Vor rund einem Monat hatten wir erstmals über den neuen Dreame Z30 Pro Aqua berichtet: Damals hatte der bekannte Hersteller von Haushalts- und Smart Home-Geräten den 2-in-1-Akkusauger für Nass- und Trockenreinigung präsentiert. Mittlerweile sind einige Wochen ins Land gegangen, und die Neuerscheinung ist nicht nur seit kurzer Zeit im Handel erhältlich – unter anderem für 549 Euro bei Amazon – sondern auch ich habe ein Testgerät des Nass- und Trockensaugers erhalten. Meine ersten Eindrücke findet ihr daher in diesem Artikel.
Doch zunächst zu den harten Fakten: Der Dreame Z30 Pro Aqua ist kein klassischer Staubsauger, sondern ein All-in-One-Gerät, das verschiedene Reinigungsbedürfnisse abdecken soll. Er kombiniert das Absaugen von Staub und Schmutz mit der Nassreinigung von Böden in einem einzigen Arbeitsgang.
Im Zentrum des Geräts steht die AquaCycle 2.0-Bürste, die ein synchronisiertes Vier-Phasen-Reinigungssystem nutzt: Sprühen, Abziehen, Schrubben und Saugen. Dadurch können sowohl nasse als auch trockene Verschmutzungen effizient entfernt werden. Mit einer maximalen Nassreinigungsdauer von 40 Minuten und einer Flächenleistung von bis zu 290 Quadratmetern bietet das Gerät laut Hersteller eine hohe Flexibilität. Ein Drei-Zonen-Wassermanagementsystem trennt Frischwasser, Schmutzwasser und feste Partikel, um Hygiene und Leistungsfähigkeit zu garantieren.
Automatische Walzenreinigung mit 70 Grad heißer Luft

Die im Lieferumfang enthaltene Basisstation übernimmt darüber hinaus die automatische Reinigung und Trocknung der Walze mit 70°C heißer Luft. So bleibt die Bürste stets einsatzbereit und muss nicht manuell gereinigt werden. Zusätzliche Komfortmerkmale wie die TangleCut-Technologie zum Zerschneiden von längeren Haaren und das CelesTect-Beleuchtungssystem erleichtern die Reinigung und verbessern die Sichtbarkeit während des Betriebs.
Der Z30 Pro Aqua wird von der TurboMotor-Technologie von Dreame angetrieben und erreicht eine Saugleistung von bis zu 28.000 Pascal. Damit sollen selbst Tierhaare, feiner Staub und hartnäckige Verschmutzungen zuverlässig entfernt werden. Die Zyklon-Technologie verhindert ein Verstopfen des Filters und sorgt für eine konstante Leistung. Ein fünfstufiges Filtersystem filtert zudem feine Partikel und Allergene wie Pollen oder Tierhautschuppen zu 99,99 Prozent aus der Luft. Der integrierte LiPo-Akku ermöglicht eine Laufzeit von bis zu 90 Minuten, was eine Reinigung von bis zu 200 Quadratmetern pro Durchgang ermöglicht.
Zu den weiteren Funktionen gehört auch ein faltbares Design: Die um 90 Grad klappbare Verlängerungsstange lässt sich an verschiedene Reinigungssituationen anpassen und ermöglicht das Reinigen unter Möbeln oder in engen Zwischenräumen, ohne dass man sich bücken oder Möbel umstellen muss. Der um 180 Grad drehbare Bürstenkopf sorgt zudem für eine einfache Handhabung auch in engen Ecken. Verschiedene Reinigungsaufsätze ermöglichen die Behandlung von weichen Oberflächen wie Teppichen oder Polstern sowie hartnäckigen Verschmutzungen.
Lieferumfang und Einrichtung des Dreame Z30 Pro Aqua

Bei mir zuhause ist der Dreame Z30 Pro Aqua mittlerweile eingetroffen und konnte von mir bereits für einige Reinigungsaktionen zum Einsatz kommen. Die Lieferung erfolgt in einem einzigen großen Paket, in dem alles Wichtige dabei ist. Neben dem Akku-Staubsauger inklusive seiner Trockenreinigungs-Bürste findet sich auch die austauschbare größere AquaCycle 2.0-Bürste, in deren Gehäuse sich eine Schublade für Frisch- und Schmutzwasser sowie einem Fach für feste Partikel befindet, im Lieferumfang. Auch die Basis- bzw. Lade- und Reinigungsstation samt Stromkabel und Halterung für den Staubsauger sowie eine längere Ritzenbürste, eine kompakte Möbelbürste und eine kleinere Präzisionsbürste mit umlaufenden Borsten wird von Dreame im Paket mitgeliefert.
Die erste Einrichtung ist schnell erledigt, da sich der Staubsauger nur noch an zwei Stellen zusammensetzen und die schon vorinstallierte Basisstation mit einem Stromkabel an der Steckdose angeschlossen werden muss. Nach einer ersten vollen Akkuladung kann dann die Saug- und Wischkombi zum Einsatz kommen.
Aufladen nur im Wischbürsten-Modus

