Freemium-Spiele: Neues Theme Park & unsere Meinung

Ja, auch wir haben Theme Park früher gerne am Rechner gespielt. Jetzt können eingefleischte Fans auch auf iPhone und iPad spielen.

Electronic Arts hat heute ein weiteres Spiel ins Rennen geschickt: Das 119 MB schwere Theme Park (App Store-Link). Hier wird wieder auf das Freemium-Modell gesetzt. Die Applikation kann kostenlos heruntergeladen werden, ist aber mit vielen In-App-Käufen bestückt.


Anfangs kann man sich kostenlos einen Überblick verschaffen –  aber bereits nach einigen Minuten wird klar, dass man ohne In-App-Käufe sehr schnell frustriert ist, da man einfach nichts mehr bauen kann oder Stunden warten muss, bis man die geforderten Ressourcen zusammen hat.

In Theme Park muss man seinen eigenen Freizeitpark gestalten. Zum Start gibt es eine kleine Einführung, damit man die grundlegenden Elemente des Spiels kennen lernt. Mit einfachen Klicks auf Felder kann man eine Achterbahn oder ein paar Imbiss-Stände errichten. Doch schon nach den ersten Missionen soll man ein weiteres Fahrgeschäft bauen, welches 40 sogenannter „Super-Tickets“ benötigt. Zu dieser Zeit hat man vielleicht noch ein oder zwei Super-Tickets übrig, bekommt jedoch nach bestimmter Zeit weitere hinzu. Man wird dazu aufgefordert, in den Item-Store zu gehen und Tickets nachzukaufen (3,99 Euro für 70 Super-Tickets, 15,99 Euro für 300 Tickets). Natürlich kann man im Store auch weiteres virtuelles Geld kaufen.

Insgesamt ist Theme Park zwar nett gemacht, aber wir werden niemals Fans des Freemium-Modells. Aus Sicht der Nutzer gibt es Vor- und Nachteile, aber hier überwiegen unserer Meinung nach die negativen Aspekte. Natürlich lockt der kostenlose Download, doch um im Spiel überhaupt voran zu kommen, muss man In-App-Käufe tätigen – und das nicht gerade knapp. Wir hätten uns eine kostenpflichtige App gewünscht, in der es entweder keine oder nur wenige optionale Extra-Käufe gegeben hätte. Wir zahlen lieber einmal einen Betrag X und wollen dann nach Lust und Laune spielen, ohne weiteres Geld zu investieren.

Anscheinend läuft das ganze System für die Spiele-Entwickler – neben Electronic Arts ist hier auch noch Gameloft zu nennen – sehr lukrativ. Zudem verhindert dieses „Verkaufsmodell“ den Verlust durch illegale Downloads, die ja sonst leider zur Tagesordnung gehören. Dass man im Zuge dessen mittlerweile aber nicht mehr davor zurückschreckt, Vorgängerversionen komplett aus dem App Store zu löschen (Beispiel: Let’s Golf), ist nicht gerade nutzerfreundlich.

Ein Ende ist leider nicht in Sicht: Electronic Arts wird in diesem Jahr noch eine neue Version der Sims für iPhone und iPad veröffentlichen, auch hier mit einem Freemium-Bezahlsystem. Gameloft steckt in der finalen Phase der Entwicklung von Dungeon Hunter 3 – auch dieses Spiel wird als Freemium-Titel angeboten. Ganz neu im App Store ist Gamelofts „Six-Guns“ (App Store-Link). Diesen Titel soll man zwar kostenlos durchspielen können, Vorteile verschafft man sich, wie auch beim oben genannten Theme Park, durch den Einsatz von Geld – zum Beispiel mit 390.000 Münzen für schlappe 79,99 Euro. Dass es auch anders geht, haben beide „Global-Player“ ja zuletzt auch mit Titeln wie Modern Combat 3 oder FIFA 12 gezeigt.

Wie ist eure Meinung zum Freemium-Modell? Wie findet ihr das neue Theme Park von Electronic Arts? Lehnt ihr dieses Verkaufsprinzip der Entwickler ab oder wünscht ihr euch eine umfassende Berichterstattung auch bei Freemium-Titeln? Die Kommentarfunktion bietet genug Platz für Diskussionen.

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Kommentare 34 Antworten

  1. Das ist doch sch…. Ich finde das die macher der Apps versuchen mit diesen Spielmodellen einfach nur wahnsinnig reich zu werden. Nichst ist meh einfach gekauft und dann so durchgespielt. Ich bevorzuge auch nur Spiele die man einmal kauft und dann beliebig spielen kann.
    Gerade für die jüngere Generation ist das Freemium Model doch eine wahnsinnige Kostefalle.

