miServer noch reduziert: Ist meine Webseite online?

miServer ist ein sehr nützliches Tool, das sich an Webseiten-Betreiber richtet. Da wir selbst eine Webseite betreiben, haben wir uns an einen kleinen Test gewagt.

miServer ist jetzt seit Ende März im App Store vertreten, kann auf iPhone, iPod Touch und iPad installiert werden und wird noch bis Sonntag vergünstigt angeboten. Statt den sonst veranschlagten 3,99 Euro zahlt man nur 2,39 Euro – das macht einen Rabatt von rund 40 Prozent.

Doch wozu braucht man miServer (App Store-Link) eigentlich? Auch bei uns ist es schon einmal vorgekommen, dass unser Server den Geist aufgegeben hat und danach weder auf der Webseite noch in der App Daten geladen werden konnten. Die Ursache an sich kann die App nicht herausfinden, jedoch schlägt sie sofort Alarm, wenn die Server nicht mehr erreichbar sind. Dazu wird eine einfache Push-Nachricht auf das Gerät übermittelt, damit man weitere Schritte einleiten kann.

Die Einrichtung ist dabei wirklich sehr simpel. Man gibt einfach die Webseiten-URL ein und schon trackt die App die Verfügbarkeit der Webseite sowie der Mail- und der DNS-Server. Grüne Lampen zeigen einen problemlosen Betrieb an, bei einer orangen Anzeige gibt es eine Warnung und bei roten Lampen sollte man sofort nachhaken.

Nach dem Kauf von miServer sind fünf Tests im Preis enthalten. So kann man die oben drei genannten Server überwachen, zusätzlich aber auch weitere Domains. miServer fragt alle 15 Minuten den Status ab, wer ein kürzeres Intervall oder noch mehr Domains überwachen möchte, muss eines der Premium-Pakete via In-App-Kauf erwerben. Für 30 Tage zahlt man 4,99 Euro, 90 Tage kosten 13,99 Euro und für ein ganzes Jahr zahlt man 49,99 Euro.

Die Preise scheinen für den ein oder anderen etwas zu hoch angesetzt, aber wenn man auf die Verfügbarkeit der Webseite angewiesen ist und zum Beispiel Dienstleistungen anbietet oder Produkte vertreibt, kann man durch die Investition einen Ausfall schnell abfangen und den Betrieb schnell wieder aufnehmen, um Verluste zu vermeiden.

In miServer gibt es zudem einen Log, in dem alle Warnungen und Ausfälle protokolliert werden, außerdem lässt sich die Fehlermeldung per E-Mail weiterleiten, zum Beispiel an den Webmaster. Das Tool richtet sich natürlich nur an eine kleine Zielgruppe, für Webseiten- oder Shop-Betreiber ist es aber ein interessantes Tool.

Kommentare 19 Antworten

    1. Genau das wolle ich gerade schreiben.
      Das ist doch Quatsch, dass meine App erst eine Anfrage schickt und dann mit einer Antwort kommt. Welche Systeme werden hier überhaupt unterstützt?
      Wer den eigenen Server überwacht tut es auf dem Server, der notfalls eine Nachricht schickt. Aber wirklich nur dann.
      Ich habe einen Exchageserver (ein Mailserver von MSFT) administriert. Dort wurden Dienste überwacht. Beim Ausfall wurden sie von dem Agenten gestartet.
      Sollte jetzt jemand schreien, dass es beim Stromausfall nicht funktioniert – wer betreibt schon einen Server ohne USV?

      1. Auch eine USV kann ausfallen. Passiert hat nicht so selten. Und ein Server wird natürlich von außerhalb des Servers überwacht. Die einzelnen Dienste können natürlich von einem lokalen Agenten gesichert werden.

  1. Hallo,

    Ich nutze den kostenlosen account von pingom, dort kann eine webseite auch überprüft werden und eine app muß dazu nicht laufen.
    Eine iphone app gibt es auch,die alle ergebnisse zusammenfaßt.
    Alles komplett kostenlos und idevice muß nicht laufen für die tests.

  2. @milupa:
    Und wenn der Server hängt und nichts mehr melden kann?
    Genau dafür ist dieser Service gedacht, ein neutraler Check: Reagiert der Webserver/Seite noch?

