iAd: Apple auf der Suche nach Werbekunden

Vor fast einem Jahr hat Apple iAd vorgestellt. Aber was ist aus dem Werbedienst geworden?

Bei der Vorstellung von iAd waren wohl nicht nur die Nutzer begeistert: Endlich einmal sinnvolle, interaktive Werbung und deutlich mehr als nur einfache Banner, die man im Normalfall sowieso gekonnt ignoriert. Große Marken sollten mit iAd werben, spannende Werbekampagnen schalten, sogar kleine Spielen wären möglich gewesen.

Doch nicht nur in den USA lief iAd äußerst schleppend an, sondern auch in Europa. In Deutschland haben wir seit dem Start im Januar erst eine richtige Werbekampagne gesehen, die von Renault stammte. Das ist aber auch schon eine Zeit her.

Der Grund für die schleppenden Buchungen könnte durchaus damit zusammenhängen, dass Apple zu Beginn einen Mindestwert von einer Million US-Dollar für eine Buchung verlange, der später auf immerhin 500.000 US-Dollar reduziert wurde.

Aber auch für diesen Mindestpreis scheint Apple seine vielen Werbeplätze nicht füllen zu können. Anders können wir uns die Tatsache, dass Apple nun sogar kleine Entwickler ganz gezielt und direkt anschreibt und ihnen iAd-Kampagnen anbietet, nicht erklären.

So landete vor einigen Tagen eine E-Mail in unserem Briefkasten, der uns ganz direkt auf die Werbemöglichkeiten mit iAd hinwies. Und immerhin steckt hinter unserem Projekt kein großer Verlag oder eine Firma, sondern lediglich eine Handvoll faszinierter Studenten.

Der Einstiegspreis für eine Entwicklerkampagne liegt übrigens bei schlappen 5.000 US-Dollar. Unter diesem Umständen darf man jedenfalls gespannt sein, wann iAd offiziell als Flop abgestempelt wird… Foto: Apple

Kommentare 14 Antworten

  1. Ich denke mal das App Entwickler, egal wie gross sie sind, einfach von Apple gezielt bevorzugt werden.

    Eigentlich finde ich es gut das Apple mal nicht mit ihren überzogenen Vorstellungen durchkommt.

    Das gleiche kann man ja auch über die Zeitschriften auf dem iPad sagen. Das ist auch schon ein Flop.

    Bei Musik und Filmen hat es Apple auch immer schwerer, aber zumindest im Musik Geschäft haben sie kräftig Ihren Fuß in der Tür.

    Ich habe nich nie eine iAd Kampagne gesehen. Würde much sehr interessieren wie das aussieht.

  2. Hmmmm, verstehe ich das richtig?
    Apple bietet euch eine Werbekampagne an um euch bekannt zu machen?
    Mal überlegen:
    Vor ca. 3 Wochen habe ich mein iPad abgeholt.
    Nachdem ich mich bis dahin nie mit Apple ausserhalb des Lebensmittelladens beschäftigt hatte, kaufte ich mir ein Magazin, dass nur das iPad zum Thema hatte.
    1. Download war – na, könnt ihr es erraten – die App. „abgefahren“, eben ein Tipp in besagtem Magazin.
    So wie mir, wird es mit Sicherheit auch vielen anderen Usern ergangen sein.
    Mit anderen Worten, Apple bietet euch an, für einen Wucherpreis Eulen nach Athen zu tragen.
    Scheint so, als hätte man im Apple-Gebäude ein paar Windows zu viel geöffnet und sieht nur noch Pinguine.

  3. Also $5K ist doch absolut i.O. zumindest für professionelle Entwickler. Also z.B. bei AdMob kann man soviel durchaus auch täglich ausgeben. Problem bei iAds ist, dass aktuell so wenige Länder zu Verfügung stehen, wenn man eher eine internationale Ausrichtung hat.

  4. Hab gerade das erste mal von iAd gehört und halte es für nen Witz! xD Wozu brauch man das?
    Und ganz ehrlich liebes AppGefahren Team:
    Solche Werbung habt ihr nicht nötig! Mundpropaganda ist alles was zählt…
    Ich erinnere da nur mal an das Augustiner Hell (für all nicht Bayern -> bestes Bier ever)
    Die haben bis heute noch keine Werbung geschaltet, da sich das Bier einfach wunderbar auch ohne verkauft.
    So sehe ich auch AppGefahren! Da ist keine Werbung nötig!

  5. Glückwunsch zur Apple Adelung. Spaß beiseite, iAd wird ein Flop. Auch Apple muss begreifen, dass User die Werbung einfach nervt! Ihr seid mit Appgefahren auf dem richtigen Weg…

    Bleibt dran, Jungs und Danke!

  6. Das Problem ist doch anscheinend das man nicht einfach zu Apple auf die Webseite gehen kann und dort iAd bucht. Wenn Apple nur Kunden will auf die sie selber zugehen, dann wird das natürlich nichts.

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