ToDo-App hier, Kalender dort, dazwischen noch Notizen und Erinnerungen: Wer seinen Alltag halbwegs organisiert bekommen will, jongliert schnell mit mehreren Apps. Genau an dieser Stelle setzt Flick (App Store-Link) an. Die App für iPhone, iPad, Mac und die Apple Watch verbindet eine Aufgabenverwaltung, Projekte und Kalender in einer Oberfläche und will aus einer losen ToDo-Liste einen Tagesplan machen, der tatsächlich in den vorhandenen Zeitplan passt. Die Grundidee ist simpel: Der Kalender zeigt, wann Termine anstehen, und Flick soll daraus ableiten, wann noch Zeit für die offenen Aufgaben bleibt.
Der zentrale Kniff von Flick heißt Timeblocking: Aufgaben lassen sich direkt auf den Kalender ziehen und dort als Zeitblöcke einplanen. Das soll vor allem verhindern, dass die klassische ToDo-Liste mit 15 Punkten suggeriert, man könne all das irgendwie „noch schnell“ erledigen. Flick berücksichtigt stattdessen Meetings, Vorlesungen und private Termine und macht sichtbar, wie viel Zeit tatsächlich übrig bleibt. Die Blöcke lassen sich anschließend verschieben oder in ihrer Länge anpassen, was sich besonders dann als praktisch erweist, wenn der Alltag mal wieder anders läuft als morgens gedacht.
Unter der Oberfläche steckt zudem ein ziemlich umfangreicher Aufgabenmanager. Aufgaben können in Bereiche, Projekte und Abschnitte einsortiert und mit Prioritäten, Notizen, Anhängen, Fristen und Erinnerungen versehen werden. Wiederkehrende Aufgaben sind ebenfalls vorgesehen. Dazu kommt eine praktische Spracherkennung beziehungsweise Natural-Language-Erkennung: Wer beim Anlegen einer Aufgabe etwa ein Datum in den Titel schreibt, kann sich zusätzliche Eingaben sparen. Auch überfällige Aufgaben sollen nicht einfach verschwinden, sondern automatisch weiter nach vorne geschoben werden.
Kalender-Integration trifft auf Apples Ökosystem

Flick ist darüber hinaus ziemlich tief im Apple-Universum verankert. Die App läuft auf iPhone, iPad, Mac und der Apple Watch; Widgets, Kurzbefehle und Siri sollen den schnellen Zugriff erleichtern. Neben Apple-Kalendern lassen sich auch Google Kalender einbinden. So landen Termine und Aufgaben gemeinsam in der Planung, während die Aufgaben selbst zusätzliche Informationen wie Dateien, Links oder Bilder aufnehmen können. Wer am Mac anfängt, kann den Plan anschließend auf dem iPhone oder der Watch weiterführen.
Beim Datenschutz geht Flick einen eher technischen Weg: Bei aktivierter Cloud-Synchronisierung werden Aufgaben- und Projektdaten laut des brasilianischen Entwicklers Raphael Kitahara Ende-zu-Ende verschlüsselt, während Kalenderdaten standardmäßig auf den eigenen Geräten bleiben. Ein interessantes Detail steckt außerdem im Geschäftsmodell: Flick gibt nach eigenen Angaben fünf Prozent jedes Abos an Trees for the Future, um unter anderem Landrestaurierung und nachhaltige Landwirtschaft zu unterstützen.
Flick ist grundsätzlich kostenlos erhältlich, setzt für einige Funktionen aber auf ein Pro-Abo. Dazu gehören unter anderem unbegrenzt viele Aufgaben im Kalender, mehr Projekte, ein iCloud-Sync, Erinnerungen und intelligente Follow-ups sowie Statistiken und Trends. Flick kostet im Monatsabo 4,09 Euro, das Jahresabo ist für 25,49 Euro erhältlich. Die aktuelle Version 2.1.4 ist für iOS 18 oder neuer ausgelegt und benötigt rund 176 MB an freiem Speicherplatz auf dem Gerät. Wer noch weitere Informationen zu Flick benötigt, kann sich auf der offiziellen Website umsehen.