    1. Da hat sich jemand zu wenig Gedanken beim Aufsetzen gemacht oder aber musste gespart werden oder ist er nicht soooo wichtig.
      Richtig gute Server fangen bei der Hardware an.
      Da ist Ausfallwahrscheinlichkeit fast Null (in etwa 1 mal in 10 Jahren), aber bis dazu überhaupt kommt ist die Hardware aktualisiert.
      Ich wußte nicht, wozu ich sone App bemühen sollte, weil ich es ganz anders angehe.

      1. Noch was
        Eine App, die nur Ping immer wieder schickt ist mir das Geld nicht Wert.
        Ping geht über Hops im Internet. Darauf verlasse ich mich aber nicht so sehr.

  3. Wenn ich mich an den Test der entsprechenden Webservices in der c’t erinnere, sind die doch allesamt billiger – und ich finde den Preis der App bzw. vor Allem die der In-App-Purches ansehe, ist das schon sehr teuer

  4. Moin…

    t’schuldigung… darf man hier auch selber ???

    miServer ist NIE als Ersatz für eines der professionelen Überwachungs-systeme à la Spong, BigBrother, Nagios, Icinga gedacht gewesen.

    Selbst miServer wird von einem Nagios überwacht… (und der Nagios dann von einem Spong, falls jemand diese Software überhaupt noch kennt… 😉

    Der Gedanke hinter miServer ist es, ein Überwachungs-system für _jedermann_ (mit iPhone) bereit zu stellen, welches _“Out of the Box“_ funktioniert. _OHNE_ dass hierzu irgendetwas installiert oder konfiguriert muss auf dem Server.

    … Zudem auch eines, welches nicht einfach nur stur den Server anpingt, sondern schon genau auf die wichtigen Punkte eines Internet-Auftritts achtet: geht der DNS??? ist der MX erreichbar… und letztendlich natürlich auch das Web… Der Ping-test ist eigentlich über… wir haben ihn „zum Spass“ drin gelassen. Man kann ihn sich per Hand hinzufügen 😉

    ( Technisch affine Leute können uns gerne anmailen. miServer kann prima auch mit Nagios und „NRPE“… Nur bieten wir dies eben nicht „offiziell“ an, da man sowas eben nicht „Out of the Box“ aus der App heraus aufsetzen kann… sondern es hierzu einer persönlichen Kommunikation zuvor bedarf. 😉

    Die Tests werden natürlich auch nicht vom iPhone selbst durchgeführt, wie weiter ober vermutet… sondern von unserem „Monitoring-Backend“, welches sozusagen hinter der App liegt. Die App ist eigentlich nur das Bedien-panel.

    Daher auch der unverschämt hohe Preis. Einmal installiert, werden wir ein Leben lang, alle 15 Minuten jeden dieser 5 Tests ausführen. Wir betrachten das als eine Art „Schutzgebühr“, um uns die Massen vom Leib zu halten, die dann alle facebook.com oder google überwachen, nur weil die App umsonst war 😉 (vorsicht: ironie!!!)

    Schönen Gruss,
    Michael

    1. Ah sehr schön ein paar Worte des Entwicklers. So habe ich die App auch aufgefasst, eben eine einfache Lösung für das einfache „Jedermann“ Szenario.

      Aber grad da sehe ich den Preis sehr kritisch, da fände ich es besser, wenn der Grundpreis deutlich niedriger wäre und im Gegenzug dann eben eine Blacklist verhindert, dass man google.com überwacht.

      Freischalten der gelisteten Items könnte dann wieder was kosten.

      Aber was passiert denn tatsächlich wenn 500 Leute google.com überwachen, laufen dann wirklich 500 Checks ab, oder passiert dass dann einmal für alle 500?

      Ich könnte mir vorstellen, dass es zb einige Leute interessiert den Mailserver ihres Provider zu überwachen um zu wissen, dass es sich nicht lohnt zu versuchen eine Mail zu versenden, oder dass man vergeblich auf eine Mail wartet.

      1. Aber ich finde, wenn man schon die Grammatik kritisiert, was ja auch korrekt ist, dann sollte man selber auf richtige Rechtschreibung achten. Das Wort „nich“ ist im Duden NICHT enthalten. Hauptwörter/Nomen werden gross geschrieben…… 😉

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