Mähroboter können inzwischen ziemlich gut Rasen mähen, nur an den Kanten blieb bislang oft noch Handarbeit übrig. Sunseeker will dieses Problem mit der neuen Generation für 2027 endgültig lösen. Das Topmodell S7 bekommt den absenkbaren EdgeZero-Trimmerkopf und soll damit bis auf 0 Zentimeter an Mauern, Zäune und Beetkanten heranfahren. Die weiteren Modelle S3 und S5 setzen auf eine seitlich montierte Mini-Schneidscheibe und kommen immerhin bis auf 3 Zentimeter heran. Der Kantenschnitt soll damit direkt zum normalen Mähvorgang gehören.
Spannend wird es auch beim Thema Tierschutz, denn eine optionale Wärmebildkamera erkennt Lebewesen nicht anhand ihrer Form oder Farbe, sondern anhand der Körperwärme. Damit soll der Roboter auch bei völliger Dunkelheit Igel, Mäuse, Vögel oder Katzen erkennen können. Wird ein Tier entdeckt, stoppt der Mäher und weicht aus. Zusätzlich soll die neue Generation mehr als 360 verschiedene Objekte erkennen und ihnen ausweichen, bevor es überhaupt zu einer Kollision kommt. Gerade für nachtaktive Tiere ist das ein wichtiger Schritt.
Auch bei der Navigation geht Sunseeker einen Schritt weiter. Alle fünf Modelle nutzen LiDAR, also laserbasierte Sensoren, und kommen ohne Begrenzungskabel, externe Antenne oder manuelle Einrichtung aus. Das eigentliche Highlight ist aber MapOS: Kameras und KI erzeugen eine 3D-Karte des Gartens, die zwischen Beeten, Bäumen, Terrassen und anderen Bereichen unterscheiden kann. Statt mühsam virtuelle Grenzen auf einer abstrakten Karte zu zeichnen, sollen Nutzer und Nutzerinnen so künftig direkt die erkannten Objekte auswählen und ihnen Mähzonen oder Sperrbereiche zuweisen können.
Kein Neustart nach jedem umgestellten Gartenstuhl

Das neue räumliche Verständnis soll außerdem dafür sorgen, dass der Roboter flexibler auf Veränderungen reagiert. Ein umgestellter Gartenstuhl bedeutet nicht automatisch, dass die komplette Karte neu erstellt werden muss. Der Mäher erkennt seine Umgebung anhand der Kamerabilder und der KI-Unterstützung immer wieder neu. Zusammen mit der LiDAR-Navigation soll so ein System entstehen, das deutlich näher an dem liegt, was man von einem wirklich autonomen Gartenhelfer erwarten würde.
Sunseeker denkt das hauseigene Konzept allerdings auch gleichzeitig über das Mähen hinaus. Das neue Smart-Garden-Ökosystem verbindet den Roboter mit einem Regenmesser und künftig auch mit Bodensensoren. Die KI soll beispielsweise erkennen können, wenn Gras vergilbt, und unterscheiden, ob Wassermangel oder Schädlingsbefall dahintersteckt. Daraus entstehen konkrete Empfehlungen, etwa zur Bewässerung oder zu Gegenmaßnahmen. Eine geplante smarte Bewässerungssteuerung soll solche Aktionen später sogar automatisch ausführen können.
Zum Start der Generation 2027 stehen unter anderem die Modelle S3, S5 und S7 im Mittelpunkt. Der S3 richtet sich an kleinere Gärten und Hanglagen, der S5 an mittlere und große Familiengärten. Der S7 ist als Allradmodell für große, verwinkelte und steile Grundstücke gedacht. Die Geräte decken Rasenflächen von 500 bis 3.000 Quadratmetern ab und sollen ab Februar 2027 erhältlich sein. Wer die neue Technik schon vorher sehen möchte, kann sie auf der IFA 2026 in Berlin in Halle 11.1 am Stand 107 anschauen. Weitere Infos zu den Produkten von Sunseeker gibt es auf der offiziellen Website des Herstellers.
