Kleido: Neue App bringt den eigenen Kleiderschrank aufs iPhone

Kleido: Neue App bringt den eigenen Kleiderschrank aufs iPhone

Das Ende von "Voller Schrank, nichts anzuziehen"?

Kleido-App auf einem iPhone auf einem hellbraunen Hemd liegend

Ein voller Kleiderschrank und trotzdem jeden Morgen dieselbe Frage: Was ziehe ich eigentlich an? Genau dieses alltägliche Luxusproblem will die Schweizer App Kleido (App Store-Link) mit KI angehen. Das Prinzip ist schnell erklärt: Kleidungsstücke einmal fotografieren, Kleido erkennt und isoliert sie zu sauberen Produktbildern und baut daraus eine digitale Garderobe. Anschließend kann die App zeigen, wie die eigenen Sachen am eigenen Körper aussehen und daraus komplette Outfits zusammenstellen. Die App ist seit Kurzem für das iPhone verfügbar; eine Android-Version soll folgen.

Der interessantere Teil passiert nach dem Einsortieren der Kleidung. Für die virtuelle Anprobe genügt laut Kleido ein einziges Referenzporträt. Die App nutzt dieses Bild, um einzelne Kleidungsstücke als redaktionell wirkende Fotos am eigenen Körper darzustellen. Dabei soll es nicht darum gehen, den Nutzer oder die Nutzerin per KI irgendwie „schöner“ zu machen: Kleido betont, dass Körper und Kleidungsstück in ihren Proportionen erhalten bleiben. Wer anschließend ein Outfit zusammenstellen möchte, kann bis zu fünf Teile kombinieren oder die App beim Styling unterstützen lassen.


Mit diesen Voraussetzungen grenzt sich Kleido von vielen anderen KI- und Mode-Apps ab: Es gibt keinen öffentlichen Feed, keine Follower und kein Werbetracking. Die eigene Garderobe bleibt eine private Sammlung, generierte Looks werden nicht automatisch veröffentlicht. Laut Kleido bleiben die Fotos in einer privaten Bibliothek und können gelöscht werden. Die Anmeldung läuft über Apple oder Google statt über ein eigenes Passwortsystem.

KI im Hintergrund, iPhone im Vordergrund

Zwei iPhone-Screenshots von Kleido vor braunem Hintergrund
So sieht Kleido auf einem iPhone aus.

Technisch setzt Kleido zunächst konsequent auf Apples Plattform. Die App ist nativ für das iPhone entwickelt und ab iOS 17 verfügbar. Die eigentliche Generierung der Bilder läuft dabei über ein privates Backend, während die App selbst keine API-Schlüssel enthält. Kleido ist zudem in neun Sprachen verfügbar, darunter Deutsch. Wer stattdessen auf einem Android-Gerät unterwegs ist, muss sich noch gedulden: Auf der Website wird die App bei Google Play derzeit als „Coming soon“ angekündigt.

Kleido will allerdings nicht nur vorhandene Kleidung digitalisieren. Auf der Website wird auch eine Funktion für neue Fundstücke beschrieben: Nutzer und Nutzerinnen können ein Kleidungsstück aus einem Shop teilen oder einen Produktlink einfügen. Kleido übernimmt das Teil, erstellt daraus ein sauberes Produktbild und kann anschließend zeigen, wie es am eigenen Körper aussehen könnte, noch bevor man es kauft. Genannt werden unter anderem Shops wie Zalando, Zara, H&M, ASOS und Mytheresa.

Der Einstieg in Kleido ist zunächst kostenlos: Die App bietet zwei KI-Credits zum Start. Wer mehr generieren möchte, kann Kleido Plus monatlich oder jährlich abonnieren und erhält 15 KI-Credits pro bezahltem Monat; alternativ gibt es einzelne Credit-Pakete. Auf der offiziellen Website gibt es weitere weitere Informationen sowie die Möglichkeit, der Android-Betaversion beizutreten.

Kleido: KI-Kleiderschrank
Kleido: KI-Kleiderschrank
Entwickler: Massimo Cerqui
Preis: Kostenlos+

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Mel
Ich bin seit 2011 Teil des appgefahren-Redaktionsteams und war schon immer an Innovationen im Tech-Bereich und Gadgets interessiert. Wann immer es praktisches Outdoor-Zubehör oder interessante Foto-Apps gibt, bin ich Feuer und Flamme, denn auch in meiner Freizeit bin ich gerne mit dem Rad oder der iPhone-Kamera unterwegs. Seit einiger Zeit nutze ich aktiv das Fediverse und berichte über neue Apps, Dienste und Entwicklungen.

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