Knuff: Diese neue App will mit einem Klick zeigen, wer gerade okay ist

Knuff: Diese neue App will mit einem Klick zeigen, wer gerade okay ist

Digitales Lebenszeichen statt Nachrichtenaustausch

Knuff auf einem iPhone

Manchmal denkt man im Alltag an eine Kollegin, die Oma oder den Kumpel und stellt sich die Frage „Ist bei allen alles okay?“ Das Münchner Entwicklerstudio equinux startet zur Beantwortung dieser Frage mit Knuff eine soziale Check-in-App für Familien, Freundeskreise und andere private Gruppen. Statt jedes Mal anzurufen oder eine Nachricht in den Gruppenchat zu schreiben, genügt ein kurzer Check-in. Ein Klick signalisiert den anderen Teilnehmenden: „Bei mir ist alles gut.“

Organisiert wird Knuff über private Gruppen, die sogenannten Bubbles. Auf der Bubble-Karte lässt sich auf einen Blick erkennen, wie aktuell die Check-ins der einzelnen Beteiligten, von der App als „Knuffis“ bezeichnet, sind. Je näher sie in die Mitte, also den roten Bereich rücken, desto länger hat die Person keine Statusmeldung abgegeben. Bleibt ein Lebenszeichen länger aus als gewohnt, können die anderen reagieren und direkt Kontakt aufnehmen. Mehrere Bubbles lassen sich getrennt voneinander nutzen, so dass beispielsweise Familie, Freundeskreis oder Nachbarschaft ihre eigenen privaten Bereiche haben.


Die Idee zu Knuff stammt aus dem Familienalltag von equinux-Vorstand Till Schadde. Seine 94-jährige Verwandte Martha lebt allein, und im Familienchat tauchte deshalb immer wieder die Frage auf, ob schon jemand nach ihr gesehen hatte. Aus dem Wunsch nach einem einfachen Überblick entstand schließlich Knuff. Die App soll dabei helfen, verbunden zu bleiben, ohne dass dafür ständig neue Nachrichten im Familienchat landen müssen.

Mehr als nur ein grüner Haken

Drei iPhone-Screenshots von Knuff
So sieht Knuff auf einem iPhone aus.

Der Check-in kann bewusst minimalistisch bleiben, lässt sich aber auch um persönliche Informationen ergänzen. Nutzer und Nutzerinnen können unter anderem ihren Gemütszustand, Nachrichten, Fotos und Videos, Sprachnachrichten, Umfragen oder ihren aktuellen Standort teilen. Für eine komplette Bubble lassen sich zudem Funktionen wie eine Terminplanung oder längere Videoclips freischalten.

Nach kurzem Überlegen fallen mir schnell so einige Einsatzmöglichkeiten für Knuff ein: Eltern können beispielsweise sehen, ob ihre Kinder sicher angekommen sind, Familienmitglieder im Ausland können unkompliziert ein Lebenszeichen senden oder Studierende in einer neuen Stadt mit ihrer Familie verbunden bleiben. Auch Freundeskreise, Nachbarschaften und Vereine können eigene Bubbles anlegen. Knuff hat zudem eher den Ansatz, kein neuer Messenger zu sein, sondern stattdessen bestehende Dienste wie WhatsApp oder iMessage um einen möglichst unkomplizierten Check-in zu ergänzen.

Besonders lobenswert ist aus meiner Sicht auch die Tatsache, dass Knuff in Deutschland betrieben wird und die Daten im eigenen Rechenzentrum, nach Angaben von equinux ohne AWS, Google, Microsoft oder andere US-Cloudanbieter, speichert. Die grundlegenden Funktionen sind kostenlos, zusätzliche Knufflinge, Designs und weitere Funktionen können optional gekauft werden. Auf automatisch verlängerte Abos verzichtet das Entwicklerteam. Die rund 182 MB große App ist für iPhone und iPad ab iOS 16.4 und auch für Android verfügbar und lässt sich in zahlreichen Sprachen verwenden. Weitere Informationen zur App gibt es auch auf der offiziellen Website.

Knuff - Check-in und Chat
Knuff - Check-in und Chat
Entwickler: equinux AG
Preis: Kostenlos+

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Mel
Ich bin seit 2011 Teil des appgefahren-Redaktionsteams und war schon immer an Innovationen im Tech-Bereich und Gadgets interessiert. Wann immer es praktisches Outdoor-Zubehör oder interessante Foto-Apps gibt, bin ich Feuer und Flamme, denn auch in meiner Freizeit bin ich gerne mit dem Rad oder der iPhone-Kamera unterwegs. Seit einiger Zeit nutze ich aktiv das Fediverse und berichte über neue Apps, Dienste und Entwicklungen.

Kommentare 4 Antworten

  1. Also bis auf dass die App in DE betrieben wird fällt sie für mich leider in die Kategorie „Apps die die Welt nicht braucht“. Aber es gibt bestimmt irgendwelche Nischen für die es nützlich sein kann…

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