Aktuell bekommen wir unglaublich viele E-Mails mit Vorstellungen von Apps. Ein Großteil davon wirkt KI-generiert und viele Anwendungen sehen nicht unbedingt einladend aus. Zwischendrin verstecken sich E-Mails zu Spielen wie Keepsweeper (App Store-Link), bei denen man sich denkt: „Den Absender kennst du doch irgendwo her?“ Der Name Michael Flarup kam mir jedenfalls sofort bekannt vor.
Also habe ich mal Postfächer und Google durchsucht und schnell festgestellt: Es handelt sich um einen Entwickler aus Dänemark, der vor einigen Jahren über Kickstarter ein Buch über App-Icons erstellt hat. Grund genug, mal einen genaueren Blick auf sein neues Spiel zu werfen.
„Keepsweeper verbindet das Knobeln von Minesweeper mit einem lebendigen Fantasy-Königreich in Echtzeit“, heißt es in der Beschreibung des Spiels, das ihr zunächst einmal kostenlos aus dem App Store laden könnt. Die Vollversion wird nach den ersten beiden Leveln für einmalig 5,99 Euro freigeschaltet. Das ist ein fairer Deal.
Keepsweeper versprüht tollen Retro-Charme
Grandios finde ich die Optik von Keepsweeper. Sie ist an die alte Oberfläche von Windows angelehnt. Damals gehörte Minesweeper ja zum Lieferumfang und hat wohl jedem von uns viel Freude bereitet. In Keepsweeper muss man auch Felder aufdecken, hinter denen sich aber keine Bomben verstecken, sondern Schätze, Gegner oder sogar Drachen. Letztere gilt es zu besiegen, um zum nächsten Level zu gelangen.
Natürlich ist es mehr als ungünstig, wenn man direkt zu Beginn einer Runde auf ein Drachenfeld trifft. Bevor man es aufdeckt, sollte man erst einmal ein kleines Dorf erstellen, genügend Arbeiter haben und auch eine Kaserne platzieren, um Soldaten zu erhalten. Zudem gibt es etliche Upgrades, mit denen man sein kleines Volk noch ein bisschen schneller oder stärker machen kann. Ebenso gibt es in Keepsweeper immer wieder kleine Überraschungen, die für Abwechslung im Spielbetrieb sorgen.
Nach einer erfolgreichen Runde erhält man Königssiegel, mit denen man weitere Inhalte freischalten kann. Zum Beispiel neue Gebäude oder Upgrades für sein Volk. Dabei wird es auch ein wenig verrückt, wie der Entwickler beschreibt. Es gibt „Türme, die Sonnenstrahlen verschießen, schwimmende Siedlungen, unerwartete Verbündete und Kreaturen, die du besser nicht gestört hättest.“
Keepsweeper bietet Multiplayer-Modus und deutsche Lokalisierung
Noch nicht ausprobiert habe ich den Online-Modus, in dem man mit zwei bis vier Personen spielen kann. Hier kämpft man entweder um die letzte Burg, bildet Teams und tritt gemeinsam gegen KI-Königreiche an. Aktuell bin ich mit dem Einzelspieler-Modus noch gut genug beschäftigt.
Wenn ihr Retro-Spiele und Echtzeit-Strategie mögt, Minesweeper vielleicht sogar noch von früher kennt, dann schaut euch Keepsweeper auf jeden Fall mal genauer an. Es ist eines der interessantesten Spiele, die ich in diesem Jahr auf iPhone oder iPad entdeckt habe – und sogar mit einer kompletten deutschen Lokalisierung ausgestattet.


