360fly im Test: Diese Action-Kamera filmt rundherum

Mit der Panono Kamera haben wir euch letzte Woche schon ein richtig tolles Gadget vorgestellt. Kann die 360fly da mithalten?

360fly 2

Action-Kameras sind eine feine Sache, haben aber oft ein großes Problem: Sie nehmen nur das auf, was sich frontal vor ihnen im Blickfeld befindet. Aber was ist, wenn es ausgerechnet im Rücken der Kamera zur Sache geht? In diesem Fall nützt wohl die beste Kamera nichts. Es sei denn, man nutzt die 360fly, denn diese Action-Kamera filmt rundherum und hat damit fast alles im Blick. Glücklicherweise kostet die 360fly auch nicht so viel wie die Panono Kamera, aktuell ist man bereits für 479 Euro mit dabei.

  • 360fly für 479 Euro (Amazon-Link)
  • zweite Generation erscheint im Herbst

Bevor wir zur besonderen Technik und leider auch der aktuell größten Schwachstelle der 360fly kommen, wollen wir aber zunächst ein paar generelle Worte über die Nutzung verlieren. Genau dort kann die 360fly nämlich schon jetzt punkten, das macht sehr viel Hoffnung auf den Nachfolger, der noch in diesem Jahr nach Deutschland kommen soll.

Nach dem Download der 360fly-App und der darauffolgenden Kopplung der Kamera via WLAN bekommt man in der App alle Möglichkeiten: Live-Vorschau, Videos übertragen und direkt ansehen sowie Aufnahmen starten. Filter und Soundtracks können direkt in der App hinzugefügt werden, alternativ können die Rohdaten auch exportiert und in anderen Apps weiter verarbeitet werden.

360fly punktet mit Verarbeitung und Bedienung

Auch ohne App kann die 360fly durchaus mit einer einfachen Bedienung punkten. Zwar verfügt die rund 120 Gramm schwere Kamera nur über ein Plastikgehäuse, das ist aber so stabil, dass es Stürze aus eineinhalb Metern Höhe problemlos übersteht. Steckt man einen kleinen Stöpsel in die Mikrofon-Öffnung, ist die 360fly zudem bis zu fünf Meter wasserdicht – das ist für einen kleinen Schorchelausflug mehr als ausreichend. Wie das aussieht, könnt ihr im unten eingefügten Video sehen. Gespeichert wird übrigens auf einem internen Speicher mit 32 GB Kapazität, was für rund zwei Stunden Videomaterial ausreicht – spätestens dann ist der Integrierte Akku auch am Ende.

Ist man mit der 360fly und ohne aktive Verbindung mit dem iPhone unterwegs, kann die Aufnahme über den einzigen an der Kamera befindlichen Akku gestartet werden. Die 360fly quittiert das mit einer Vibration und mit einer farblichen LED.

Im Alltag punktet die Kamera zudem mit der Tatsache, dass sie dank des mitgelieferten Adapters mit Zubehör für die GoPro kompatibel ist. So kommt man relativ günstig an passende Halterung, wobei es auf der Webseite des Herstellers auch zahlreiche spezielle für die 360fly vorbereitete Produkte gibt – hier zahlt man aber ein paar Euro mehr.

360fly 1

Das größte Manko der 360fly ist ganz klar die Qualität der Videos. Damit meinen wir nicht unbedingt die unnatürliche Krümmung durch die Fisheye-Linse, denn diesen Punkt würden wir schon fast als cooles Feature bezeichnen. Bei der aktuellen Generation ist es einfach die Auflösung, die viel zu gering ist: Die Videos werden zwar mit einem Sichtfeld von rund 240 Grad aufgenommen, verfügen aber nur über eine Auflösung von 1504 x 1504 Pixel. Das klingt zunächst einmal nicht wenig, aufgrund der Tatsache, dass man immer nur einen kleinen Ausschnitt des Rundum-Videos sieht, ist das aber viel zu wenig und nicht einmal annähernd HD-Qualität. Auf einem kleinen Smartphone-Display mag das zwar nicht auffallen, spätestens am iPad oder am Computer sehen die mit der 360fly aufgenommenen Videos aber einfach schwach aus.

Hersteller hat die Schwachstelle bereits erkannt

Glücklicherweise hat diese Schwachstelle auch der Hersteller erkannt. In den USA ist bereits die zweite Generation der 360fly auf den Markt, die mit einer 4K-Kamera ausgestattet ist. Aufgrund der Rundum-Sicht sind zwar auch damit keine echten 4K-Aufnahmen möglich, aber immerhin dürfte die Qualität damit deutlich besser ausfallen. Die 360fly 4K sollte im Herbst auch in Deutschland auf den Markt kommen und rund 100 Euro mehr kosten, als die aktuelle Generation. Dafür bekommt man nicht nur eine bessere Auflösung, sondern auch den doppelten internen Speicher.

Auch wenn aufgrund der einzelnen Linse auch mit der 4K-Version keine echten 360-Grad-Videos, sondern weiterhin nur 240-Grad-Aufnahmen möglich sein werden, könnte die zweite Generation sehr erfolgreich werden. Immerhin ist die Basis gelegt: Bedienung, Verarbeitung und Zubehör können sich bereits jetzt sehen lassen – und das mit der Technik klappt in Zukunft bestimmt auch. (3D-Funktion nur in der YouTube-App verfügbar)

(YouTube-Link, appgefahren bei YouTube)

Kommentare 3 Antworten

  1. Also das Werbevideo (Amazon)sieht ja eigentlich extrem geil aus und macht Laune auf selber Videos drehen aber Mann brauch dafür die richtige arbeit, nen geiles Hobby oder lange weile.
    Vieleicht der Nachfolger oder dessen Nachfolger.

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