Mr Mood: Wie man eine simple App entwickelt

Vor einigen Wochen haben wir euch Mr Mood vorgestellt – eine App, mit der man festhalten kann, wie zufrieden man ist. Heute wollen wir euch die Entwickler-Firma genauer vorstellen.

Mr Mood ist wirklich schickMr Mood (App Store-Link) ist nicht die erste App von 1Button. Es handelt sich um ein französisches Entwickler-Team, das uns in der Vergangenheit schon mit einigen Apps versorgt hat. Sie haben allesamt eines gemeinsam: Sie sind grafisch sehr schlicht gestaltet, können sich technisch und funktional aber absolut sehen lassen. Als tolle Beispiele können wir beispielsweise ON/OFF, Dink oder Pile nennen.


„Unsere bisher erfolgreichste App ist ON/OFF. Bereits über 1,5 Millionen Spieler haben den Titel ausprobiert und in den meisten App Stores gibt es im Schnitt fünf Sterne“, berichtet uns Entwickler Jeremie Francone. „Das hat uns schon ein wenig überrascht, denn das Spiel ist wirklich schwer.“

Mit der Entwicklung von Apps für iPhone und iPad hat Francone bereits Ende 2010 begonnen. 2012 arbeiten bei 1Button neben einer Vollzeitkraft bereits zwei Entwickler mit Nebenjobs, einer von ihnen ist mittlerweile auch in Vollzeit bei der kleinen Firma angestellt. „Momentan beschäftigen wir uns mit der vollständigen Überarbeitung von Task, die App wurde komplett neu geschrieben und bekommt zahlreiche neue Funktionen. Danach wollen wir uns wieder mehr den Spielen widmen.“

Mr Mood will man aber nicht ganz außer Acht lassen. Bereits im Juni soll es ein Update mit einigen neuen Funktionen geben. „So wird Mr Mood dem Nutzer anhand eines Mood-Scores sagen können, ob er in der vergangenen Woche, im letzten Monat oder im ganzen Jahr eher glücklich oder unzufrieden war. Außerdem wird Mr Mood nach der Laune vom Vortag fragen können, wenn der Nutzer vergessen hat, etwas einzutragen.“

Mr Mood: Idee kam schon 2005

Die Idee für eine App wie Mr Mood ist Jeremie Francone übrigens schon 2005 gekommen, als Steve Jobs seine berühmte Rede in Stanford gehalten hat. „Er hat sich damals gefragt, ob er heute das machen würde, was er immer macht, wenn es sein letzter Tag wäre. Immer, wenn die Antwort an mehreren Tagen hintereinander ‚Nein‘ lautete, wusste er, dass er etwas ändern musste“, so Francone, der so viel mehr über seine eigenen Erlebnisse nachgedacht hat. „Jede Nacht habe ich mich vor dem Schlafengehen gefragt, ob ich heute glücklich war.“

An eine iPhone-App war damals natürlich noch lange nicht zu denken. Erst als es einige Jahre später sehr viele minimalistische Wetter-Apps es in den App Store geschafft haben, kam den Entwicklern die Idee für Mr Mood. „Wir wollten eine persönliche Wetter-App gestalten. Auch wenn man die App jeden Tag benutzen soll, sollte man sie kaum mehr als fünf Sekunden öffnen müssen.“

Die Entwicklung des Grundgerüsts für Mr Mood hat nur eine Woche gedauert. „Der Design-Prozess war dagegen sehr, sehr langwierig. Jede einzelne Entscheidung wurde diskutiert und diskutiert.“ Als Jeremie Francone für uns noch einmal in seine Mailbox blickte, fand er allein über die Diskussion um den Graphen mehrere hundert Mails.

Abschließend wollten wir noch direkt von den Entwicklern wissen, an wen sich die Universal-App Mr Mood genau richtet. „Die App wurde für Leute entwickelt, die sich um ihre Zufriedenheit sorgen. Es ist ein simples Tagebuch, dass die eigene Gemütslage jeden Tag aufzeichnet. Wir haben sogar schon Feedback erhalten, dass Mr Mood für medizinische Zwecke eingesetzt wird.“

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Kommentare 2 Antworten

  1. Die App ist wirklich nicht schlecht. Nutze sie schon eine ganze Weile, aber es fehlen dann leider doch noch einige wichtige, bzw. grundlegende Dinge, wie eine Export-Funktion und Backup-Möglichkeit. Die 2wäre mal ganz wichtig. Auch die Gesamtübersicht sollte verbessert werden.
    Aber da die App von Beginn an sehr gut angekommen ist, gehe ich stark davon aus,dass sich da noch einiges tun wird,was euer Bericht auch bestätigt.
    Da eben einige wichtige (noch) fehlt, nutze ich parallel die App: „iMoodJournal“ die mehr Funktionen bietet.
    Aber ich hoffe auf ein baldiges Update von MrMood. Juni soll’s ja soweit sein.

    1. Nur so aus Neugier: Was möchtest Du mit den exportierten Daten anstellen?

      Mir fehlt nur eine bessere Auswertung, die in Form des Mood-Scores ja bald eingeführt wird…

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