App (App Store-Link). Letztere erfordert iOS 8.0 oder neuer zur Installation und ist etwa 55 MB groß sowie in deutscher Sprache nutzbar.

In den letzten Jahren hat sich Geocaching, eine Art digitale Schatzsuche mittels GPS-Gerät und versteckten kleinen Geocaches, zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung für Outdoor-Fans und Familien entwickelt. Der Einsteig in diese interessante Tätigkeit könnte einfacher nicht sein: Ein iPhone reicht schon völlig aus, um selbst auf Schatzsuche zu gehen.

Die offizielle Geocaching-App von Groundspeak war bei diesem Vorhaben daher immer eine gute Wahl und kam auch bei mir oft zum Einsatz. Mit dem Update auf Version 3.8 vom 9. März jedoch, das mit einem kompletten Re-Design samt neuem App-Icon einher gegangen ist, wird die ehemalige kostenlose Geocaching Intro-App mit der umfangreicheren und bis dato mit 9,99 Euro zu Buche schlagenden Geocaching Classic-App (App Store-Link) zusammengelegt. Letztere Anwendung lässt sich nur noch bis zum 23. März aus dem App Store herunterladen, danach soll man auf die neue Anwendung umsteigen.

Den Nutzern der neuen App scheint diese Vorgehensweise aber nicht zu gefallen: Bei über 160 Bewertungen im deutschen App Store kommen aktuell lediglich 1,5 von maximal 5 Sternen für die gegenwärtige Version 3.8.1 zustande. Neben fehlenden Funktionen wie die Möglichkeit, Caches in einer Offline-Liste zu sichern, ist es auch die App-Performance auf älteren Geräten, die den Usern sauer aufstoßen, sowie das neue Bezahlmodell von Groundspeak.

Einschränkung für Gratis-User der Geocaching-App

Schon vorher war es nur Premium-Nutzern (9,99 Euro/Monat bzw. 29,99 Euro/Jahr) der Geocaching Classic-App möglich, alle Geocaches in der näheren Umgebung anzusehen und weitergehende Funktionen zu nutzen. Nun jedoch besteht für Gratis-Nutzer in der Anwendung nur noch die Option, einige wenige Caches in der Nähe anzusehen – Multi- und Rätsel-Caches werden nicht mehr angezeigt, zudem sind nur noch Traditionals mit einer Schwierigkeit von bis zu 1,5 einsehbar. Durch diese Einschränkung kann die App für Interessierte kaum mehr genutzt werden, da die Caches, die wirklich in der Nähe sind, aus den obigen Gründen nicht angezeigt werden.

Und wie schon so häufig geschehen, sind auch in diesem Fall Besitzer der mit 9,99 Euro nicht ganz günstigen Geocaching Classic-App ebenfalls die Leidtragenden – die App wird in wenigen Tagen aus dem App Store verschwinden und nicht mehr weiterentwickelt werden. Denn auch Premium-Nutzer haben in der neuen Geocaching-App keine Verbesserungen zu entdecken, im Gegenteil. So schreibt Altmc666 in den Rezensionen im App Store, „Ich habe auch noch keine Möglichkeit gefunden, mir bei der neuen App meine Souvenirs anzuschauen. Es scheint auch nicht möglich zu sein, entdeckte TBs direkt als entdeckt zu loggen. […] Mein Fazit: Die neue App muss dringend gründlich überarbeitet werden.“

Als gute und übersichtliche Alternative empfehlen wir daher einen Blick auf Looking4Cache Pro (App Store-Link), die zwar auch mit 8,99 Euro zu Buche schlägt, aber sich seit Jahren im App Store mit voller 5 Sterne-Bewertung bewährt hat.

Kommentare 16 Antworten

  1. Seit 3 Jahren bin ich gelegentlicher geocacher und hatte immer viel Freude daran. Die 7€ die ich damals einmalig investiert habe, fande ich gut angelegtes Geld. Das was hier groundspeak sich leistet ist eine bodenlose Frechheit. Dann werde ich wahrscheinlich auf die genannte Alternative umsteigen.

  2. Was man allerdings auch anmerken muss, ist, dass alle Caches die geladen wurden offline gespeichert werden. Inklusive Karte!
    Insofern sind die Listen vielleicht auch uberflussig.

  3. Hatte testweise das Intro drauf vor einer weile…. War völlig unzufrieden mit der App und bin auf die Vollversicherung von L4C umgestiegen….. Wirklich gelungen wie ich finde und weit umfangreicher als der Orginal Schrott 🙂

  4. Was passiert denn eigentlich mit meiner Classic App, wenn sie offiziell eingestellt wird? Kann ich die einfach weiterbenutzen? Damit könnte ich leben. Das aktuelle Update (und auch das davor) habe ich wohlweislich nicht durchgeführt.

    Ansonsten hätte ich als Premium Mitglied zwar nicht die genannten schmerzhaften Einschränkungen, aber soweit ich es mit der „kostenlosen“ App ausprobiert habe, ist die Performance unter aller Sau.

    Zum Glück gibt es inzwischen mehrere gute Alternativen, allen voran das Looking4Cache, das stetig weiterentwickelt wird.

  5. Ach übrigens: hier im Artikel ausgerechnet die kritische Rezension anzuführen, die sich über fehlende Souvenirs aufregt, ist ein bisschen peinlich. Diese virtuellen Souvenirs sind echt das letzte, was ich in der App vermissen würde.

