Placemarks: Gratis-App macht aus Reiseerinnerungen eine persönliche Weltkarte

Placemarks: Gratis-App macht aus Reiseerinnerungen eine persönliche Weltkarte

Orte markieren statt Reisetagebuch führen

Placemarks auf einem iPhone vor einem Bild von Paris mit Eiffelturm

Wer nach einer Reise schon einmal versucht hat, sich später an alle besuchten Orte zu erinnern, kennt das Problem: Fotos liegen verstreut in der Mediathek, Notizen irgendwo in der Cloud, und eine schnelle Übersicht fehlt. Genau hier setzt Placemarks: Travel Map (App Store-Link) an. Die kostenlose iOS-App von Mathis von Holten für iPhones und iPads will keine komplette Reiseplanung übernehmen, sondern konzentriert sich auf eine einfache Idee: Orte auf einer persönlichen Weltkarte markieren und so die eigene Reisegeschichte sichtbar machen.

Die Bedienung ist bewusst unkompliziert gehalten. Orte lassen sich direkt auf der Karte antippen oder über eine Suche hinzufügen. Anschließend können Nutzer und Nutzerinnen einen Pin als bereits besucht markieren, ihn zu den Favoriten hinzufügen und persönliche Notizen hinterlegen. Damit eignet sich Placemarks nicht nur für Länder, sondern auch für einzelne Orte, etwa eine Stadt, ein Restaurant oder einen besonderen Spot, an den man sich später unbedingt erinnern möchte. Entwickler Mathis von Holten berichtet:


„Die Idee entstand, weil ich selbst nach einer einfachen persönlichen Weltkarte für besuchte Orte und zukünftige Reiseziele gesucht habe. Viele vergleichbare Apps sind inzwischen voll mit sozialen Funktionen, KI-Reiseplanung, umfangreichen Statistiken oder der Frage, wie viel Prozent der Welt man bereits abgehakt hat. Genau danach hatte ich nicht gesucht. Placemarks verfolgt bewusst einen ruhigeren Ansatz. Die eigene Reisegeschichte soll kein Wettbewerb oder Completion Game sein, sondern eine persönliche Karte für Lieblingsorte, Erinnerungen und zukünftige Reiseziele.“

Placemarks denkt dabei allerdings nicht ausschließlich rückwärts. Neben besuchten Orten lassen sich Favoriten sammeln, so dass die Karte gleichzeitig zur persönlichen Wunschliste werden kann. Die gespeicherten Einträge können nach Kontinent und Land durchsucht und nach verschiedenen Kriterien gefiltert werden, etwa nach Typ, Besuchsstatus, Favoriten oder vorhandenen Notizen. So entsteht mit der Zeit eine ziemlich praktische Mischung aus persönlichem Reisearchiv und digitaler Bucket List.

Kartenansicht nach eigenen Vorlieben

Zwei iPhone-Screenshots von Placemarks vor einer Ansicht von Queenstown in Neuseeland
So sieht Placemarks auf einem iPhone aus.

Auch optisch bleibt die App flexibel. Man kann zwischen unterschiedlichen Kartenstilen wählen und die 3D-Darstellung ein- oder ausschalten. Die eigene Sammlung bleibt dabei stets im Mittelpunkt: Statt einer überladenen Oberfläche mit Social-Feed, Rankings oder irgendwelchen Reise-Challenges präsentiert Placemarks schlicht die Orte, die für den jeweiligen User relevant sind.

Bei einer App, die Reiseerinnerungen über Jahre sammeln soll, ist die Synchronisation besonders praktisch. Seit Version 1.2 von Placemarks werden Karte und Notizen über iCloud zwischen den eigenen Apple-Geräten synchronisiert. Placemarks läuft auf iPhone und iPad, benötigt allerdings mindestens iOS 26 beziehungsweise iPadOS 26. Die App selbst ist mit rund 5 MB erstaunlich klein und steht auf Deutsch und Englisch zur Verfügung.

Nicht nur optisch, sondern auch beim Thema Datenschutz und Monetarisierung gibt sich Placemarks zurückhaltend. Laut App Store-Angaben gibt es weder Benutzerkonten noch Werbung oder einen Social Feed. Der Entwickler gibt außerdem an, dass von der App keine Daten erfasst werden. Aktuell ist Placemarks kostenlos erhältlich und kommt damit ohne die üblichen Abo-Hürden vieler Reise-Apps aus. Inzwischen sind auch schon die ersten Bewertungen im App Store eingetrudelt: Im Durchschnitt gibt es volle fünf Sterne für die kompakte Reise-App.

Placemarks: Travel Map
Placemarks: Travel Map
Entwickler: Mathis von Holten
Preis: Kostenlos

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Mel
Ich bin seit 2011 Teil des appgefahren-Redaktionsteams und war schon immer an Innovationen im Tech-Bereich und Gadgets interessiert. Wann immer es praktisches Outdoor-Zubehör oder interessante Foto-Apps gibt, bin ich Feuer und Flamme, denn auch in meiner Freizeit bin ich gerne mit dem Rad oder der iPhone-Kamera unterwegs. Seit einiger Zeit nutze ich aktiv das Fediverse und berichte über neue Apps, Dienste und Entwicklungen.

Kommentare 1 Antwort

  1. Wenn man die Notizen nicht braucht und keine zukünftigen Reisen planen will , gibt es doch in Apple Fotos schon eine Kartenansicht mit allen besuchten Orten. Voraussetzung natürlich, dass ein Foto gemacht wurde und die Fotos sich noch auf dem iPhone befinden.

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