Erste Hilfe DRK: Offizielle App des Deutschen Roten Kreuzes bietet wichtige Hilfe bei Notfällen

Erst kürzlich war in den Medien zu lesen, dass ein Mensch in einer Straßenbahn verstarb, da niemand erste Hilfe leistete. Mit einer App wie Erste Hilfe DRK hätte man dem vorbeugen können.

Erste Hilfe DRK

Zeuge eines Notfalls zu werden, kann jedem Menschen passieren. Und der für den Führerschein notwendige Erste Hilfe-Kurs ist dann vielleicht schon mehrere Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte her. Was also tun bei einem Unfall oder einem anderen Notfall? Wie führe ich eine Wiederbelebung durch, und wie ging noch mal die stabile Seitenlage? Was mache ich, wenn mein Kind sich stark verbrannt hat?

All diese Fragen lassen sich mit der iPhone-App Erste Hilfe DRK (App Store-Link) beantworten, die sich zum Preis von 1,09 Euro aus dem deutschen App Store herunterladen lässt. Schade ist in diesem Fall wirklich, dass diese offizielle Anwendung des Deutschen Roten Kreuzes bezahlt werden muss – gerade, wenn es um ein so wichtiges Thema geht, das vielleicht Menschen das Leben retten kann. Ich habe den Euro für die knapp 20 MB große App trotzdem gerne ausgegeben und lege sie jedem ans Herz, der das eigene Wissen über erste Hilfe wieder etwas auffrischen will.

Insgesamt gibt es in Erste Hilfe DRK vier große Funktionen, darunter auch den interaktiven Erste Hilfe-Assistenten. Dieser bietet sprachgesteuert samt Bildern und Texten nützliche Informationen und kann einem Ersthelfer durch eine Notfallsituation lotsen. Gerade, wenn man unsicher ist, was in einer solchen Situation zu tun ist, kann diese kleine Hilfe praktisch assistieren. Und natürlich kann man damit auch einen Ernstfall simulieren und üben, was dann zu tun wäre.

Notruf-Assistent mit GPS-Lokalisierung

Weiterhin verfügt die Erste Hilfe DRK-App über ein Glossar, das als „Der kleine Lebensretter“ bezeichnet wird. Dort findet sich alphabetisch geordnet jede Menge Hintergrundwissen zu Themen wie Bewusstlosigkeit, Verbrennungen, Insektenstiche, einem Schlaganfall, Wiederbelebung bei Kleinkindern oder einer Helmabnahme im Notfall. Ist dann doch einmal eine Situation eingetreten, in der ein Notruf an die 112 abgesetzt werden muss, kann dieser direkt aus der App heraus getätigt werden – inklusive Anleitung zu den fünf „W“s (Wo befinde ich mich, Was ist passiert, Wie viele Verletzte, Welche Verletzungen, Warten auf Rückfragen) und einer GPS-Standortbestimmung.

Möchte man sich selbst dann über die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes informieren, steht der Menüpunkt „DRK Infodienste“ zur Verfügung: Dort gibt es nicht nur Neuigkeiten per RSS, sondern auch die nächsten Blutspende-Termine und Erste Hilfe-Kurse, sowie aktuelle Tipps und Hinweise. Momentan findet sich unter letzterem Abschnitt ein interessanter Artikel zum Thema Vergiftungen und Verätzungen vom DRK-Bundesarzt Peter Sefrin. Ich würde mir wünschen, dass möglichst viele Menschen diese App herunterladen – bei einem Notfall kann sie sogar Leben retten.

Erste Hilfe DRK
Erste Hilfe DRK
Preis: 1,09 €

Kommentare 18 Antworten

  1. Na, so eine App, von der man doch augenscheinlich will, dass sie viele Leben retten hilft und sich so weit verbreiten soll, wie nur möglich, um dieses Ziel zu erreichen, sollte doch kostenlos sein. 🙄

  2. Sowohl als auch, Leute, habt beide recht.
    Die Entwicklung und Betreuung der App verursacht Kosten, die gedeckt werden wollen. Allerdings sollte man dann die Kosten nicht auf den Hilfsbereiten umlegen, sondern vielleicht die Krankenkassen oder den Staat um Finanzierungshilfe fragen…

  3. Alles schön und gut! Nur stell ich mir grad bildlich vor wie Leute bei einem Unfall/Notfall erst das Smartphone zücken und in der App nachschauen was zu machen ist! Der Ansatz ist gut, aber man sollte sich schon vorher informieren und einen Kurs machen. Der wird ja beim Malteser etc. angeboten, oder man macht einen über seinen Arbeitgeber!

