Sechs Kinder-Lautsprecher im Vergleich: Mehr als nur die Toniebox

Welcher Kandidat ist euer Favorit?

Erinnert ihr euch nach an damals? An die Zeit der Hörspiel-Kassetten im Kinderzimmer? An das Umdrehen und Zurückspulen? An den gelegentlichen Bandsalat? Ich habe in meiner Kindheit etliche Stunden mit Geschichten von Benjamin Blümchen verbracht. Mittlerweile haben die Kinder im Kinderzimmer deutlich mehr Auswahl – und insbesondere eine Box zeichnet sich dafür verantwortlich.

Wir wollen euch in diesem Artikel einen kleinen Überblick mit den wichtigsten Eckdaten über die aktuell auf dem Markt verfügbaren Kanditen liefern. Eigene Erfahrungen dürft ihr sehr gerne in den Kommentaren schildern.


Toniebox: Der bekannteste Kinder-Lautsprecher

Bereits 2013 beschäftigten sich Patric Faßbender und Marcus Stahl mit der Idee, ein digitales Abspielgerät für Kinder zu entwickeln. Heraus kam die Toniebox, die im Sommer 2016 mit zunächst 14 Tonies startete. Tonies sind die kleinen Figuren, dank denen die Toniebox über einen integrierten NFC-Chip Hörspiele aus der Cloud herunterladen, speichern und abspielen kann.

Die Toniebox punktet vor allem mit der kinderleichten Bedienung: Eine Figur auf den Lautsprecher zu stellen, das schaffen selbst die allerkleinsten Kids. Falsch machen kann man hier wirklich nichts. Die Anschaffungskosten sind allerdings enorm: Eine Hörspiel-Figur kostet durchschnittlich 15 Euro. Etwas günstiger sind die sogenannten Kreativ-Tonies, die per Online-App mit bis zu 90 Minuten eigener Inhalte bestückt werden können.

Die Toniebox setzt auf einen eigenen Lade-Anschluss und bietet ansonsten nur einen Kopfhörer-Anschluss. Insgesamt gesehen ein Lautsprecher für kleinere Kinder ab einem Alter von einem Jahr.

Das Fazit: Toniebox

Der absolute Klassiker im Kinderzimmer, perfekt für die ersten Audio-Erlebnisse gemacht.

Hardware
Bedienung
Preis/Leistung
Angebot
Toniebox Starter Set inkl. 1 Kreativ-Tonie-Figur – Audioplayer für Hörbücher und...
  • Toniebox Starter Set – Die Toniebox ist ein innovativer Audioplayer für Kinder, der sich hervorragend für Gute-Nacht-Geschichten, als Spieluhr...
  • Leichte Bedienung – Dank des durchdachten Designs ist die tragbare Box leicht zu bedienen: Einfach die Tonie-Figur auf die Box stellen und los...

Tigerbox: Mit eigenem Streaming-Dienst

Bei uns hat die Tigerbox die Toniebox abgelöst, denn mit ihr hat unser mittlerweile fünf Jahre alte Sohn deutlich mehr Möglichkeiten. Zwar kann man die Tigerbox ganz ähnlich wie die Toniebox mit einzelnen Hörspielkarten bestücken, das machen aber nur die Wenigsten. Stattdessen kommt ein Streaming-Abo zum Einsatz, das rund 90 Euro pro Jahr kostet.

Dafür gibt es unbegrenzten Zugriff auf tausende Hörspiele und Kinderlieder. Die Vorauswahl erfolgt per App, im Anschluss können die Kinder die Geschichten einfach selbst über einen Touchscreen auswählen. Das klappt bei uns in der Praxis wirklich wunderbar.

Geladen wird die Tigerbox über einen USB-C-Anschluss. Die neueste Generation verfügt sogar über Bluetooth, um kabellose Kopfhörer verwenden zu können. Es gibt dafür aber auch einen klassischen Anschluss.

Das Fazit: Tigerbox

Gibt etwas älteren Kindern die Möglichkeit, selbst Inhalte zu entdecken. Bedeutend mehr Auswahl, das Abo ist aber quasi Pflicht.

