Keynote: Apple stellt MacBook Air, Mac mini & MacBook Pro mit Silicon-Prozessor vor

Neues MacBook Air & MacBook Pro

Auf der diesjährigen Entwickler-Konferenz hat Apple die neuen Silicon Chips aus eigener Entwicklung angekündigt. Die neuen ARM-basierten Prozessoren läuten das Ende der Intel-Chips ein – in den nächsten zwei Jahren sollen alle Apple-Computer mit dem neuen Chip laufen. Und den Anfang machen nun die MacBooks.

Der neue Chip hört auf den Name M1. Während bisher für viele Aufgaben mehrere Chips zum Einsatz kamen, werden diese nun im neuen M1-Chip kombiniert. Daraus resultiert eine bessere Performance und Energieeffizienz. M1 ist doppelt so schnell wie ein „herkömmlicher Chip“, die CPU ist sogar drei mal so schnell. Der integrierte Grafikprozessor bietet 8 Kerne und ist ebenfalls deutlich schneller und effizierter als normale Chips.


M1 ist für macOS Big Sur optimiert

Neben optimierten Apps wacht das MacBook genauso schnell auf wie ein iPhone und iPad. RAW-Videobearbeitung läuft beispielsweise butterweich und Ressourcen-hungrige Anwendungen performen gut. Der Mac bleibt dabei oftmals sehr leise, da das Power-Management die Power entsprechend verteilt und nur dann ausreizt, wenn sie auch nötig ist.

Universal-Apps für alle Prozessoren

Gut: Eine Universal-App funktioniert dabei mit alten Intel- als auch mit den neuen Silicon-Prozessoren. Unter anderem werden Lightroom und Photoshop in Kürze aktualisiert. Natürlich müssen Entwickler entsprechende Anpassungen vornehmen, wobei Big Sur nicht optimierte Apps automatisch umwandelt und zum Laufen bringt. Ebenfalls cool: iOS-Apps können ohne Probleme auf dem Mac mit Silicon ausgeführt werden.

13″ MacBook Air mit Apple Silicon

Der neue M1 Silicon-Chip wird zuerst in das 13″ MacBook Air integriert. In dem kleinen MacBook Air eröffnen sich neue Möglichkeiten. Das Editieren von Fotos oder ein Videoexport funktioniert einfach viel schneller. Außerdem wird durch die neue GPU das Gaming deutlich besser. Insgesamt verdreifacht man die Power.

Unglaublich, aber wahr: Das neue MacBook Air verzichtet auf Lüfter. Des Weiteren wird die Batterielaufzeit erhöht (bis zu 18 Stunden) und die FaceTime-Kamera verbessert. Das Display zeigt Farben noch besser an, auch Touch ID ist weiterhin an Bord. Der Preis startet weiterhin bei 999 US-Dollar.

Mac mini mit Apple Silicon Prozessor

Damit hatte bisher keiner gerechnet: Der Mac mini wird ebenfalls mit einem Silicon-Chip ausgestattet. Die CPU-Performance wird um das Dreifache erhöht, die Grafik-Performance ist 6x schneller als zuvor. Der kleine Mac mini ist fünf Mal schneller als ein herkömmlicher Desktop-Rechner.

Als Anschlüsse kommen 2x Thunderbolt/USB 4, Ethernet, 2x USB-A, HDMI 2.0 und ein 3,5mm Klinken-Port zum Einsatz. Der neue Mac mini startet bei 699 US-Dollar und ist damit 100 US-Dollar günstiger als das aktuelle Modell.

13″ MacBook Pro mit M1-Chip

Und auch Pro-Nutzer können sich über den M1-Chip freuen. Das bisher beste MacBook wird noch besser. Und auch das Pro wird schneller. Die CPU ist 2,8 Mal schneller, die GPU sogar 5 Mal so schnell. Anwendungen, Prozesse und mehr laufen einfach schneller ab – das Pro ist rund 3x so schnell wie ein normaler Desktop-Rechner.

Die Akkulaufzeit mit M1 liegt bei bis zu 20 17 Stunden, Videoplayback ist sogar bis zu 20 Stunden möglich. Hinzu kommen neue Mikrofone, um zum Beispiel in Videoanrufen besseres Audio zu ermöglichen. Auch die FaceTime-Kamera wird überholt. Das Design bleibt gleich, ein Display mit dünneren Rändern oder ein Umstieg auf Mini-LED folgt wohl erst später.

Das MacBook Pro startet weiterhin bei 1299 US-Dollar.

Die neuen Macs mit Apple Silicon können ab heute bestellt werden und werden nächste Woche ausgeliefert.

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Kommentare 13 Antworten

  1. Könnt Ihr mir mal helfen? Meine Late 2012 Mini hatte ich selber noch mit 16GB aufgerüstet. Reichen die 8GB bei den Standardmodellen? Kann ich mir nicht vorstellen. – Und gibt es Neuigkeiten zu BootCamp / Parallels / Fusion mit dem M1?

  2. Werde mein MacBook Pro 2014 verkaufen und ein Air oder pro kaufen. Hauptpunkt für mich ist die Möglichkeit iOS Apps zu nutzen. Darauf warte ich schon lange.

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