    Grüße
    Chris

  2. Vorteil für den Spieler beim Modell mit den In App Käufen ist, dass er nur dann bezahlt, wenn de, Spieler das Spiel gefällt. Leider sind die meisten In App Käufe zu teuer, deswegen läuft dieses, vom Ansatz her sehr gute, Modell nicht in der Praxis. Da haben die Publisher eine große Chance vertan!

  3. Ich hab mal ausversehen irgendwelche Cyber-Dollar in so einem Spiel gekauft, weil ich das Spielprinzip nicht gleich kapiert habe. Apple hat mir aus Kulanz den Betrag wieder gutgeschrieben, aber seither sind In-App-Käufe bei mir deaktiviert und solche Apps werden ignoriert – gibt genug Material im AppStore.

    Illegale Downloads? Sowas gibts?

  4. In-App-Käufe mit denen man sich Münzen kaufen kann sind mir relativ egal (solange man das Spiel auch ohne schaffen kann). Aber Käufe mit denen man sich mehr Funktionen kaufen kann finde ich nicht gut. Wenn ich mir ein Spiel kaufe, will ich auch alle Funktionen nutzen können. Außerdem verstehe ich es echt nicht wie so große Konzerne so geldgierig sein können. Da merkt man das es vielen nur ums Geld geht und nicht um Kundenzufriedenheit.

  5. Welche Vorteile soll das Freemium-Modell für den Spieler haben?! Das ist reine Geldschneiderei und zielt auch besonders auf jüngere und unbedarfte Spieler ab, die leicht in die Kostenfalle tappen (man denke z.B. an Jamba/Klingeltöne).

    Ich würde nicht mehr über Freemium-Spiele berichten (max. als Warnung!)… ;0)

  6. Ein Konzept, welches ich für sehr fragwürdig halte. Ich hoffe, dass genügend Leute auf die InApp Käufe verzichten und sich dieses Konzept nicht endgültig durchsetzt. Ich habe jedenfalls noch nicht einen einzigen getätigt und das bleibt auch so.

    1. Ich hasse auch diese InApp-Käufe. Ich nutze zwar Apps, die InApp-Käufe anbieten, aber nutze ich nicht, da sie im Spiel 1. nicht notwendig sind und 2. das Spiel unglaublich erleichtern und somit den Spielspaß zerstören.

      Aber wenn man Android verwendet, ist dort das Freemium-Modell sehr beliebt. Für kostenlose Apps muss man nicht wie auf iOS (in der Regel) eine Kontoverbindung einrichten.

  7. Ich denke auch, dass bei Freemium-Spielen die Nachteile überwiegen. Das einzig positive wäre , wenn man z.B. Ein Spiel kostenlos Laden könnte und dann per In-app Kauf die vollversion freischalten könnte, um es vorher mal getestet zu haben, aber dafür gibt es eigentlich ja schon die Lite-Versionen. Deshalb halte ich mich eigentlich fern von Freemium-Spielen.

  8. Also ich mag freemium Spiele auch nicht. Habe mir six guns trotzdem angeschaut und es gefällt mir richtig gut, aber leider wird man wohl irgendwann nicht mehr um die in-App-Käufe drumherum kommen, das ist echt schade.

  9. Also, auch ich freue mich nicht wirklich auf solche games.
    Jedoch muss es sich ja anscheinend rentieren, würde es niemand kaufen würde EA und co ja auch nicht solche wege gehen.

    Jedoch finde ich es lächerlich hier die geldgier anzuprangern, und im gleichem athemzug im job oder privat bei eby noch so viel geld wie möglich für sich rauszuschlagen.

    Ob ihr berichte über solch games schreibt; also ich würde mich schon freuen. Denn sicher gibt es auch „faire wege“ in dem vertriebsbereich, und durch eure info bezüglich des preises weiß ich nun, theme park nicht zu kaufen, auch wenn ich es auf pc und co. gerne spielte. Könntet ihr nich mal EA um eine stellungnahme dazu bitten und ihnen verklickern sich so viele gamers zu verkraulen, bzw solch games keine guten wertungen vergeben zu können?!

    Mfg, Alex

    1. Um eine Stellungnahme oder Antwort von EA zu bekommen, muss man meines Erachtena selber det Spieleentwickler sei ! Meine Erfahrung mit Stellenungnahme seitens EA sind eher grau! Sie stellen such gerne dem Meckernden in den Weg und ignorierend weiter meckern! Sie haben es nicht nötig, sich von einzelnen „erwachsenen“ Usern vollpalabern zu lassen, stattdessen wird fleißig weiter auf die Unerfahrenheit der jungen User gesetzt, die es wahrscheinlich gar nicht anders kennen!

