Wie entsteht eigentlich ein faltbares iPhone? Genau dieser Frage sind John Ternus, Molly Anderson und Steve Lemay in einem aktuellen GQ-Interview nachgegangen. Der Apple-Chef, die Vizepräsidentin für Industriedesign und der Vizepräsident für Human Interface Design gewährten dabei ungewöhnlich tiefe Einblicke in die Entstehungsgeschichte des iPhone Duo und verrieten nebenbei, welche Alltagsgegenstände als gedankliche Vorlage dienten.
Das Notizbuch als Ideengeber
Laut Anderson stand am Anfang der Entwicklung eine ganz simple Beobachtung: Fast jeder Mensch kennt das Gefühl, ein klassisches Notizbuch in der Tasche zu tragen. Genau dieses vertraute Handling wollte das Team auf ein Smartphone übertragen, das aufgeklappt spürbar mehr Fläche bietet, zusammengeklappt aber weiterhin angenehm handlich bleibt. Die Herausforderung bestand also darin, Kompaktheit und zusätzlichen Raum unter einen Hut zu bringen, ohne dass sich das Gerät sperrig oder unpraktisch anfühlt.
Auch bei den Abmessungen orientierte sich Apple an Bekanntem: Die Proportionen des iPhone Duo folgen dem internationalen A-Papierformat. Dadurch bleibt das Verhältnis von Breite zu Höhe konstant – egal, ob das Gerät geöffnet oder geschlossen ist. Ein cleverer Kniff, der dem Nutzer ein durchgängig stimmiges Handgefühl vermitteln soll.
Scharnier und Proportionen nach Maß

Ein zentrales technisches Element blieb dabei natürlich das Scharnier. Anderson beschrieb, wie intensiv das Team am sogenannten Drehmomentprofil gefeilt hat: Das Öffnen soll leichtgängig gelingen, gleichzeitig aber ab einem gewissen Punkt so viel Widerstand entstehen, dass das Gerät zuverlässig flach liegen bleibt, statt zurückzuklappen. Diese Feinabstimmung war offenbar einer der aufwendigeren Entwicklungsschritte, da mechanische Präzision und alltagstaugliche Bedienung hier eng zusammenhängen.
Eine Oberfläche, zwei Displays
Software-seitig verfolgte Lemay ein klares Ziel: Das Aufklappen sollte sich anfühlen, als würde das bereits in der Hand gehaltene Gerät einfach größer werden – und eben nicht wie der Wechsel zu einem komplett anderen Produkt. Deshalb legte das Team großen Wert darauf, dass Bedienelemente ihre Position und Wiedererkennbarkeit behalten. Wer das Duo aufklappt, soll also nicht erst wieder nach gewohnten Schaltflächen suchen müssen. Passend dazu wurde auch die Übergangsanimation entsprechend choreografiert: Das innere Display wirkt dabei so, als würde es förmlich unter dem äußeren Bildschirm hervorwachsen.

Wichtig war dem Team laut eigener Aussage vor allem eines: Das Duo sollte sich als einheitliches Produkt anfühlen und nicht wie zwei Geräte, die notdürftig zusammengeschustert wurden. Als gestalterische Vorbilder nannte Lemay dabei ausdrücklich den Mac, ergänzt um Einflüsse von iPad und klassischem iPhone. Er selbst bezeichnete das Endergebnis scherzhaft als eine Art „Best-of“ dieser drei Produktwelten.
Was noch kommen könnte
Spannend wird es auch mit Blick auf die Zukunft, denn auf die Frage, wie sich das iPhone Duo nach dem Marktstart weiterentwickeln könnte, zeigte sich Lemay überzeugt, dass externe Entwickler Nutzungsszenarien entdecken werden, an die das Apple-Team selbst noch gar nicht gedacht hat. Manche dieser Ideen könnten seiner Einschätzung nach sogar über das einzelne Produkt hinauswirken und die gesamte Foldable-Branche prägen.
Wer das neue Gerät selbst ausprobieren möchte, muss sich nicht mehr allzu lange gedulden: Vorbestellungen für das iPhone Duo starten am 16. Oktober, der offizielle Verkauf beginnt am 23. Oktober.
- GRÖSSTES DISPLAY. IN EINEM DÜNNEN, FALTBAREN DESIGN – Das größte iPhone Display aller Zeiten mit einem inneren Display mit Nanotextur, um...
- FALTBAR. WANDELBAR. AUFSTELLBAR – Vielseitige Positionen ermöglichen neu gedachte iOS Erlebnisse für mehr Produktivität, Multitasking und ein...

