Logitech MX Master 3S im Test: Die beste Maus wird noch besser und deutlich leiser

Für 129,99 Euro in Hellgrau und Grafit

Die Magic Mouse von Apple sieht zwar stylisch aus und bietet ein einfaches Scrollen mit dem Finger, doch meiner Meinung nach bietet Logitech die deutlich bessere Computer-Maus. Ich setze schon ziemlich lange auf die Logitech MX Master-Reihe: Im Büro habe ich seit Erscheinen die MX Master 3 genutzt, Zuhause habe ich sogar noch die Master 2S im Einsatz. Und seit wenigen Wochen ist der Nachfolger verfügbar, die Logitech MX Master 3S.

Die MX Master 3S ist jetzt erstmals in der neuen Farbe Hellgrau statt Grau sowie weiterhin in Grafit verfügbar. Diesmal habe ich die helle Variante im Einsatz und finde diese optisch auf jeden Fall ansprechend. Abgesehen von der Farbe hat sich äußerlich aber nichts getan, die Maus ist baugleich zum Vorgänger. Auch die MX Master 3S verfügt über zwei Tasten, ein MagSpeed-Scrollrad, eine Mitteltaste, ein Daumenscrollrad, Vor- und Zurück-Tasten sowie eine Daumentaste. Über die Software Logitech Options+ könnt ihr alle Tasten mit individuellen Aktionen frei belegen.


Die Verbindung kann entweder über Bluetooth Low Energy erfolgen oder über den mitgelieferten Logi Bolt USB-Empfänger. Hier setzt man weiterhin auf einen USB-A Adapter, neuere Macs und Laptops haben diesen alten Anschluss aber nicht mehr im Einsatz – hier muss man entweder auf Bluetooth oder einen weiteren Adapter setzen. Bei meinem Setup mit Mac mini und Display habe ich noch ein CalDigit-Dock im Einsatz, das noch USB-A Ports bietet. Beachtet: Die MX Master 3S funktioniert nur mit dem Logi Bolt-Adapter und nicht mit dem von der MX Master 3 bekannten Unifying-Adapter.

Aus Erfahrung kann ich sagen: Mit dem Bolt- oder Unifying-Adapter habe ich kaum bis gar keine Verbindungsprobleme. Über Bluetooth haben die Geräte manchmal gezickt oder geruckelt, hier musste ich die Bluetooth-Verbindung mal zurücksetzen und neu einrichten. Weiterhin könnt ihr die Maus gleichzeitig mit drei Geräten koppeln und schnell zwischen diesen wechseln, indem man die untere Wahltaste drückt.

Und was ist sonst noch neu? Die 3S verfügt nun über 8000 DPI, zuvor waren es nur 4000 DPI. Somit kann die Empfindlichkeit der Maus noch höher eingestellt werden, wodurch die Maus bei kleineren Bewegungen stärker reagiert. Einen spürbaren Unterschied zur 3er Version habe ich jetzt aber nicht feststellen können. Weiterhin gut: Die Maus kann auch auf einem Glastisch betrieben werden. Ich habe aktuell eine Leder-Schreibtischunterlage von Harber London im Einsatz und hier gibt es keine Probleme. Die Maus lässt sich gut und einfach bewegen, wobei diese gut in der Hand liegt. Die MX Master 3S ist definitiv ergonomischer als die Apple Magic Mouse, wer es aber wirklich ergonomisch haben möchte, muss schon zur MX Vertical greifen.

Leiser Mausklick

Neben mehr DPI ist vor allem ein Feature im Fokus. Der bis zu 90 Prozent leisere Mausklick. Und ja, der Mausklick ist wirklich deutlich leiser und in einem Büro mit Umgebungsgeräuche kaum wahrnehmbar – der Nachbar bekommt davon definitiv nichts mehr mit. Anfangs war das etwas ungewohnt, denn das Klicken gehörte einfach dazu. Manchmal war ich mir gar nicht so sicher, ob ich die Taste jetzt richtig gedrückt habe, da einfach kein Klick zu hören war. Der eine mag das Klicken, der andere freut sich über eine leisere Maus. Wenn man ein paar Tage mit der neuen Logitech MX Master 3S gearbeitet hat, hat man sich daran gewöhnt und erfreut sich über das leise Klicken. Das hat Logitech wirklich gut gelöst, ich frage mich, warum vorher noch keiner darauf gekommen ist. Ein Hexenwerk kann das ja nicht sein.

