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Wie Tim Cook das faltbare iPhone ins Rollen brachte – und warum es extrem teuer wird

Mark Gurman teilt neue Details

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iPhone Ultra

Manchmal braucht es offenbar nur eine Dienstreise, um ein ganzes Projekt neu auszurichten. Genau das soll sich bei Apples lang erwartetem Falt-iPhone abgespielt haben, denn laut aktuellen Informationen von Bloomberg-Journalist Mark Gurman hat ausgerechnet der ehemalige Apple-Chef Tim Cook dem Vorhaben entscheidenden Schwung verliehen. Zudem zeichnet sich mittlerweile ab, in welcher Preisregion sich das Gerät bewegen dürfte, und die dürfte für so manchen Fan ein Schluck aus der teuren Pulle werden: Mit aufgestockter Speicherausstattung könnten laut Gurman rund 3.000 US-Dollar fällig werden.

Der Preis-Poker hinter den Kulissen

Ursprünglich sollen die Verantwortlichen bei Apple deutlich bescheidener kalkuliert haben. Intern war offenbar ein Einstiegspreis von 1.999 US-Dollar das Ziel, um unterhalb jener Schwelle zu bleiben, die man selbst als „potenziell heikel“ einstufte. Als Vorbild diente dabei wohl das iPhone X, das 2017 für 999 US-Dollar an den Start ging und damals ebenfalls als mutiger Preissprung galt.


Doch dann kam die weltweite Speicherknappheit dazwischen, die auch bei Apple für Kopfzerbrechen sorgte. Zwischenzeitlich soll intern sogar über einen Startpreis von 2.199 US-Dollar diskutiert worden sein, während bestimmte Speicherausführungen durchaus in Richtung der 3.000-Dollar-Grenze rutschen könnten. Zwar rechnet man mit einem gewissen Aufschrei seitens der Kundschaft, allerdings hat die Bereitschaft vieler Käufer, für gut ausgestattete iPhones bereits um die 2.000 Dollar hinzublättern, offenbar für Zuversicht gesorgt. Man ist demnach überzeugt, dass sich ein hochkarätiges Faltgerät durchaus lohnt.

Wie alles ins Rollen kam

Spannend ist auch die Entstehungsgeschichte, die Gurman in seinem Bericht nachzeichnet. Um das Jahr 2020 herum kehrte Cook offenbar von einer Reise durch Asien zurück und war, so heißt es, „ungewöhnlich angetan“ von den dort weitverbreiteten Falt-Smartphones. Er hatte live miterlebt, wie zunehmend mehr Verbraucher zu Geräten von Samsung oder Huawei griffen, und daraus den Schluss gezogen, dass auch Apple ein Pendant brauche. Fortan drängte er das Unternehmen, das Tempo bei der Entwicklung deutlich anzuziehen.

Vier technische Knackpunkte

Konzipiert wurde das Projekt zunächst unter Dan Riccio, der damals noch die Hardware-Sparte leitete, bevor später John Ternus diesen Posten übernahm. Vier Herausforderungen standen dabei besonders im Fokus: die sichtbare Falz in der Mitte des Displays möglichst unauffällig zu gestalten, ein zuverlässiges Scharnier zu konstruieren, ein neuartiges, biegsames Deckglas für das innenliegende Display zu entwickeln sowie eine Kamera zu realisieren, die unter dem Display verbaut werden kann.

Zu den technischen Eckdaten zählen ein 7,8 Zoll großes Innendisplay sowie ein 5,5 Zoll messendes Außendisplay, verpackt in einem eher breiten Formfaktor. Interessant ist ein Detail aus dem Entwicklungsprozess: Die Design-Teams sollen die Proportionen im zusammengeklappten Zustand mit einem Reisepass verglichen haben, im aufgeklappten Zustand hingegen mit einem Magic Trackpad. Diese kurze, breite Bauform wurde bewusst gewählt, um sich optisch von der Konkurrenz abzuheben und Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Ohne Kompromisse geht es nicht

Ganz ohne Abstriche kommt das neue Flaggschiff wohl trotzdem nicht aus. Gurman zufolge dürfte das Falt-iPhone weniger robust ausfallen als reguläre Modelle, zudem soll sowohl das Kamerasystem schwächer als auch die Akkulaufzeit kürzer ausfallen. Dennoch scheint man innerhalb Apples fest davon überzeugt zu sein, dass sich jedes produzierte Exemplar auch verkaufen lässt.

Große Bühne für den neuen Chef

Nicht zuletzt hebt Gurman hervor, dass die technische Komplexität des Projekts es zum idealen Showcase für den neuen CEO John Ternus mache, der zuvor als Hardware-Chef fungierte. Ternus habe sich neben Cook maßgeblich dafür eingesetzt, das Vorhaben „über die Ziellinie zu bringen“.

Wie es tatsächlich aussieht, dürfte sich schon bald zeigen: Apples faltbares iPhone soll bereits morgen im Rahmen der Veranstaltung „Surprise and Shine“ offiziell vorgestellt werden.

Titelbild: fpt/Youtube.

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Freddy
Seit 2010 als (Mit)-Gründer dabei, habe ich die zahlreichen Gerüchte rund um neue Apple-Produkte immer im Blick. Im Bereich Smart Home teste ich liebend gerne Saug- und Wischroboter, schaue mir HomeKit- und Matter-Gadgets an und fülle unsere Social Media-Kanäle bei Instagram, TikTok und Threads mit Leben.

Kommentare 9 Antworten

  1. Und der nächste Vollflop für Apple – nach der ach sooooo tollen Brille. Herrlich… Auch hier wird Apple ganz sicher abgewatscht und vielleiiiiiicht wachen sie ja doch noch auf und orientieren sich an „normalen“ marktüblichen Preisen ohne abzuheben 😉

  2. “ Um das Jahr 2020 herum kehrte Cook offenbar von einer Reise durch Asien zurück“ -> Jo, mitten zur Hochzeit von Corona, wo die Quelle des Ausbruchs im asiatischen Raum war, reist man durch Asien 😀 Und da es für Tim Cook kein Internet gibt und in den USA nur iPhones verkauft werden, kannte er Falt-Smartphones bisher noch gar nicht.

    „Er hatte live miterlebt, wie zunehmend mehr Verbraucher zu Geräten von Samsung oder Huawei griffen, und daraus den Schluss gezogen, dass auch Apple ein Pendant brauche“ -> Genau das, was Apple also NIE machen wollte und wofür Apple NIE stand. Einfach nur ein Produkt anbieten, weil die Konkurrenz es hat… Die Philosophie von Steve Jobs war es Produkte zu erschaffen, die einen Sinn ergeben haben, das Leben leichter gemacht haben, eine Schnittstelle zwischen Mensch und Technologie dargestellt haben. Nicht, um des Geldes wegen Profit zu machen. Genau deshalb ist Apple auch so langweilig unter Cook geworden. Zig Produkte, nichts Besonderes oder Neues mehr. Hoffentlich ändert sich das mit dem neuen CEO wieder.

    1. Wird sich vermutlich nicht ändern, die Stakeholder wurden es nicht witzig finden wenn nicht auf jeden Trend früher oder später aufgesprungen wird, egal wie gut oder schlecht dieser ist.

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