Live Photos: So funktionieren Apples animierte Bilder

44 Kommentare zu Live Photos: So funktionieren Apples animierte Bilder

Mit dem iPhone 6s führt Apple eine neue Technik für animierte Bilder ein. Wir stellen euch Live Photos vor.

Apple Webseite iPhone 6s

Revolutioniert Apple die mobile Fotografie oder ist das ganze nur ein billiger Abklatsch von animierten GIFs? Über Live Photos scheiden sich momentan noch die Geister. Vermutlich wird sich erst nach der Auslieferung des iPhone 6s und iPhone 6s Plus zeigen, wie das neue Feature tatsächlich bei den Nutzern ankommt und ob es einen echten Mehrwert darstellt oder nur eine kleine Spielerei ist.

„Zunächst einmal ist ein Live Photo ein großartiges 12 Megapixel Foto. Dazu gehören jetzt aber auch die Momente vor und nach der Aufnahme, die dein iPhone 6s mit Bewegung und Ton festhält“, schreibt Apple auf seiner Webseite. Wir wollen euch mit weiteren Details rund um die neuen Live Photos versorgen.

Aufnahme beginnt bereits mit Start der Kamera-App

Zunächst einmal sieht die Geschichte ganz einfach aus: Jedes aufgenommene Foto wird quasi um ein Video inklusive Ton erweitert, das bereits 1,5 Sekunden vor der Aufnahme anfängt und insgesamt 3 Sekunden lang dauert. Aber woher weiß das iPhone, wann ein Foto geknipst wird, um die Aufnahme des Live Photos zu starten?

Die einfache Antwort: Sobald die Kamera-App gestartet wird, startet das iPhone 6s bereits die Aufzeichnung. Die Informationen werden im Arbeitsspeicher gesichert und erst dann zu einem Live Photo umgewandelt, wenn der Nutzer tatsächlich ein Bild knipst. Es ist wie so oft in der Apple-Welt: Der Nutzer muss sich um nichts kümmern.

Die Live Photos können danach auf jedem iPhone, iPad, Mac und auch jeder Apple Watch mit dem aktuellsten Betriebssystem angesehen werden. Im Laufe der kommenden Wochen und Monate wird die Funktion zudem auch in andere Apps integriert, Facebook hat bereits ein entsprechendes Update angekündigt, das im Laufe des Jahres erscheinen soll.

Live Photos benötigen in etwa doppelt so viel Speicherplatz

Die Live Photos können allerdings nicht nur in der eigenen Foto-Bibliothek gespeichert und angesehen sowie mit Freunden geteilt werden, sondern lassen sich auch als Hintergrundbild für den Sperrbildschirm verwenden und erwecken das iPhone 6s damit immer zum Leben, wenn man es aus der Tasche nimmt.

Interessant ist die Frage nach dem Speicherbedarf. Die Größe eines Fotos wird aufgrund der höheren Auflösung des iPhone 6s ohnehin wachsen. Ein Live Photo soll nach ersten Erkenntnissen rund doppelt so groß sein wie ein normales Foto – im Schnitt dürften das etwa 5 MB pro Aufnahme sein.

Wie genau die neuen Live Photos auf dem iPhone 6s aussehen und wie man sie aufnimmt, ist sehr gut in dem folgenden Video zu sehen. Nur eine Frage können wir euch zum aktuellen Zeitpunkt nicht beantworten: Warum funktioniert die Aufnahme von Live Photos nicht mit älteren iPhone-Modellen?

Kommentare 44 Antworten

    1. Porn-Live-Photos als Hintergründe exklusiv für das iPhone 6S…
      Mal schauen, wann es da die ersten exhibitionistischen und voyeuristischen Tauschwilligen gibt, die sich da auf diversen Plattformen zusammentun, um ihrem Hobby nachzukommen.

  1. Wieso sollen sich die Geister scheiden? Ich habe bislang nur positives gehört.?

    Die Frage ist in welcher Auflösung das zugehörige Video gespeichert wird.
    Bei doppelt soviel Speicherplatz und nochmals mehr MP darf man quasi nix erwarten…

  2. Das Video startet 1,5 Sekunden vor dem Foto? Läuft dann also noch 1,5 Sekunden danach weiter? Das wird zumindest bei mir zu ner Menge beknackter Ergebnisse führen. Bis ich mir irgendwann mal angewöhnt habe nach dem Foto weiter aufs Motiv drauf zu halten… 😉

    1. Eben hab ich noch gesagt: das erwarte ich auch.

      Aber schau dir mal das Ende des eingebetteten Videos an. Das geht extrem flott. Eig kein Unterschied zur normalen Aufnahme. Oo

    1. Darauf warte ich auch schon lange. Nutze für Fotos eine App, die das bietet. 16:9 Fotos sehen auf dem TV viel besser aus, weil der Bildschirm ausgefüllt ist und ohne schwarzen Rand.

      1. 16:9 hat aber geringere Pixel, als ein 4:3 Bild. Und wenn mir 16:9 wichtig wäre, dann würde ich es lieber nachträglich so schneiden, wie ich es haben will. Für mich ist das 4:3 immer das Original und anderes wird entsprechend geschnitten.

  3. Das wird doch wieder ein weiterer Akkufresser!!! Staat mal sowas auf die neue iOS zu bringen, hätte sich Apple mit dem Akku beschäftigen müssen. Davon wurde in Keynote nix erwähnt.

