In diesem Monat sind gleich mehrere Saug- und Wischroboter auf den Markt gekommen. In den letzten Tagen haben wir uns mit dem Ecovacs X12S OmniCyclone einen sehr interessanten Kandidaten angesehen, der mit einer Sprühfunktion eine echte Innovation liefert. Aber taugt das tatsächlich was? Welche Stärken und Schwächen hat das Gerät? Wir haben unsere Erfahrungen gesammelt.
Heute bekommt ihr den Ecovacs X12S OmniCyclone übrigens noch ein kleines bisschen günstiger. Der Roboter kostet regulär 1.299 Euro, bei Amazon ist der Preis auf 1.199 Euro reduziert. Derzeit ist das Angebot bis Mitternacht begrenzt, es wird es sicherlich nicht die letzte Gelegenheit zum Sparen gewesen sein.
Top: Ecovacs X12S OmniCyclone liefert gute Reinigungsleistung
In der wohl wichtigsten Disziplin kann der neue Roboter von Ecovacs auf ganzer Linie überzeugen. Zwar liefert er auf dem Papier nur eine Saugleistung von 27.000 Pascal, trotzdem ist er sehr effektiv. Auf Hartböden hat er 99 Prozent des Schmutzes aufgenommen, auf Teppichen mehr als 80 Prozent. Das sind beides sehr gute Werte.
Pluspunkte gibt es auch für die Wischwalze, die beim Ecovacs X12S OmniCyclone noch etwas breiter ausfällt als bei den Vorgängern. Auch eingetrocknete Flecken werden durch mehrmaliges Überfahren sehr gut vom Boden gelöst, so dass dieser Roboter in der Wischdisziplin zu den Besten seiner Klasse gehört.
Flop: Bringt die Sprühfunktion wirklich etwas?
Ecovacs vertraut dabei nicht nur auf eine Wischwalze, sondern auch auf zwei Hochdruck-Zerstäuberdüsen. Sie sprühen vor dem Roboter Wasser auf stark verschmutzte Bereiche. Das funktioniert entweder manuell in ausgewiesenen Bereichen oder automatisch durch KI‑Erkennung. Da der Roboter allerdings nur wenige Sekunden später schon über die eingesprühten Flächen fährt, glaube ich kaum, dass durch das zusätzliche Wasser ein besonderer Effekt erzielt wird. Hier bringen mehrfache Überfahrten mit der Wischwalze sicherlich mehr – und genau das macht der Ecovacs X12S OmniCyclone ja auch.
Top: Auch kleine Hindernisse werden umfahren
Pluspunkte gibt es bei der Hinderniserkennung, die bei Ecovacs vor ein paar Jahren noch ziemlich unbeständig war. Ältere Modelle sind immer mal wieder an Kabeln hängen geblieben und konnten die Reinigung nicht fortsetzen. Das ist uns mit dem Ecovacs X12S OmniCyclone in etlichen Fahrten nicht passiert. Und auch professionell platzierte Lego-Steine hat der Roboter mit seiner Kamera-Erkennung gekonnt erfasst und anschließend gemieden.
Flop: Saugroboter lässt sich ziemlich viel Zeit
Hier von einem Flop zu sprechen, ist schon fast ein wenig gemein. Immerhin ist es ja eine gute Eigenschaft, wenn der Roboter stark verschmutzte Bereiche erkennt und dann gründlicher reinigt. Gerade im Vergleich zu anderen Wischwalzen-Modellen fällt allerdings auf, dass der Ecovacs X12S Omni Cyclone vielleicht ein kleines bisschen zu gründlich ist und häufiger in die Station zurückkehrt. Ihr müsst ihm für die Reinigung, je nach Fläche, durchaus 15 bis 30 Minuten mehr Zeit geben. Ist das für euch kein kritischer Faktor, könnt ihr diesen Punkt getrost ignorieren.
Top: Station ohne zusätzliche und unnötige Kosten
Ein positiv zu erwähnendes Merkmal gegenüber vielen Konkurrenten ist die Basisstation ohne Beutel. Hier wird nicht nur die Wischwalze ordentlich gewaschen und anschließend getrocknet, sondern natürlich auch der Staub geleert. Der landet dann nicht in einem Beutel, den man alle paar Monate nachkaufen muss, sondern in einem transparenten Behälter. Diesen kann man, ähnlich wie bei Akku-Staubsaugern, dann manuell entleeren – am besten direkt draußen über der Mülltonne. Ebenfalls erwähnenswert: Zwei verschiedene Reinigungsmittel können einfach in Tanks nachgefüllt werden, hier ist man nicht auf spezielle Flaschen angewiesen.
Flop: Der Ecovacs X12S OmniCyclone ist kein Kletterkünstler
Solltet ihr in eurem Zuhause höhere Türschwellen haben, dann ist der Ecovacs X12S OmniCyclone vielleicht nicht der ideale Kandidat. Er hat zwar kleine Kletterhilfen, überwindet damit aber gerade einmal Kanten und Schwellen mit einer Höhe von 2 bis 2,5 Zentimetern. Hier muss man dem Hersteller zu Gute halten, dass auch nicht mehr versprochen wird.
Top: Für eine Wischwalze noch relativ kompakt
Durch den Verzicht auf einen Laserturm und die Integration der Navigation in die Front muss sich der Roboter zwar ab und an im Kreis drehen und umsehen, davon profitiert aber die Bauhöhe. So ist der Ecovacs X12S OmniCyclone nur 9,8 Zentimeter hoch. Das ist kein absoluter Bestwert, Roborock hat mit seinem neuen Walzen-Modell bereits 9 Zentimeter unterboten. Es ist aber niedrig genug, um die wichtige Marke von 10 Zentimetern für viele Möbel zu unterbieten.
Flop: Einfach zu viel Plastikmüll
An einer Sache sollte Ecovacs definitiv arbeiten – an der Verpackung. Roboter und Basisstation sind an allen nur erdenklichen Flächen mit Schutzfolien beklebt. Selbst dann, wenn die entsprechenden Teile selbst sogar schon mit einer Tüte verpackt sind. Das ist einfach viel zu viel.
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