      PS …hätte ich In-App-Käufe nicht auch deaktiviert, wären mir bei der nächsten Abeechnung die Augen aus dem Kopf geschossen! Mein „Kleiner“ kleine weiß manchmal nicht, dass man für eine Kuh z.B. wirklich zahlen kann, darf, muss! Ist schon knuffig (LACH)!

  10. Naja ich finds ganz okay. Einerseits kann ich Geld sparen da ich inapps deaktiviert habe und die titel eh umsonst sind anderseits stresst es manchmal etwas wenn man einfach ncht mehr machen kann weil man energie braucht. Ich fänds gut wenn die inapps wirklich so wären das man sie garnicht braucht

  11. Freemium macht mir eig. nichts aus solange das Spiel auch genießbar bleibt. Sobald man aber um einen Kauf nicht mehr herumkommt bzw. ewig lang müßig Geld sammeln muss (und so der Spaß leidet) fliegt das Spiel gleich wieder vom iDevice.
    Dann verdienen die Entwickler gar nichts.

    Ich bevorzuge das gute alte Modell: Einmal bezahlen, ewig spielen. Oder bei aufwändigen Multiplayer Games darf es wegen mir auch ein Monats- o. Quartalsabo sein. Aber bitte nicht so!

    Fänd ich echt gut, wenn ihr da wirklich mal die Publisher anschreibt.

  12. Schade Theme Park war ein richtig tolles Spiel, damals vor 15 Jahren oder so. Mit diesem Verkaufsmodell verzichte ich allerdings darauf.

  13. Naja bei MC3 guckt man ja relativ schnell ins Rohr, für nen einfachen Aufsatz müssen es ja gleich 5.000 Münzen sein obwohl ein Anfänger vielleicht 200 pro 10-min Spiel.
    Also gerade mal mehr als 4h spielen, aber ansonsten hat Gameloft noch alle Tassen im Schrank oder?!? Auch haben sie die Pay-Version von BIA2 verschwinden lassen und stattdessen diesen In-App-Monster namens „Brother in Arms 2 free++“ in den Store geworfen.

    1. Ich finde diese „Freemium“-Angebote (für mich das Unwort des Jahres) sch… äh.. unschön. Die würden es ja auch niemals (oder?) wagen, Spiele wie den Euro Truck Simulator oder Demolition Company mit dem Modell zu vermarkten. Wie auch immer, ich kann mit diesen Geschäftsmodellen herzlich wenig anfangen.

      p.s. Jamba – Gibt’s das eigentlich noch?

    2. Oh Gott ja!!! Das Spiel hab ich vor einer Woche erst wieder gefunden. CD zwar etwas zerkratzt, aber das ist nicht mal das Problem: auf Win7 64bit geht nicht mal das installieren.

      Das Spiel wäre ja sowas von geeignet für iOS. Da könnte dieses Theme Park hier eh einpacken. Aber wehe Holiday Island würde „Freemium“ werden

  14. Natürlich finde ich soetwas doof.Ich denke auch: Einmal zahlen –> Immer spielen.
    Edit: Restlicher Kommentar von der Redaktion entfernt.

  15. Apps-in Käufe. Ein absolutes Reizwort.
    Entweder riskiert der Entwickler einen einmaligen Kauf mit einem angemessenem Preis oder er (auch die Firma die dahinter steckt) riskiert den grundsätzlichen Verlust solventer Kunden.

  16. Free 2 Play, Pay 2 Win!

    Ich halte persönlich nichts von solchen Modellen, mag das Spiel noch so gut sein. Im Endeffekt ist ein solches Spiel immer teurer, als ein herkömmliches Spiel, dass von Grund auf alles bietet.

    1. Ich mich auch … Aber als Freemium? Mal abwarten was es dann kostet … Aber mehr als 5,49 € will ich eigentlich nicht für ein iPhone Game ausgeben …

  17. EA (elektonische Abzocke) betreibt leider schon seit einiger Zeit diese Art des Geschäftemachens! Das mit dem Image, EA sei ein super-Spieleentwickler (war mal…), haben sie sich selber verkorkst, indem sie immer wieder ein Update der neuen Spiele (wie z. B. Fifa oder NHL [PS3]) statt eines wirklich neuen verbesserten Spiels herausgebracht haben! Scheinbar verlor EA dadurch immer mehr Stammspieler, die die Schnauze, so wie ich, voll hatten, für ein Paar neue Roster Geld auszugeben! Der finanzielle Aspekt wird bei EA leider in den Vordergrund gestellt, der Service bleibt bei technischen Problemen, und die sind nicht zu knapp (siehe Grafikprobleme für Fifa am PC) aber auf der Strecke!
    OK, ganz ehrlich: So schlecht sind jetzt die Spiele für EA auch nicht! Aber ein Lockout-Jahr täte den Spieleentwickler auch mal gut! Rockstar macht es allen vor! Sie stellen Qualität vor Quantität, verlangen einen guten Preis und bieten dafür aber garantierten und zeitlosen Spielspaß! So wird da ein Schuh draus, den man gerne und lange tragen mag!

