Chesslike: Ungewöhnliche Neuerscheinung erfindet das klassische Schachspiel neu

Ihr mögt Schach, aber das Spiel ist euch einfach zu kompliziert und langwierig? Wie wäre es dann mit Chesslike?

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Wirklich beschreiben kann man die Zugehörigkeit Chesslikes zu einem bestimmten Spiele-Genre nicht: Es ist weder ein klassisches Schachspiel, noch ein Abenteuer, noch ein Dungeon Crawler, noch ein rundenbasiertes Taktikspiel – am ehesten trifft es wohl die Mischung aus all diesen Kategorien. Chesslike (App Store-Link) steht als Universal-App für iPhone, iPod Touch und iPad zum Preis von 1,99 Euro im deutschen App Store bereit und lässt sich von dort auf alle Geräte laden, die mindestens iOS 6.0 oder neuer installiert haben und zudem über 24,3 MB an freiem Speicherplatz verfügen.


Die Aufmachung von Chesslike wirkt fast schon spartanisch: Eine Retro-Pixel-Grafik in einem wenig ausgefallen wirkenden, düsteren Ambiente bestimmen die vom Entwickler Adam Moore bereit gestellten 29 Level. Für den Anfang sicherlich nicht schlecht – doch wenn man bedenkt, dass man die ersten fünf, vielleicht sogar mehr, jeweils nach nicht einmal 30 Sekunden lösen kann, scheint der Umfang von Chesslike doch etwas knapp bemessen worden zu sein. Immerhin gibt es bereits einige Zusatzlevels, die von Mitgliedern der Community unter chesslike.net erstellt worden sind.

Online-Zwang & neue Inhalte nur nach erreichten Download-Zahlen

Je nach Level ist es das Ziel des in blaue Farbe getauchten Spielers, mit der entsprechenden Schachfigur den Ausgang zu erreichen, eine bestimmte Anzahl an Gegnern zu schlagen, oder auch einige Bonus-Gegenstände wie Schwerter oder Schilde einzusammeln, die der Figur verbesserte Eigenschaften verleihen. Obwohl Chesslike von den klassischen Bewegungen der jeweiligen Figuren Gebrauch macht, ist es nicht notwendig, Schach spielen zu können, um in diesem Game erfolgreich zu sein. Alles, was man wissen muss, um das Level zu bestehen, wird zu Beginn mitgeteilt, und ein Antippen der eigenen Figur weist den Spieler direkt auf die Möglichkeiten der Figuren-Fortbewegung hin. In vielen Fällen ist der direkte Weg nicht unbedingt der schnellste.

Ein großes Manko von Chesslike ist neben der nur geringen Anzahl von Leveln auch der Zwang, sich ein Nutzerkonto mit Namen und Passwort anlegen zu müssen, um das Spiel speichern zu können, außerdem ist eine ständige Internetverbindung aus unbekannten Gründen Pflicht. Mit den kommenden Updates sollen vom Entwickler neue Inhalte auf den Weg gebracht werden, allerdings nur dann, wenn entsprechende Download-Zahlen erreicht werden. Bei 5.000 Downloads gibt es eine Offline-Funktionalität, bei 8.000 Downloads eine musikalische Untermalung – bisher ist Chesslike nämlich ein stummes, stilles Spiel ohne jegliche Soundeffekte.

Bedenkt man, dass hier die Chance auf weitere Updates auf die Schultern der Käufer abgewälzt werden, fragt man sich, ob man die 1,99 Euro für Chesslike wirklich investieren sollte. Immerhin: In-App-Käufe oder Werbung findet sich nicht in diesem in allen Belangen ungewöhnlichen Spiel.

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Kommentare 1 Antwort

  1. „Ihr mögt Schach, aber das Spiel ist euch einfach zu kompliziert und langwierig?“
    -> „Ihr mögt Bewegung, aber seid zu faul von der Couch aufzustehen?“
    ?

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