Jetzt noch eine App die es richtig zum Notizbuch macht, inklusive Blättern wie in Books 😍
Auch ein Filofax könnte nun ein super Digitales 2tes Leben erhalten.
Marketing BS! Die haben einfach ab geguckt und gewartet bis brauchbare Teile auf den Markt gibt und fertig!
Innovative werden bei Apple seit Jahren nicht mehr
Ja das ist doch Standard.
Die Marketing-Abteilung muss ihr monatliches Einkommen ja auch irgendwie rechtfertigen.
Was Apple aber anders macht ist eben der Formfaktor.
Ja das Huawei Pura X Max war schon vorher da. (was im westlichen Markt nicht einfach erhältlich ist)
Keiner hat sich getraut dieses Format zu verwenden…
Apple hat eben nicht einfach ein Z oder Pixel Fold kopiert, sie haben sich ein paar Gedanken gemacht was noch fehlt bei den anderen.
Wie die Idee mit dem matten Innendisplay ist einzigartig.
(das Samsung Fold 8 wurde auch nur vor dem Duo released/kopiert da Apple die Displayfertigung dort in Auftrag gegeben hat)
Apple hat aber jetzt viel potential um über Software viel mit dem Duo zu machen/optimieren, ob sie es nutzen ist eine andere Frage.
Das Thema Fold wurde bisher recht Stiefmütterlich von der Konkurrenz behandelt.
Apple hat es jetzt, sagen wir mal, „Salonfähig“ gemacht…
Denn, wenn Apple etwas kann, dann ist es seine Produkte „begehrenswert“ zu vermarkten…
Und das kann auch der Konkurrenz helfen diese Technik für die Masse attraktiv zu machen.
Naja. Das Pixel fold der ersten Generation hatte schon genau das Format. Und das surface Duo in zwei Generationen. Also neu erfunden hat Apple weder das Foldable noch das Format. Aber sie haben genau das gemacht, was sie sehr gut können bestehendes so lange weiterentwickeln, bis es richtig gut ist und erst dann auf den Markt bringen. Und deshalb ist es besser als Huaweis, Googles oder auch Samsungs Variante in diesem Format. Ich würde fast sagen, es ist trotz anderer Technik sehr nah am surface Duo. Nicht nur vom Namens, sondern auch vom Multitasking Konzept.
Naja das Surface Duo waren nur zwei verschiedene Displays die über das Gehäuse verbunden waren.
Das 2021 als „Fold“ zu vermarkten war damals schon eine Verhöhnung der Konkurrenz wie Samsung.
Ja das Format war ähnlich, aber reiner Zufall anhand der „Megabalken“ vom Surface Duo oben und unten…
Das erste Pixel Fold war da schon ähnlicher, aber von der Konstruktion ein Griff ins Klo.
Wie du sagst Apple wartet immer bis die Technik wirklich Serienreif ist und überdenkt nochmal das gesamte Konzept und bringt nicht einfach ein Gerät auf den Markt was wie die Folds der letzten Jahre nur lieblos in der Software sind.
Wie gesagt Apple hat jetzt die Möglichkeit den (Fold) Markt richtig aufzurollen.
Apple hat sich ein Fold von Samsung besorgt und nachgebaut.
Das ist ja Quatsch. Das war so:
Die anderen haben das, wir machen das auch. Nur besser und teurer