  4. Ich bin wohl der einzige, der besser gleich ein Video machen würde als eine 3 Sekunden Bildfolge, die unnötig viel Platz raubt. Da finde ich die Serienbildfunktion, die es schon seit einigen Jahren z.B. bei Nikon-Kompaktkameras oder auf Samsung-Smartphones integriert ist, doch deutlich sinnvoller. Dort wird auch die Aufnahme im Loop gestartet, bis man den Auslöser drückt. Am Ende wählt man das passende Foto aus. Gut bei Gruppenaufnahmen oder wenn man z. B. Tiere ablichtet.

    Ein Vorteil hat Funktion dann aber doch: Wer sein Smartphone zuvor mit 5000 Selfies zugemüllt hatte und sich über die lästige Sortier- und Archivarbeit beklagte, der wird sich freuen, dass nun das Smartphone schon bei halber Menge voll ist und sich somit die Sortierarbeiten um 50% reduzieren 😉

    1. Hast du es einmal gemacht.. siehst du den unterschied. Hier geht es nicht nur einfach um Bilder oder ein Video. Du siehst ein Bild und findest es ganz nett, hübsch oder oder.. die Live Funktion erweckt es dann doch irgendwie zum leben.. hört sich blöde an aber es hinterlässt einen anderen (schöneren) Eindruck.

  5. Es wird sicherlich auf aelteren idevices nicht funktionieren einfach aus dem grund weil es nicht leistungsfaehig genug is. Immerhin wirds im arbeitsspeicher temporaer gespeichert und wenn das iphone dadurch zu langsam wird is es auch nicht sinn der sache

  6. Die Live-Fotos sollten aber auch auf älteren Geräten als Hintergrund funktionieren oder? Vielleicht schaltet Apple mit dem offiziellen Start von iOS 9 ja auch die neuen dynamischen Wallpaper auf älteren Geräten frei. Hoffe ich zumindest.

  7. Laut vieler Quellen sind es 5MB bei einem 12MP Bild ohne(!) Live Funktion und entsprechend 9-10MB mit dem Modus.

    Der Speicherplatz wird nur noch dahinschmelzen.

    1. Zum einen… zu irgendwas muss er ja da sein 😉 Wieso nicht auch (aus)nutzen.

      Ich habe hier ein paar Lirefotos.. sie sind zwischen 2-5Mb Groß wenn ich mir die METADATEN direkt auf dem iPhone anschaue.

      1. Vor einem Monat war dies noch nicht bekannt. Viele haben nachgerechnet und kamen auf weit mehr – hier greift die niedrige Qualität und Komprimierung des Clips.

  8. Ich weiß es natürlich nicht genau, aber es kann schon sein, dass es einen technischen Grund gibt, warum Live-Fotos nur auf dem 6s funktionieren. Es gibt nämlich bei den Sensoren teilweise unterschiedliche Modi für Video und Fotografie wobei für Video weniger Pixel angesprochen werden, was zu weniger Hitzeentwicklung und Stromverbrauch führen soll. Das könnte bei dem neuen Gerät anders sein als bei den älteren.
    Ist allerdings nur eine mögliche Erklärung, was genau an Technik in den iPhones verbaut ist kann ich nicht sagen.

    1. 1. das, und 2. wenn ich ein Foto will mach ich ein Foto und wenn ich ein Video will mach ich ein Video……!

      Und wer es unbedingt braucht und kein neues iPhone kaufen will, die Jailbreak Community wird dafür sehr schnell Sorgen!

  9. Analogie: Denkt bei Live-Photos nicht jemand an die Harry Potter Filme? (denkt an Live Photos in den Zeitungen aus [angeblich magischem] „Papier“)

    Vermutliche Realisierung: Ich vermute, es sind APNGs (animated PNGs). Siehe https://en.wikipedia.org/wiki/APNG . Bei Screenshots in Mac OS X wurden immer PNGs erstellt. Und iOS basiert auf Mac OS X.

    Mögliche Gründe, dass nur auf 6s:
    – Wie erwähnt und ich mich nicht getäuscht habe, hatte das Gerät bei Videoaufnahmen niedrigere Auflösungen als 8 MP, da anscheinend sonst das Gerät zu heiß wurde. Und für Live Photos muss die Kamera seit Aufruf ständig in höchster Auflösung filmen.
    – Das 6s soll einen schnelleren Autofokus können. Appgefahren sollte inzwischen genug Erfahrung haben, dass Apple eine neue Funktion in ältere Geräte nur implementiert, wenn es laut ihrer Ansicht nach gut genug implementiert werden kann. Z.B. das iPhone 3G bekam keine Videofunktion. Eine App simulierte dies. Es nahm Ton und viele Bilder in hoher Frequenz auf, die es als Film zusammensetzte. Das Video erreichte aber nicht die Frequenz vom iPhone 3Gs. Und die Filme konnten nicht lange sein. Apple hätte also auch dann negative Kritik erhalten, wenn sie die Funktion in schlechter Form implementiert hätten, da nach ihrer Philosophie die Geräte möglichst einfach und intuitiv sein sollten (und die Kunden sich nicht wundern sollten, warum die Videofunktion nicht sehr lange nutzbar ist).
    – Der höhere Arbeitsspeicher mag auch ein Grund sein, damit alte Apps so wie früher funktionieren, aber per Update nun plötzlich auch Live Photos aufnehmen können, ohne dass die vielleicht schon komplexe App nun wegen zu wenig RAM von iOS abgeschossen wird.

    1. Die anderen Punkte will ich zwar nicht kommentieren, da hier die Zeit mehr Aufschlüsse dazu bereitet, jedoch ist das mit 3G völliger Quatsch ;). Ich hatte stets eine Videoapp per Jailbreak drauf – 30fps, unbegrenzte Länge.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2019 appgefahren.de