Vor knapp einem Jahr haben wir den ersten Saug- und Wischroboter von DJI getestet. Jetzt schickt der für seine Drohnen bekannte Hersteller den Nachfolger ins Rennen. Heute startet der DJI Romo P2 (Amazon-Link) offiziell, wir konnten die neue Generation bereits seit August genauer unter die Lupe nehmen. Unsere Erfahrungen aus dem Alltag könnt ihr hier nachlesen.
DJI Romo P2 bewegt sich preislich in die richtige Richtung
Ich habe immer noch ein wenig Bauchschmerzen, wenn ich an die unverbindliche Preisempfehlung der ersten Generation denke. Der DJI Romo P sollte damals 1.899 Euro kosten. Damit war er noch teurer als die Flaggschiffe der Marktführer von Roborock oder Dreame. Schon in den folgenden Monaten ging es steil bergab…
Dieses Jahr sieht die Sache zum Glück etwas anders aus. Der Listenpreis für den DJI Romo P2 liegt bei 1.299 Euro, damit rangiert man rund 200 Euro unter den Top-Modellen. Und zum Start gibt es gleich einen ordentlichen Rabatt. Derzeit bekommt ihr den neuen Saug- und Wischroboter für nur 1.059 Euro. Die magische Schallmauer wird zwar nicht durchbrochen. Wir sind aber in einer ganz anderen Preisregion unterwegs als noch im vergangenen Jahr.
- KI-gestützte Anpassung an verschiedene Szenarien* – Auf Teppichen erhöht er den Druck, um tiefsitzenden Staub zu entfernen. Bei Flüssigkeiten...
- Präzise randnahe Reinigung* – Ein hochpräziser LiDAR-Sensor im Roboterarm erkennt genau, wo eine gründlichere Reinigung erforderlich ist. Mit...
Das Design bleibt weiterhin außergewöhnlich
Was geblieben ist, das ist das außergewöhnliche Design des Roboters und der Basisstation. Viele Teile des Gehäuses sind transparent gestaltet, so dass man die inneren Bauteile sieht. Besonders spektakulär ist das sicherlich rund um den Staubbeutel in der Station, der sich beim Absaugen ordentlich aufpustet.
Natürlich muss man das extravagante Design auch mögen. Ich habe durchaus Stimmen gehört, die sich mit der Optik nicht anfreunden können. Andere finden das Aussehen des Roboters genial. Zu welcher Gruppe gehört ihr?
Definitiv anmerken muss ich an dieser Stelle: Die Basisstation ist, insbesondere im Vergleich zu Modellen von Dreame oder Mova, relativ kompakt gestaltet. Sie sieht definitiv nicht so wuchtig aus, wie manch anderer Kandidat. Zudem ist mir positiv aufgefallen, dass der Boden der Basisstation auch nach etlichen Reinigungsvorgängen noch sehr, sehr sauber aussieht. Das ist auch gut so, denn das Waschbrett kann nicht aus der Station entnommen werden.

Die konkreten Verbesserungen im Vergleich zum ersten DJI Romo P
Während sich an der Basisstation nicht sehr viel getan hat, hat der Roboter selbst einige spannende Upgrades erhalten. Es gibt zum Beispiel einen ausfahrbaren Schwenkarm für das rechte Wischpad. Mit einem Schwenkbereich von 123 Grad reicht er 7,8 Zentimeter weiter und wischt 4,5 Zentimeter tiefer unter frei stehenden Möbeln als die vorherige Generation.

Auf Teppichen senkt sich die Druckplatte ab und bildet eine nahezu dichte Abdichtung zum Boden, sodass die Saugleistung von 36.000 Pascal tief sitzenden Staub in einem einzigen Durchgang entfernen kann. Auch Türschwellen kann der Roboter jetzt noch einfacher überwinden, bis zu 4 Zentimeter bei einer Stufe oder 8,5 Zentimeter bei doppelten Schwellen sind möglich.
Allerdings: Teppiche mit langen Haaren solltet ihr in eurem Haushalt besser nicht haben. Damit kommt der DJI Romo P2 einfach nicht gut zurecht.
Die Hinderniserkennung als großes Highlight
Bereits im vergangenen Jahr haben wir festgestellt, dass DJI bei der Hinderniserkennung keine halben Sachen macht. Das ist auch wenig verwunderlich, immerhin bringen sie die entsprechenden Kamera-Technologien bereits aus dem Drohnen-Segment mit. Beim DJI Romo P2 wurde die Hinderniserkennung noch einmal verbessert.

Im Test mit meinen Kindern hat der Saugroboter einen 2×4 Lego-Stein, eine Lego-Minifigur, ein Pixiheft und ein Hotwheels-Auto gekonnt umfahren. Auch ein kleines Plastik-Tütchen war kein Problem. Nur die sehr durchsichtige Einweg-Plastik-Schale hat er etwas durch die Gegend geschoben, was die Reinigungsaufgabe aber nicht beeinträchtigt hat. In der Vergangenheit hat vor allem das flache Pixiheft viele Roboter zum Stocken gebracht.
Auch rund um Stühle und Tischbeine hat der DJI Romo P2 einen exzellenten Eindruck hinterlassen, hier kommt ihm das weit ausfahrbare Wischpad zugute. Etwas zu vorsichtig war der Roboter dagegen bei Engstellen, die er mit seiner Breite von 35,1 Zentimetern eigentlich durchfahren müsste. Etwas mutiger ist er unter flachen Möbeln, hier sind 10 Zentimeter die magische Grenze. Der DJI Romo P2 ist 9,8 Zentimeter hoch. Das ist nicht superflach, für die meisten Möbel aber passend.
Hier ist noch etwas Luft nach oben
Neben den bereits erwähnten Engstellen, hier könnte ich mir durchaus noch Verbesserungen per Software-Update vorstellen, hat der DJI Romo P2 noch einige weitere, kleine Schwächen. Die Teppiche habe ich bereits angesprochen, hier hilft es sicherlich auch nicht, dass der Roboter die Wischpads nicht in der Station ablegen kann.
Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen reinigt der DJI Romo P2 zunächst in der Mitte des Raums, bevor er dann noch eine Runde am Rand dreht. Das hat immer mal wieder dazu geführt, dass Krümel von außen wieder nach innen gekickt wurden – und dort dann nicht mehr aufgesaugt wurden. Ob das die optimale Reinigungsreihenfolge ist?

Positive Eindrücke gibt es dagegen in der DJI Home App. Die finde ich übersichtlich und modern gestaltet, deutlich besser als beispielsweise die Anwendungen von Dreame oder Mova. Mir gefällt das Design und die Option, Schnellaktionen unkompliziert über die Startseite zu aktivieren.
Das Fazit: Wenn euch das Design gefällt, dürft ihr zuschlagen
Der DJI Romo P2 ist vielleicht nicht der beste Saugroboter auf dem Markt. An die Top-Modelle, wie etwa den Dreame X60 oder den Mova V70 kommt er nicht ganz heran.
Preislich bewegt sich DJI mit der zweiten Generation aber in die richtige Richtung und wenn ihr das Design mögt, dann macht ihr mit dem Kauf nichts verkehrt. Nur lange Teppiche solltet ihr nicht in eurem Zuhause haben.