  18. In App Käufe sind nicht generell ein Problem, so lange es sich um zusätzliche Level, Missionen o.ä. handelt, was man dann auch behält und sich nicht abnützt oder verbraucht.
    Nervig wird es wenn es um sogenannte „Consumables“ geht. Sachen, die verbraucht werden, damit man länger/“besser“/schneller etc. spielen darf und sich somit Vorteile gegenüber anderen Spielern verschafft, oder ganz ätzend, um z.b. bei einem Online Rollenspiel besondere und bessere Schatzkisten öffnen zu können.
    Wenn sowas in einem Spiel vorkommt, dann ist das für mich ein No Go und das Spiel wird nur mal kurz getestet, um es mal gesehen zu haben oder erst gar nicht geladen.
    Freemium ist meistens eine Katastrophe in meinen Augen. Da zahl ich lieber monatlich.
    Ich denke, es wird auch irgendwann dem Einfältigsten klar, das dieses Bezahlmodell, so wie es von Zynga, Gameloft, EA und all den anderen üblichen Verdächtigen angewandt wird, nur dazu dient dem Spieler mehr Geld aus der Tasche zu ziehen, als er eigentlich bereit wäre für das Spiel zu bezahlen.
    Aber wer weiß, vielleicht wird ja Irgendein Office auch bald Freemium und wir zahlen pro geschriebenes Dokument.
    Oder aber noch spaßiger, ein Mal das Freemium Betriebsystem starten kostet 5 Cent, jeder gelöschte Virus macht 10 Cent, jede EMail das gleiche. Schöne neue Welt! Neu? Gab es nicht im Mittelalter ähnliche Strukturen….? ^^

  19. Dafür sind die Spiele am Anfang gratis. Ich gebe euch recht, dass die Preise für die In App Käufe noch zu teuer sind. Sie sind aber ein guter Gradmesser, wie viel die User für ein Spiel wirklich ausgeben. Abzocke ist es nicht, da jeder freiwillig bezahlt, um den ganzen Spielspaß zu bekommen. Solange man mit gutem Menschenverstand an die Sache herantritt, was ich uns hier allen zutraue, ist keine Pauschalverurteilung der In App Käufe notwendig.
    Es ist eine Reaktion der Publisher auf den veränderten, wo illegale Käufe zunehmen. Wie immer in der Marktwirtschaft, wenn es nicht um die Deckung von Grundbedürfnissen geht, basiert das Angebot auf die Nachfrage. Gäbe es diese nicht, wären die Bezahlmodelle schon längste begraben.

  20. Als ich gelessen habe „Theme Park“ geil gleich kaufen…. Aber nachdem man es gar. nicht richtig spielen kann lass ich es lieber. Einmal was zahlen und spielen das finde ich fair.. andersrum nicht. Werde wohl etz mein 2handy für was Opfern 🙂

  21. du irrst sich Janc. Ein Spiel sollte man kostenlos (Demo) wie auf dem pc anspielen können. Und wenn es einen zusagt kann er dies mit einen gerechtfertigten Preis kaufen. Das mit diesen zusatz kauferei finde ich einfach GeldGier Abzockerei. hab mit’n Kumpel Virtuall City gespielt, kumpel wollte nicht warten und jetzt hat er sich für 8-10 € solche Investionspunkte gekauft Fazit war eh um die hälfte fertig und jetzt hat er keine Lust mehr weil er eh nix mehr bauen kann. Viel zu teuer für soen kram.

  22. Wenn Ihr Warnungen zu Freemium-Apps, die man, wie ThemePark, ohne Zusatzausgaben kaum sparen kann, finde ich das super, so brauchen wir nicht alle unsere Zeit für solchen Geldschefferschrott zu verschwenden.
    Die Spiele, wo man sich sofort alle Level freischalten kann oder sich Ingame-Hilfen / Kosmetika erwerben kann finde ich als einziges OK, alles andere geht meiner Meinung nach gar nicht und kann von mir aus sogar aus den Store.

  23. Eigentlich keine schlechte idee! Wie schon gesagt ist hier ein illegaler download unsinnig! Leider sind die Preise für so ein paar Münzen viel zu lächerlich hoch!!! Leider gibt es anscheinend noch genug Leute die zu viel Geld haben und für so einen Mist ihr Geld ausgeben! Ich kann da nur sagen, Leute kauft bloß nix per inAppPurchase, dann müssen die Hersteller nämlich billiger werden, oder dieses scheiß abzocksystem wieder abschaffen!!!

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