Mozilla Firefox: Neue Browser-Version soll Fingerprinting per Letterbox-Technik verhindern

Die Technologie wurde vom Tor-Browser übernommen.

Der auf Datenschutz Wert legende Browser Tor setzt seit Jahren ein sogenanntes Letterboxing ein, um Maßnahmen von Werbetreibenden, darunter Fingerprinting, zu verhindern. Mit Letterboxing kann das Browserfenster vor Netzwerken von Anzeigenbetreibern verborgen werden, so dass das Anlegen von Nutzerprofilen und individuelle Online-Werbung verhindert wird. 

Auch die Entwickler von Mozilla Firefox wollen nun diese Technologie in den hauseigenen Webbrowser integrieren. Wie das Magazin ZDnet berichtet, „werden dabei graue Bereiche um die im Fenster angezeigte Website hinzugefügt, wenn Nutzer die Browsergröße verändern. […] Durch das Letterboxing wird der Werbecode dazu gebracht, das Browserfenster in der neuen Größe mit falschen Abmessungen anzuzeigen. Das Browserfenster kann eine beliebige Form und Größe haben, der Seiteninhalt wird jedoch nur bei bestimmten voreingestellten Maßen angezeigt und der Rest wird mit einem grauen Bereich gefüllt.“

In die aktuelle Betaversion Firefox Nightly ist das oben erwähnte Letterboxing-Funktion schon integriert worden, muss aber vom Nutzer selbst aktiviert werden. Dies geschieht über das Aufrufen der Seite about:config und dem Eingeben des Textes privacy.resistFingerprinting in die Suchleiste. Im Anschluss muss der Wert dann auf true eingestellt werden. Mitte Mai dieses Jahres wird dann die offizielle Version Firefox 67 erscheinen, in der dieses Feature Bestandteil sein soll. 

Die Letterboxing-Funktion gehört zur Initiative „Uplift“ von Mozilla, mit der seit 2016 nach und nach Features des Tor-Browsers in Firefox implementiert werden sollen. Schon mit Version 63 des Webbrowsers gab es unter anderem einen erweiterten Tracking-Schutz, um das Surfen im Internet noch sicherer und anonymer zu gestalten. Weitere Infos zur aktuellen Betaversion gibt es auf der Website von Mozilla.

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