Hardware
Bedienung
Preis/Leistung
Angebot
tigermedia tigerbox Touch Plus grün mit extra Langer Akkulaufzeit und Bluetooth...
  • Die smarte Hörbox für Kinder - jetzt mit dem PLUS! Die tigerbox TOUCH PLUS ist die smarte Hörbox mit Touchdisplay, überragendem Stereo-Klang,...
  • Durchdachte Features: Altersfilter, Sleeptimer, Einstellung von täglicher Nutzungsdauer und Nutzungszeitfenstern, Nachtlicht u.v.m.

Hörbert: Der etwas andere Ansatz

Auf ein komplett anderes Prinzip setzt die Alternative Hörbert. Das in Form eines kleinen Radios aus hochwertigem Holz gefertigte System wird mit einer SD-Karte bestückt und bietet 10 Auswahl-Tasten, mit denen Kindern das von den Eltern auf der Speicherkarte hinterlegte Hörspiel starten können.

Als alternative Wiedergabemöglichkeiten bietet Hörbert einen Zugriff auf Web-Radios und kann auch als klassischer Bluetooth-Lautsprecher im Zusammenspiel mit einem Smartphone oder Tablet verwendet werden. Ein Highlight: Hörbert kann mit zwei Bluetooth-Kopfhörern gleichzeitig gekoppelt werden.

Folgekosten gibt es bei diesem Modell keine – allerdings muss man Hörspiele selbst „besorgen“. Dafür ist der Preis mit 259 Euro aber auch deutlich höher.

Das Fazit: Hörbert

Made in Germany mit nur 2 Prozent Plastik-Anteil. Hörbert hat einen ganz anderen Ansatz gewählt, ist damit aber leider immer noch etwas unter dem Radar unterwegs.

Hardware
Bedienung
Preis/Leistung
hörbert Musikbox für Kinder. Vorbespielt mit Deutschen Inhalten. Aus Holz mit 9...
  • Musikbox für Kinder aus Holz
  • Kinderleichte Bedienung mit 9 Playlists

SpeakerBuddy: Die günstige Alternative?

Lidl hat schon den Thermomix kopiert und macht auch vor der Toniebox nicht Halt. Herausgekommen ist der Speakerbuddy. Ein kleiner Kinder-Lautsprecher, der mit kleinen Chips gefüttert wird, um Hörspiele abzuspielen. Allerdings gibt es hier weitaus weniger Auswahl, zu Höchstzeiten gab es für den SpeakerBuddy etwas mehr als 40 Hörspiele.

Der SpeakerBuddy punktet neben den geringen Kosten mit einigen pfiffigen Details. Das integrierte Nachtlicht zum Beispiel. Oder die Tasten zum Vor- und Zurückspulen. Und der universelle USB-C-Anschluss.

Vom Kauf raten wir aktuell aber dringend ab, denn sowohl in den Märkten als auch im Online-Shop von Lidl gibt es derzeit keine Hörspiel-Chips für den SpeakerBuddy zu kaufen.

Das Fazit: SpeakerBuddy

Eigentlich eine ziemlich spannende, da kostengünstigere Alternative. Allerdings derzeit komplett ohne neue Inhalte fast wertlos.

Hardware
Bedienung
Preis/Leistung

SpeakerBuddy Kinder-Lautsprecher

57,99 EUR

Echo Dot Kids: Alexa im Kinderzimmer

Der smarte Lautsprecher, der bereits etliche Smart Homes erobert hat, ist auch in einer besonderen Edition für Kinder erhältlich. Im ersten Jahr ist sogar Amazon Kids+ inklusive, das unter anderem kindgerechte Hörspiele und Alexa Skills bietet. Von Haus aus ist zudem eine Kindersicherung integriert, damit nicht einfach fiese Rap-Songs abgespielt werden können.

Besonders spannend: Der Echo Dot Kids kommt mit einer 2-jährigen Sorglos-Garantie. Selbst bei eigenem Verschulden wird der Lautsprecher von Amazon kostenlos ersetzt.

Die Bedienung läuft bei diesem Lautsprecher hauptsächlich über Sprachbefehle – das ist zunächst einmal wenig intuitiv, vor allem für kleinere Kinder.

Das Fazit: Echo Dot Kids

Ein für Kinder optimierter Alexa-Lautsprecher, der genau deswegen aber einen spannenden Vorteil bietet: Er kann später wie ein normaler Echo Dot weiter verwendet werden.