MagSpeed Scrollrad ist wirklich schnell

Erinnert ihr euch noch an die lauten Scrollräder? Schon bei der MX Master 3 kam das MagSpeed Scrollrad zum Einsatz, das bemerkenswert leise und schnell arbeitet. Wer möchte, kann mit dem Rad stufenlos scrollen und so 1.000 Zeilen pro Sekunde scrollen – das ist vor allem bei sehr großen Dokumenten mit sehr vielen Zeilen vorteilhaft.

Logitech Options+

Logitech Options+ ist seit wenigen Wochen aus der Beta raus und als offizielle Software verfügbar. Die Handhabung und Einrichtung der Geräte ist kinderleicht, zudem könnt ihr jede Taste individuell belegen und so die Maus euren Bedürfnissen anpassen. Ich habe auf der Mitteltaste zum Beispiel die Funktion „Desktop anzeigen“ festgelegt, damit ich mit einem Klick alle Fenster beiseite schieben kann. Mit der Daumentaste aktiviere ich Mission Control, sodass alle geöffneten Fenster, Schreibtisch-Spaces, Vollbild- und Split View-Apps übersichtlich angezeigt werden.

Natürlich könnt ihr auch die Geschwindigkeit des Scrollrads und des Daumenrads anpassen, die Links-Rechts-Tasten vertauschen oder ein Firmware-Update einspielen. Ebenfalls praktisch: Ihr könnt für Apps individuelle Aktionen festelgen, zum Beispiel für Final Cut Pro, Excel, Chrome, Word, Safari und mehr. Sobald die App aktiv ist, werden die Tasten entsprechend belegt.

Akkulaufzeit und USB-C Anschluss

Die Akkulaufzeit gibt Logitech mit rund 70 Tagen an, wobei dieser Wert natürlich auch abhängig von der Nutzung ist. So lange habe ich die Maus noch nicht im Einsatz, außerdem schalte ich die Maus nie manuell aus. Ich lasse die MX Master 3S immer im Standby und verkürze die Akkulaufzeit wohl ein wenig. Aber das ist voll okay für mich, denn die Maus meldet sich, wenn sie gerne Strom hätte. Und hier könnt ihr vorne einfach ein USB-C Kabel anschließen und die Maus während der Nutzung aufladen – versucht das mal bei der Magic Mouse. Und wenn es mal hart auf hart kommt: Wird die Maus 1 Minute schnell geladen, könnt ihr 3 Stunden weiterarbeiten. USB-C ist hier natürlich die richtige Wahl, warum der Bolt-Empfänger weiterhin auf USB-A setzt, weiß ich nicht.

Die beste Maus ist noch besser

Ich bleibe dabei: Die Logitech MX Master 3 war schon die für mich beste Maus, mit der Logitech MX Master 3S ist die beste Maus jetzt noch einmal etwas besser geworden. Und wenn man seine Maus regelmäßig reinigt und nicht mit fettigen Händen bedient, sind die Abnutzungserscheinungen auch nicht so groß. Ja, bei meiner Master 3 sehe ich vor allem auf der linken Maustaste einen glänzenden Bereich, da die Taste am häufigsten geklickt wird. Aber das ist völlig normal.

Die Logitech MX Master 3S kostet 129,99 Euro, was sicherlich kein Schnäppchen ist. Ob man von der 3 auf die 3S umsteigen muss? Nicht unbedingt. Wer eine Neuanschaffung plant muss selbst entscheiden, ob die Neuerungen den Aufpreis wert sind. Die MX Master 3 kostet aktuell 69,99 Euro. Und wer etwas Wartezeit mitbringt, wird auch die Logitech MX Master 3S in absehbarer Zukunft günstiger kaufen können.

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Kommentare 3 Antworten

  1. Ich hatte dummerweise einmal eine hellgraue MX Master 2S gekauft. Inzwischen ist sie fleckig dunkelgrau und ziemlich unansehnlich. Da kann man Hände waschen wie man will, das hilft nichts.

    Mit der klebrigen Oberfläche ist hellgrau nicht zu empfehlen!

  2. Ich habe die schwarze MX 1 und wenn ich mir so die Abnutzungserscheinungen ansehe, würde ich nie auf die Idee kommen eine andere Farbe zu wählen.

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