    1. Und der wird sogar von der Berufsgenossenschaft bezahlt. Kostet den Arbeitgeber nur die Arbeitszeit für die Freistellung zum Kurs.

  4. Es ist schon traurig, dass anlässlich einer App die helfen soll und kann über den Preis diskutiert wird. Für sch… Spiele geben wir ein vielfaches aus und natürlich erwarten und fordern wir, dass sofort geholfen wird, wenn man selbst betroffen ist. Eine Investition von Geld oder auch etwas Zeit für einen Kurs ist uns das Ganze aber nicht wert! Es ist erschütternd zu beobachten, wie sich die Werte ins Negative verändern. Hauptsache die Bespaßung passt! Und bitte macht mich jetzt rund ob meiner Aussage!

  5. Ich finde auch das die App für lau sein sollte um möglichst viele zu erreichen. Da muss eine finanzielle Beteiligung v. Staat &Krankenkassen erfolgen. Auch das DRK erhält z. B. Blutspenden die sie für hohe Verkaufspreise an KH abgeben u den Spendern nur eine beschämend niedrige Vergütung zahlen. Da sollte eine App von denen eigentlich umsonst sein. Auch so erhält drk spenden, da finde es sehr kleinlich u. unangemessen Geld zu verlangen.

  6. Das DRK lebt glaub auch nicht von Luft und Liebe. Einen kleinen Beitrag zur Finanzierung diverser Ausgaben, Anschaffungen etc. kann ich also noch verkraften!

    Was mich eher stört und verwundert ist die fehlende iPhone X Unterstützung. Eine App die heute neu auf den Markt kommt sollte doch bitte direkt für das größere Display optimiert sein!! Das ist schwach!

    1. Selbst die Telekom hat es bis heute noch nicht geschafft alle Apps an das iPhone X anzupassen, obwohl schon diverse Updates rausgehauen wurden. Apple sollte also nicht nur neue Apps, sondern auch alle Updates ablehnen, die nicht an das iPhone X angepasst sind.

      1. Danke für die Info. Immerhin ein kleiner Lichtblick. Könnt ihr mal einen Artikel bringen, der versucht zu beleuchten, warum gerade die größeren Firmen derart Probleme damit haben, ihre Apps aktuell zu halten und an neue Geräte anzupassen? Ich würde in dem Zuge nämlich einfach mal bei der Telekom und so nachfragen und deren Antworten veröffentlichen. Als kleiner Privatmann bekommt man von denen keine Antwort darauf.

        1. Die Apps der Telekom sind übrigens alle kostenlos, du meckerst also hier auf hohem Niveau. Die Anpassung an ein neues Display, gerade wenn sich die Seitenverhältnisse ändern, ist nicht immer ganz einfach und muss erstmal finanziert und umgesetzt werden.

          1. @Starbax: Die Entwicklung der Telekom-App hat aber keinen karitativen, sondern einen gewinnorientierten Zweck. Die App soll helfen den Umsatz zu steigern. Insofern ist es mindestens mal „ungeschickt“, im April 2018 immer noch keine iPhone X-Anpassung zu haben.
            Das ist noch nicht mal das größte Problem. Seitdem Neurelease der App kann ich meine Hotspot-Flat nicht mehr nutzen. Die App weigert sich konstant sich zu verbinden. Vorher gab es wenigstens einen Login- und Logout-Button. Jetzt sehe ich nur noch „connecting…“ und einen sich ewig drehenden Kreis.

          2. Sorry, mit dem Verbindungsproblem meinte ich die Connect-App der Telekom.

            Gruß, zeroG alias anonymous, die Appgefahren-App hat auch offensichtliche Probleme und ich muss mich immer noch vor jedem Beitrag neu einloggen 🤬

          3. Die App „EntertainTV mobil“ ist zwar kostenlos, aber für die uneingeschränkte Nutzung ist eine Zubuchoption nötig, die 6,95 Euro im Monat kostet. Und genau diese App ist noch nicht angepasst. Die meisten kostenlosen Apps aber schon. Wo ist das also jetzt meckern auf hohem Niveau?

          4. Kleine Ergänzung: Wenn die App schon im Vorfeld schlecht programmiert wurde, dann ist eine Anpassung an ein neues Display natürlich ein Problem. Und so gut wie jeder Wald und Wiesen Entwickler hat es bereits geschafft seine App anzupassen. Nur die Telekom nicht. Wie man es dreht und wendet, es bleibt ein Armutszeugnis für den größten deutschen Mobilfunkanbieter.

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