Hardware
Bedienung
Preis/Leistung
Angebot
Echo Dot Kids (5. Gen., 2022) | Smarter WLAN- und Bluetooth-Lautsprecher mit Alexa |...
4.751 Bewertungen
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  • WIR STELLEN VOR: ECHO DOT KIDS – Unser beliebtester smarter Lautsprecher mit Alexa, für Kinder entwickelt (kein Spielzeug). Der verbesserte...
  • LERNEN UND SPASS – Kinder können Alexa bitten, Musik abzuspielen oder Gutenachtgeschichten vorzulesen. Alexa kann auch beim Mathe lernen helfen und...

MuPiBox: Eine mögliche Idee für Bastler

Ihr wollt euch euren eigenen Kinder-Lautsprecher bauen? Mit dem Projekt MuPiBox ist das kein Problem. Auf der Webseite des Anbieters findet ihr alle benötigten Einzelteile sowie ausführliche Anleitungen.

Heraus kommt ein Lautsprecher, der lokale Musikdateien sowie Streams von Spotify und aus dem Internet abspielen kann. Die Bedienung erfolgt über einen Touchscreen und ein eigenes Betriebssystem.

Die MuPiBox kann auch fertig gekauft werden, je nach Ausführung liegen die Kosten hier bei 50 bis 80 Euro. Definitiv aber eine Sache, mit der sich Mama und Papa beschäftigen müssen.

Das Fazit: MuPiBox

Ein absolut einzigartiger Kandidat, bei dem man alles selbst in der Hand hat. Design und Features werden selbst festgelegt. Einfach Auspacken und Loslegen ist heir allerdings kaum möglich.

Hardware
Bedienung
Preis/Leistung
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Kommentare 8 Antworten

  1. Wir sind bei beiden Kindern mit der Toniebox gestartet. Beide nutzen die auch weiterhin, beide haben aber auch mittlerweile einen HomePod Mini im Zimmer. Da laufen die Hörspiele auch hoch und runter…

  2. Frage zum Hörbert:
    Kann über die 10 Tasten nur zwischen einzelnen Hörspielen gewechselt werden oder zwischen 10 Ordnern (also 10 Hörspiel Serien)?

    1. jede Taste entspricht einem Ordner auf der SD Karte. Wird der entsprechende Ordner schon abgespielt, geht man mit erneutem Tastendruck zur nächsten Datei in dem Ordner.

  3. Wir haben den Hörbert seit mittlerweile 4 Jahren im Einsatz und sind immer noch sehr zufrieden. Verarbeitungsqualität, Ton und Handling sind top und unser Kind kam bereits mit drei Jahren sehr gut damit zurecht. Dass vergleichsweise wenige Hörspiele drauf sind (wir haben eines pro Knopf) war lange Zeit eher Vor- als Nachteil, da das Einschlafen mit bekannten Hörspielen viel besser funktioniert hat, als mit neuen – da möchte man ja wissen, wie die ausgehen. 😉
    Wir betreiben das Gerät mit 4 AA-Akkus (Eneloop) und trotz fast täglichem Einsatz reicht es, wenn ich die Akkus gefühlt einmal im Monat nachlade.

    Der Anschaffungspreis tut erstmal etwas weh, ich halte den Hörbert aber dennoch für preiswert, zumal er auch bei Kleinanzeigen sehr preisstabil ist.

  4. Unser Kind hat seit ca. 4. Geburtstag eine alte Sonos-Box im KiZi, eine Sonos 1, bestimmt 15 Jahre alt. Die spielt immer noch brav alles ab, von Deezer, wo es für 500 Jahre ausreichend Hörspiele und Musik gibt, über alle anderen Streamer und Dateien vom Server. Klar, „Platte wechseln“ müssen die Eltern, aber wenn eine (laaange) Playlist erstmal läuft, kann das Kind die selbst aus- und wieder anschalten.

  5. Wir haben uns für die Tigerbox entschieden. Ausschlaggebend war hier das Streaming-Angebot, schöneres Design und das Display. Noch benutzen wir die Tigercards, weil sie dann nicht ständig zwischen den Hörbüchern wechselt, sondern bewusst etwas auswählt. Sie ist 3 und wenn sie älter ist, dann nutzen wir das Streaming.

    Negativ: 1) Durch das Display schwindet der Akku sehr schnell und man ist gefühlt ständig am Laden. 2) Unsere Tochter will ständig die viel cooleren Toniefiguren 😀

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