Polamatic by Polaroid: Foto-App kreiert Werke im Stil von Polaroid-Sofortbildkameras

Analogfotografie wird immer teurer: Filmmaterial für Mittelformat- und Sofortbild-Vorhaben wird langsam unerschwinglich. Gut, dass es Apps wie Polamatic gibt.

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Von Apple derzeit in der Rubrik „Die besten neuen Apps“ im Store aufgeführt, hat die bereits im Mai 2012 im App Store aufgeschlagene Applikation am 15. Januar dieses Jahres ein größeres Update bekommen. Erhältlich ist Polamatic derzeit in der iPhone und iPod Touch-Variante (App Store-Link) für kleine 89 Cent, die iPad-Version (App Store-Link) schlägt mit 1,79 Euro zu Buche – letztere wurde allerdings noch nicht geupdated. Dank weniger als 45 MB lassen sich beide Apps auch noch aus dem mobilen Datennetzwerk laden, sofern man auf diese Möglichkeit angewiesen ist.


Polamatic ist tatsächlich eine offizielle Applikation von Polaroid und wird sogar auf deren Website vermarket. Trotzdem sollte man sich bewusst sein, dass mit einer iPhone- oder iPad-App produzierte Werke wohl niemals ganz an die analogen Ergebnisse einer Polaroid-Sofortbildkamera heranreichen werden. Nach einigen Versuchen mit der iPhone-App bin ich allerdings ziemlich erstaunt über die Detailtreue und wirklich gut gemachten Filter und Rahmen – und ich habe in den letzten Jahren bereits einige echte Polaroids geschossen und entwickelt.

Mit Polamatic lassen sich sowohl bereits vorhandene Fotos aus der Bibliothek verarbeiten, als auch direkt aus der App heraus fotografieren. Hat man diesen Schritt hinter sich gebracht, der lustigerweise mit einem Sofortbildkamera-typischen Surren und Ausgabegeräusch quittiert wird, kann man sich direkt daran machen, das Motiv zu bearbeiten. Zur Verfügung stehen seit dem Update auf Version 4.0 in der iPhone-App ganze 36 Polaroid-Filter, bei denen von verschiedenen Schwarzweiß-, über Sepia-, bis hin zu Farbeffekten mit typischen Polaroid-Merkmalen wie Verfärbungen und niedrigen Kontrasten abgedeckt werden.

Mit dem Update von Polamatic wurden außerdem neue Möglichkeiten im Rahmen- und Beschriftungs-Bereich geschaffen. Die quadratischen Fotos können in 36 unterschiedliche Umrandungen eingebunden werden – dies sind Formate der Sofortbilder, die mit ihrem breiten Rand und der feinen Riffelung auffallen. In der Auswahl finden sich neben mit Tape beklebten Varianten auch verschmutzte oder zerknitterte Rahmen, die für einen echten Vintage-Look sorgen. Abschließend können die Werke, sofern gewünscht, seit Version 4.0 auch noch mit Text versehen werden. Hier stehen ebenfalls 36 Schriftarten bereit, die in Farbe, Ausrichtung und Größe verändert werden können.

Hat man seine Bearbeitung beendet, lassen sich die Polaroid-Fotos entweder in der Camera Roll speichern, aber auch per Mail verschicken, sowie bei Facebook und Twitter teilen. Eine Export- und Kopierfunktion steht zudem bereit, sollte man Drittapps nutzen wollen. Besonders hervorzuheben ist das hochauflösende Format, mit dem die Bilder gespeichert werden: Hier sind 2282 x 2771 Pixel möglich, was auch für größere Ausdrucke genügen sollte. Auch wenn natürlich nichts über echte Polaroid-Bilder geht, bietet die Polamatic-App zumindest auf dem iPhone eine gute und preiswerte Möglichkeit, Fotos mit ähnlicher Ästhetik zu schaffen.

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