Xiaomi macht kurz vor Apples großer Herbst-Keynote ernst: In China hat der Hersteller das Xiaomi 18 Fold vorgestellt und bringt damit sein erstes faltbares Smartphone im klassischen Buchformat an den Start. Das Timing ist durchaus provokant, nämlich nur zwei Tage vor Apples erwartetem Debüt eines faltbaren iPhones. Optisch erinnert das 18 Fold an Samsungs Galaxy Z Fold8 und dürfte damit genau jene Nutzer und Nutzerinnen ansprechen, die ein großes Display wollen, ohne gleich ein Tablet mit sich herumzutragen.
Beim Bildschirm setzt Xiaomi auf ein 5,38 Zoll großes Außendisplay und ein 7,58 Zoll großes Innendisplay. Beide Panels arbeiten mit 120 Hz und LTPO-Technik und sollen eine Spitzenhelligkeit von bis zu 4.000 Nits erreichen. Geschützt werden sie von einer neuen, besonders dünnen zweischichtigen Glasstruktur. Für den Faltmechanismus kommt ein überarbeitetes „Dragon Bone“-Scharnier zum Einsatz, an dem Xiaomi nach eigenen Angaben 492 strukturelle Optimierungen vorgenommen hat.
Im Inneren steckt Xiaomis neuer Xring-O3-Chip, der im 3 nm-Verfahren gefertigt wird und erstmals in einem Flaggschiff des Herstellers zum Einsatz kommt. Die Zehnkern-CPU erreicht bis zu 4,35 GHz, dazu kommt eine 16-Kern-GPU. Xiaomi verspricht gegenüber dem Vorgänger 60 Prozent mehr Multi-Core-CPU-Leistung und sogar 85 Prozent mehr GPU-Power. Gleichzeitig soll der Stromverbrauch deutlich niedriger ausfallen. Eine integrierte NPU mit 200 TOPS kümmert sich um KI-Anwendungen.
Leica-Kameras mit echtem Zoom

Auch beim Kamerasystem will Xiaomi mit einem großen Namen punkten. Die Rückseite beherbergt eine gemeinsam mit Leica entwickelte Dreifachkamera mit einem 200-Megapixel-Hauptsensor, einem 50-Megapixel-Ultraweitwinkel und einem 50-Megapixel-Periskop-Tele mit 3,5-fachem optischem Zoom. Damit bietet das 18 Fold eine Kameraausstattung, die auf dem Papier ziemlich üppig ausfällt. Beim erwarteten faltbaren iPhone wird dagegen derzeit mit lediglich zwei Rückkameras und ohne separate Telelinse gerechnet.
Trotz des schlanken Faltformats packt Xiaomi einen 6.000-mAh-Akku ins Gerät. Geladen wird mit bis zu 67 Watt per Kabel oder 50 Watt kabellos. Als Betriebssystem läuft HyperOS 4. Die Preise starten in China bei 10.999 Yuan (ca. 1.410 Euro) für 12 GB RAM und 256 GB Speicher. Das Topmodell mit 16 GB RAM und 1 TB Speicher kostet 14.999 Yuan (ca. 1.922 Euro), während die auf 1.500 Exemplare begrenzte Ceramic Special Edition mit 15.999 Yuan (ca. 2.050 Euro) zu Buche schlägt.
Xiaomi hat neben dem 18 Fold auch das Pad 9 Pro Max mit Xring-O3-Chip sowie drei Elektrofahrzeuge seiner Pengcheng-Marke gezeigt. Für den internationalen Markt gibt es beim neuen Falt-Smartphone allerdings noch keinen Starttermin. Das dürfte Fans außerhalb Chinas bekannt vorkommen: Auch Xiaomis bisherige Mix-Fold-Modelle blieben dem chinesischen Markt vorbehalten. Weitere Infos zum Xiaomi 18 Fold gibt es auf der chinesischen Produktseite des Foldables.
Spannend wird es deshalb am morgigen 9. September, wenn Apple im Apple Park die nächste Veranstaltung abhält und neben dem iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max voraussichtlich erstmals ein faltbares iPhone zeigt. Preislich dürfte Apple dabei die 2.000-Dollar-Marke deutlich überschreiten. Auch wir werden morgen wie üblich mit einem Live-Ticker und einer zeitnahen Berichterstattung zu den vorgestellten Neuheiten der Apple-Keynote am Start sein.

Mechanischer Verschleiß an Displays ist, für ein einfach aufzunehmendes Selfie, genau der Fortschritt den wir brauchen…
keine Sorge bevor das Display kaputt geht kriegst du keine Systemupdates mehr.
Auch mit älterem OS kann man ein Gerät noch nutzen, selbst ohne Sicherheitsupdates. Mit defektem Display sieht das schon anders aus.
jo aber meine Datensicherheit ist wervoller als ein china fakephone
So schnell gehen die heutzutage nicht mehr kaputt. Bis es soweit ist, wirst vermutlich ein neues Smartphone kaufen
Ok, vielleicht bin ich einfach zu alt für sowas 😅 ich sehe den usecase einfach nur nicht.
Achso und deshalb muss man es grundsätzlich dann schlecht reden, nur weil du nicht den Usecase für dich siehst. Okay, kann man natürlich machen. 😉
In China sind diese Teile quasi schon Standard, sehe das keine Probleme mehr.
Ja die ersten Generationen waren für die Tonne.
Apple hat nicht umsonst jetzt 8 Jahre gewartet bevor diese Displaytechnologie serienreif war…
Was wären denn deine usecases?
Usecase 1: (zugeklappt)
nicht immer ein Riesendisplay in der Hand wenn man es nicht brauch:
– Nachrichtendienste
– telefonieren
– kurz im Netz blättern
– Musicplayer starten
– Fotos machen
Usecase 2: (aufgeklappt)
großes Display wenn man es braucht: (somit kein Tablet für Unterwegs mehr)
– Video gucken (sowohl kurz Socialmedia als auch Filme über Streaming)
– News mit allen Details (kein Telegram Müll) oder Dokumente, Bücher lesen
Interessant, aber für mich nicht interessant genug. ✌️
Wow und das sind dann mal
Eben über 2000€ wert? Naja du musst es ja haben. Ich kaufe mir davon lieber ein iPhone und iPad und wenn eins davon kaputt geht hab ich immer noch ein Device
Achja und die hässliche Falte bleibt mir erspart
Spielt doch nicht wirklich eine Rolle welche Usecases andere haben, du siehst keinen darin und hast erst das Argument mit den Verschleiß vorgeschoben (das zu recht widerlegt wurde von den anderen schon).
Ich selbst sehe bis jetzt auch kein Usecase, kann sich aber durchaus ändern sowie die jeweiligen Apps dann schon einen Mehrwert einen bieten oder es vielleicht sogar extra angepasste Versionen der Apps gibt die einem einen Mehrwert dann geben.
@KaM!
Ja wer hat der hat eben…
Nein Spaß beiseite, bin absoluter iPhone mini Fan gewesen, weil für den Alltag optimal.
Brauch dann aber auch mal etwas größeres…
Und noch ein Tablet mitzuschleppen ist mir zu blöd.
Ja ist nicht billig, aber das gilt für alle Fold Geräte.
Und unterhalten wir uns jetzt ernsthaft über die Preispolitik bei Apple?
Wir alle werden älter und bekommen Falten. Dann passt doch so ein iPhone doch besser zum Gesicht. 😀