Dreame unterscheidet bei der Reinigung zwischen dem reinen trockenen Staubsauger- und dem auch für eine nasse Reinigung geeigneten Aufsatz. Ein kleines Manko habe ich an dieser Stelle bemerkt: Das Gerät lässt sich in der Basisstation nur dann aufladen, wenn die größere AquaCycle 2.0-Bürste angebracht ist. Hat man zuvor lediglich trocken mit dem Staubsauger-Aufsatz gesaugt, steht der Nass- und Trockensauger etwas wackelig in der Lade- und Reinigungsstation und wird nicht automatisch mit Strom versorgt. In diesem Fall musst man vorher die AquaCycle 2.0-Bürste anbringen und das Gerät dann in die Station zum Aufladen stellen. Eine unabhängige Lademöglichkeit über einen Anschluss direkt am Gerät, wie ich ihn von anderen reinen Akkusaugern wie dem Roborock H5 kenne, ist hier leider nicht vorhanden.
Dafür gibt es bei der Trockenreinigung über die Staubsauger-Bürste einen großen Vorteil zu verzeichnen: Das in der Bürste integrierte CelesTect-Beleuchtungssystem mit einer türkisgrünen hellen LED zeigt wirklich JEDES Staubkorn, das auf dem Boden liegt. Ich dachte bisher, dass meine Wohnung immer gut gereinigt ist, aber dieses kleine Licht auf Höhe des Bodens macht auf erschreckende Art und Weise deutlich, wie viel Staub und Schmutz eigentlich auf dem Boden liegt.
Filtersystem vor allem für allergiegeplagte Personen sinnvoll

Beim Saugen kann zwischen drei Intensitätsstufen gewählt werden, um auch hartnäckigen Schmutz entfernen zu können. Auf höchster Stufe wird der Akkusauger schon richtig laut: Schlafende Kinder oder Mitwohnis sollte man dann nicht im Nebenraum haben. Der aufgesaugte Schmutz wird in einem Behälter direkt am Griff des Staubsaugers eingeschlossen, der sich bequem entleeren lässt. Gerade für Personen mit Allergien wichtig: Das fünfstufige Filtersystem schließt mögliche Allergene und Feinstaub sicher ab, laut Dreame zu 99,99 Prozent. Ein kleines weiteres Gimmick erwartet einen nach dem beendigten Saugvorgang: Auf dem Display am Handgriff zeigt der Akkusauger, wie viele Schmutzpartikel welcher Größe das Gerät eingesaugt hat.
Möchte man statt des trockenen Saugens die Böden auch nass reinigen, kommt die größere AquaCycle 2.0-Bürste zum Einsatz, die einfach am unteren Rohrverschluss gewechselt werden kann. Hinter der rotierenden Bürste befindet sich eine Schublade, die sich ausziehen lässt, um Frischwasser einfüllen und nach dem Wischvorgang Schmutzwasser und -partikel entfernen zu können. Ich war zum einen positiv überrascht, wie gut und präzise es sich mit dem sehr wendigen Wischaufsatz wischen lässt, aber gleichzeitig auch über das insgesamt hohe Eigengewicht des Geräts. Gerade bei längeren Reinigungsvorgängen wurde mein Arm doch etwas lahm, so dass ich von einer Hand zur anderen gewechselt habe.
Wasserabgabe beim Wischen: Definitiv verbesserungswürdig

Was beim Nassreinigen zudem auffällt: Die AquaCycle 2.0-Bürste hinterlässt kaum feuchte Rückstände auf dem Boden. Beim Wischen merkt man einige dünne feuchte Streifen, die von den Wasserdüsen der Bürste stammen – ein richtiges feuchtes Wischen ist der Vorgang allerdings nicht. Hier war ich im direkten Vergleich mit meinem zuvor genutzten Gerät von Dreame, dem H12 Dual, deutlich Besseres gewohnt. Festgetrocknete Flecken oder verschüttete Flüssigkeiten lassen sich trotzdem gut mit der Wischbürste reinigen, die zwischen einem kombinierten Saug-Wisch- und einem Wischmodus wechseln kann.
Mit der Wischfunktion des Z30 Pro Aqua konnte ich in meiner Wohnung beispielsweise eine Vinylbodenfläche von rund 40 qm reinigen und hatte noch etwa 70 Prozent Restakku übrig. Nach dem Wischvorgang kann man das Gerät dann wieder in die Basisstation stellen und manuell einen Reinigungsbutton betätigen, so dass die Wischwalze im Anschluss gesäubert und dann mit 70 Grad Heißluft in rund 30 Minuten getrocknet wird. Auch hier gibt es durch die ständige Rotation der Wischbürste kontinuierliche Geräusche. Es bietet sich daher aufgrund der Lautstärke – rund 64 dB in einem Meter Entfernung – an, die Basisstation in einem abgeschlossenen Raum, beispielsweise einem Abstell- oder Heizungsraum unterzubringen, um vom Reinigungsprozess nicht gestört zu werden.
Fazit und Verfügbarkeit

Grundsätzlich kann ich nach meinen ersten Saug- und Wischerfahrungen mit dem Dreame Z30 Pro Aqua in meinen eigenen vier Wänden sagen, dass die kompakte Kombination aus einem Akkusauger und einem Wischgerät wirklich praktisch ist. Die Basisstation samt angebrachtem Gerät nimmt nur rund 0,5 qm ein und sollte auch in der kleinsten Wohnung in einer Ecke Platz finden. Während ich von der Saugleistung mit der angebrachten Bürste samt LED-Licht sehr begeistert war, hat mich die geringe Wasserabgabe im Wischmodus der AquaCycle 2.0-Bürste etwas enttäuscht. Wirkliches Nasswischen war damit nicht gegeben, und bisher habe ich auch nach dem Durchforsten der Bedienungsanleitung keine Möglichkeit gefunden, das Gerät zu einer höheren Wasserabgabe beim Wischen zu bewegen. Dreame hat hier wohl einen Kompromiss mit dem kleineren Frischwassertank eingehen wollen.
Erhältlich ist der neue Dreame Z30 Pro Aqua derzeit mit einem kleinen Rabatt von 50 Euro auf den Normalpreis zum Marktstart bei Amazon: Dort kostet der Staub- und Wischsauger aktuell 549 statt 599 Euro. Weitere Infos gibt es auch auf der offiziellen Produktseite von Dreame, wo die Neuerscheinung für 599 Euro bestellt werden kann.
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