Apple muss die eigenen Hardware-Pläne für 2026 offenbar nach unten korrigieren. Grund dafür sind anhaltende Engpässe bei DRAM-Speicher, wie der bekannte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo bei X berichtet. Die knappe Versorgung betrifft inzwischen nicht mehr nur einzelne Produkte, sondern könnte sich auch auf die nächste iPhone-Generation auswirken. Hintergrund ist vor allem die starke Nachfrage aus dem KI-Bereich: Speicherhersteller bevorzugen lukrative Verträge mit Rechenzentren, wodurch weniger Produktionskapazität für klassische Consumer-Geräte übrig bleibt.
Kuo widerspricht allerdings einem aktuellen Bericht, wonach bei TSMC bereits unverpackte Apple-Prozessoren im Wert von rund einer Milliarde US-Dollar liegen sollen, weil passende Speicherchips fehlen. Seiner Einschätzung nach funktioniert Apples Produktionsplanung anders: Die Prozessorfertigung wird mindestens drei Monate im Voraus anhand der erwarteten Speicherverfügbarkeit geplant. Große Mengen an Wafern würden deshalb nicht einfach auf Vorrat produziert. Einen riesigen Bestand fertiger Chips, der anschließend auf Speicher wartet, hält Kuo für äußerst unwahrscheinlich. Seine Einschätzung fasst er deutlich zusammen:
„Mit anderen Worten: Die angespannte Speicherlage ist real. Meiner Einschätzung nach gab es jedoch kein dramatisches Szenario, in dem TSMC zunächst Fertigungsbestände im Wert von 1 Milliarde US-Dollar aufgebaut hätte und dann auf die Lieferung von Speicher warten musste, bevor mit der Verpackung fortgefahren werden konnte. Sowohl TSMC als auch Apple sind für ihre erstklassige Umsetzung bekannt, und eine derart dramatische Entwicklung wäre ungewöhnlich, wenn man bedenkt, wie eng die beiden Unternehmen ihre Lieferketten aufeinander abstimmen.“
Macs und iPads bekommen die Knappheit bereits zu spüren

Ganz ohne Folgen bleibt die Speicherkrise aber nicht. Bereits der Mac Studio, der Mac mini und das MacBook Air sollen von den Engpässen betroffen sein. Gleichzeitig haben die gestiegenen Speicherpreise Apple dazu gezwungen, die Preise für Macs und iPads im Juni anzuheben. Für die Kundschaft bedeutet die knappe Versorgung damit nicht nur längere Wartezeiten, sondern unter Umständen auch höhere Preise für neue Geräte.
Besonders interessant wird die Situation im Herbst: Die anhaltenden Lieferprobleme könnten laut Kuo auch die kommenden iPhone-Modelle treffen. Das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max und das erwartete faltbare iPhone Ultra könnten demnach nur in begrenzten Stückzahlen verfügbar sein. Die Speicherknappheit könnte damit ausgerechnet bei Apples wichtigsten und teuersten Geräten zum Engpass werden.
Für Apple-Fans könnte das den Start der neuen iPhone-Generation deutlich spannender machen als üblich. Sollte die Produktion tatsächlich durch die begrenzte Speicherverfügbarkeit ausgebremst werden, könnten die ersten Kontingente schnell vergriffen sein. Besonders bei den Pro-Modellen und dem möglichen faltbaren iPhone wird deshalb bereits mit einer hohen Nachfrage und möglichen Lieferengpässen direkt zum Vorbestellstart gerechnet.

Ich warte definitiv auf 2027. Die Jubiläums-Serie reizt mich mehr. Preis hin oder her.
Wobei das Speicherkontingent bereits jetzt mindestens bis 2028 ausverkauft ist.
Könnte vllt besser werden, wenn ein paar der Großen pleitegeht.