  6. Geocaching… das waren noch Zeiten! Ich habe zu Hause noch drei GPS Geräte rumliegen. Irgendwann habe ich den Spaß an der Sache verloren. Mit einem iPhone habe ich nur einmal Geocaching gemacht, es muss verdammt blöd ausgesehen haben, als ich mit dem iPhone mitten in einer Großstadt die ganze Zeit an der Telefonzelle rumgemacht habe. Naja, die Genauigkeit war katastrophal. Für Smartphone-Cacher sind Hinweise absolutes Pflichtprogramm. Wer sich wirklich fürs Cachen interessiert, der sollte in ein Garmin investieren. Ist schon eine schöne Sache, wenn man der man auch noch im tiefsten Wald auf 3m an den Cache herangeführt wird und nicht den ganzen Wald zertrampeln muss.

    1. Das kann ich definitiv nicht bestätigen. Zum einen bin ich durchaus mit dem Smartphone in der Lage, einen Cache auch ohne Hinweise zu finden, dank verschiedener Openmap-Karten und Satellitenbild, zum anderen springt im Wald oder anderem unwegsamen Gelände auch beim GPS-Gerät das Signal – beide Geräte haben ihre Berechtigung und ihren Anwendungsbereich. Das Telefon eher innerstädtisch (gerade wegen der Netzabdeckung, aber auch der Möglichkeit, aufs Internet zuzugreifen), das GPS-Gerät in Gegenden mangelnder Handynetzabdeckung. Ich habe kein Problem, mit beiden Geräten zu arbeiten. Was ich da schon eher bekloppt finde, ist es, drei GPS-Geräte zu besitzen… 😉

      1. Okay, ich habe über 860 Caches gefunden, unterwegs war ich hauptsächlich nur im Wald. Und da war ein richtiges GPS-Gerät schon etwas feines. Extreme Sprünge hatte ich ab und zu natürlich auch, aber meistens waren die Geräte schon sehr genau. Die mehreren GPS Geräte beruhen tatsächlich auf Fehlinvestitionen. Beim ersten Gerät musste man die Koordinaten Ziffer für Ziffer eingeben. Und dann gab es nur einen Pfeil und eine Entfernungsanzeige, auf Dauer zu nervig. Beim zweiten Gerät konnte ich Caches einspeichern und Routen per gpsies (tolle Internetseite übrigens) auf das Gerät laden. Als dann bei mehreren Touren Mauern oder andere Hindernisse im Weg waren und man alles großflächig umfahren musste, kam das dritte Gerät mit Kartendarstellung. Soviel dazu 😉

    2. Also Fasan mit einem Smartphone keine Cache vernünftig finden kann und immer einen Hinweis benötigt, das kann ich nicht bestätigen. Mit über 4200 Funden in 8 Jahren, ohne dabei ein Garmin oä. Jemals zu besitzen, weiß ich, wovon ich rede. Ich habe angefangen mit einem Nokia Handy mit ext Bluetooth GPS Empfänger und bin dann irgendwann aufs iPhone umgestiegen, als der Support für Symbian eingestellt wurde. Seit dem bin ich damit sehr zufrieden und kann mich über mangelnde Genauigkeit nicht Beschweren. Was ich aber am besten finde, das ich flexibel bin und nicht abhängig von Pocket Querys bin. Ich kann einfach überall loslegen und einen Cache suchen, das geht mit einem Garmin nicht, das muss ich ja erstmal „füttern“ mit Caches. Aber trotzdem jedem so, wie es ihm gefällt. Es ist ein Spiel für ALLE, und jeder sollte den anderen so spielen lassen, wie er es mag.

    3. Sorry, du bist wahrscheinlich schon zu 3GS -Zeiten ausgestiegen. Mein Garmin liegt eigentlich nur noch im Handschuhfach! (Ausnahme siehe unten)
      Seit 2011 bin ich regelmäßig am Cachen und seit 2012 auch PremiumMember.
      Ich komme sehr oft, bis auf !1 Meter! an die gesuchten Caches ran!!!
      Sorry man, aber du scheinst echt schon zu lange raus zu sein!!!

      Wobei ich dir vollkommen Recht gebe, ist das Einmessen von Caches. Warum dies mit Smartphones grundsätzlich scheitert, ist mir ein Rätsel!? Dafür nutze ich nur mein Garmin.
      Bei uns in Ahrensburg (nordöstlich von HH) hatten wir in den letzten Jahren leider ein paar Geocaching-Neueinsteiger, die es nicht besser wußten und nur ihr Telefon zum Einmessen verwendet haben. 70 Meter im Off … auf ner eingezäunten Kuhwiese … nicht lustig.

  7. Was unter den Tisch gekehrt würde bei all der App Diskussion, nicht Premium Mitglieder sind generell so kastriert worden. Nur noch die Homepage und Apps die ohne API darauf zugreifen, zeigen mehr als die paat Tradis an. Groundspeak führt hier einen Premiumzwang ein und hat zum Schnuppern jetzt das 14.99€ Abo eingeführt.

  8. Ich hoffe die fallen damit richtig auf die fresse. Finde es richtig mies. Ohne die User würde es dieses Netzwerk garnicht geben. Totale Frechheit.

  9. die neue App und die neue Politik sind für mich das Ende vom GC. Als Gelegenheitscacher der mit Kiddis am Sonntag gerne mal raus geht und eine kleine Schatzsuche macht sind 30,- im Jahr nicht akzeptabel, meine erstellen (Multi-) Caches stelle ich auch niemanden in Rechnung die 1000den Cacher die die Cache hegen und pflegen sind zurecht verärgert und das Wort „Abzocke“ fällt m.E. nicht zu unrecht wiederholt.
    Schade, schade, hat Spass gemacht……

    PS: Das die Alternatiove L4C ja auch mit Groundspeak verbandelt ist, glaube ich nicht das diese Alternative lange bestand haben wird wenn nun der Massen-Wechsel vollzogen wird. Mal sehen….

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