Telegram Premium: Das Bezahl-Abo kommt noch in diesem Monat

Das soll sich beim Messenger ändern

Ich habe Telegram (App Store-Link) zwar auf meinem iPhone installiert, nutze es aber wirklich nicht regelmäßig. Tatsächlich bin ich nur in einigen wenigen Gruppen angemeldet, um auch unterwegs mit dem iPhone schnell auf einige Informationen zurückgreifen zu können.

Solltet ihr den Telegram Messenger dagegen intensiver und regelmäßiger nutzen, könnte euch die Ankündigung des Gründers Pavel Durov durchaus interessieren: Es kommt ein Premium-Abo für Telegram. Und das sogar noch in diesem Monat.


Bereits in der Vergangenheit hat Telegram verschiedenen Möglichkeiten der Finanzierung getestet, unter anderem auch die Anzeige von Werbung in privaten Chats. Das sei sogar sehr erfolgreich gewesen, allerdings ist man der Überzeugung, dass das nicht der Weg der Finanzierung sein sollte. Stattdessen will man Premium-Funktionen anbieten, die von denen bezahlt werden sollen, die Telegram intensiv nutzen.

Eine der Funktionen, die in der Vergangenheit besonders häufig nachgefragt wurde, ist das Versenden von besonders großen Dateien. Bis zu 4 GB sollen sich demnächst auf einen Schlag über den Messenger verschicken lassen. Und genau das könnte der Ansatz von Telegram sein: Wer spezielle Funktionen nutzen möchte, der muss bezahlen.

Telegram Premium soll rund 5 US-Dollar pro Monat kosten und noch im Juni starten. Man darf gespannt sein, was Nutzerinnen und Nutzern dafür als Gegenwert geboten wird.

‎Telegram Messenger
‎Telegram Messenger
Entwickler: Telegram FZ-LLC
Preis: Kostenlos

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Kommentare 18 Antworten

  1. Solange Telegram (Gruppen-)Chats nicht standardmäßig Ende-zu-Ende verschlüsselt, kommt mir dieser Messenger auf keines meiner Geräte.

  2. Ich frage mich, ob es bei einem Gruppenchat eine richtige Ende-zu-Ende Verschlüsselung geben kann. Oder übernimmt das eine Ende nicht ein zentraler Server?

    1. Ja, natürlich geht das. Bei Threema, Signal und auch WhatsApp sind Gruppenchats Ende-zu-Ende verschlüsselt.

      Threema stellt sogar ein Cryptography Whitepaper auf der Internetseite bereit, wo auch explizit auf diesen Punkt eingegangen wird.

      Die Verschlüsselung von WhatsApp (auch Gruppenchats) basiert auf der Verschlüsselung von Signal (ehemals entwickelt von Open Whisper Systems).

      Lediglich Telegram bietet keine Ende-zu-Ende Verschlüsselung für Gruppenchats an. Und bei Einzelchats muss man die erst explizit aktivieren. Was bei Telegram verschlüsselt wird, ist die Übertragung an die Server, was als Transportverschlüsselung bezeichnet wird und sowieso Standard sein sollte.

      Jeder, der Zugriff auf die Server von Telegram hat, kann also alle Chats lesen und im schlimmsten Fall auch an anderer Stelle veröffentlichen. Das bezieht auch Personen („Hacker“) ein, die aufgrund einer Sicherheitslücke Zugriff auf die Server bekommen.

        1. @Bhutzler: Ich hoffe, du bist offen dafür, dir das Ganze erklären zu lassen. Denn der im Artikel beschriebene Fall bezieht sich keineswegs auf die E2E Verschlüsselung. Die ist nach wie vor gegeben.

          WhatsApp bietet jedoch die „Funktion“, Teilnehmer einer Gruppe zu „melden“. Das bedeutet, in diesem Fall werden tatsächlich die letzten Nachrichten des gemeldeten Nutzers unverschlüsselt an WhatsApp übertragen, wo dann Mitarbeiter von WhatsApp (von dir als Moderatoren bezeichnet), die Nachrichten lesen und hinsichtlich eines Verstoßes bewerten.

          Nicht umsonst werden einige Messenger als sicherer bezeichnet als andere. Fakt ist jedoch, dass Telegram bezüglich Datensicherheit der schlechteste unter den bekannten Messengern ist.

          Ich finde es nur wichtig, dass anderen bewusst ist, worauf sie sich einlassen. Dann kann jeder auf Basis der Informationen entscheiden, ob er das Risiko eingehen möchte.

          Und mir ist ebenfalls bewusst, dass diese Themen schwierig zu greifen sind für alle, die nicht unbedingt beruflich damit zu tun haben.

          1. @Kai: Danke für Deine ausführlichen Erklärungen. Echt Top! Klar bin ich offen mit das erklären zu lassen. Ich frage mich dennoch, wie geheim eine private Konversation sein muss. Sind das echt Daten, die so schützenswert sind? Aber natürlich ist es sinnvoll das im Hinterkopf zu haben. Bankdaten und manche Fotos sollte man sich besser verkneifen

          2. @Bhutzler: Du magst Recht damit haben, dass 99% der Konversationen belanglos für 99% deiner Mitmenschen sind, aber dann gerät doch mal ein unüberlegter Satz über deine Freundin/Frau, deinem Arbeitskollegen oder Chef ins Internet und schon kann das Konsequenzen für dich haben.

            Oder jemand wird hierdurch geoutet, obwohl das in der heutigen Zeit kein Problem mehr darstellen sollte, gibt es genug Gründe, warum private Kommunikation auch wirklich privat bleiben sollte.

            Eine Kommunikation über Telegram bedeutet übrigens auch, dass diese permanent gespeichert bleibt und erst Jahre später „missbraucht“ werden kann, wo die Welt vielleicht schon wieder ganz anders aussieht.

          3. Das schwache Glied der Kette, sind die Teilnehmer solcher Chats, die die Inhalte weitergegeben können. Screenshots bleiben nämlich möglich.

          4. @ Plebejer: Das Vertrauen in den/die Kommunikationspartner muss natürlich ebenso vorhanden sein, wie in den Messenger selbst. Aber es macht schon einen Unterschied, ob eine private Konversation von einem der Teilnehmer veröffentlicht wird, den man in den meisten Fällen persönlich kennt, oder von einem gänzlich unbekannten Dritten, weil der Chat unverschlüsselt irgendwo auf einem Server liegt.

        2. Für alle, die sich etwas besser auskennen, hier findet ihr das Cryptography Whitepaper von Threema:

          https://threema.ch/press-files/2_documentation/cryptography_whitepaper.pdf

          Auf Seite 8 steht ein Absatz zu Gruppenchats.

          Und hier von WhatsApp:

          https://www.whatsapp.com/security/WhatsApp-Security-Whitepaper.pdf

          Auf Seite 10 steht, wie der Ablauf der Verschlüsselung bei Gruppenchats ist.

          Die Dokumentation von Signal findet ihr hier:

          https://signal.org/docs/

  3. Na endlich und wieder ein ABO mehr, viele können doch sicher bald 30 bis 50% Ihres Monatseinkommen direkt an Apple überweisen 😉

      1. Du wolltest eigentlich „Biden“ schreiben und dann ist dir „Putin“ raus gerutscht, oder? Aber du bist nicht alleine, schon russische Parlamentarier sind darauf reingefallen.

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