mytaxi: Rabatte und Gutscheine ab sofort verboten

Wer in der mytaxi-App noch gültige Gutscheine hinterlegt hat, kann diese nicht mehr einlösen.

MyTaxi-App

Immer wieder haben die Taxizentralen gegen die Rabattaktionen von mytaxi geklagt. Viele dieser Verbote wurden in nächster Instanz wieder aufgehoben, doch jetzt können die Taxizentralen von einem Erfolg berichten. mytaxi (App Store-Link) muss ab sofort alle Rabattaktionen einstellen, Gutscheine können nicht mehr eingelöst werden – bundesweit.

Das Landgereicht Frankfurt hat alle Rabattaktionen verboten. „Die Höhe des gesetzlich festgelegten Preises für Taxifahrten darf weder nach oben noch nach unten unterschritten werden“, sagt die vorsitzende Richterin. Das Urteil, das Anfang Januar gesprochen wurde, war damals noch nicht rechtskräftig. Ob mytaxi Revision eingelegt hat ist unklar, allerdings wird es ab sofort keine Rabattaktionen mehr geben, zudem können keine Gutscheine mehr eingelöst werden, auch bereits im Kundenkonto hinterlegte Gutscheine werden deaktiviert.

Betroffen von dem Verbot sind alle Arten von Gutscheinen:

  • Gutscheine aus dem Empfehlungsprogramm
  • Kennenlerngutscheine
  • Neukundengutscheine
  • Bestandskundengutscheine
  • Kulanzgutscheine

„Wir arbeiten bereits an einer Lösung und informieren Sie per E-Mail, sobald es etwas Neues gibt“, lässt das Unternehmen in einer kurzen Stellungnahme verlauten. Natürlich könnt ihr weiterhin Taxis per App bestellen und per App bezahlen, nur eben ohne Rabatt und Gutscheine. Sobald es neue Informationen rund um das Urteil bezüglich der Rabatte und Gutscheine gibt, werden wir euch natürlich informieren.

Nun die Frage an euch: Wie seht ihr die gesamte Situation? Seid ihr betroffen und könnt möglicherweise vorhandene Gutscheine nicht mehr einlösen? Oder begrüßt ihr den Schritt sogar, weil es ansonsten einen unfairen Wettbewerb zwischen Taxizentralen und mytaxi geben würde? Wir sind auf euer Feedback in den Kommentaren gespannt.

Kommentare 39 Antworten

  1. Hecheln vor dem Tod.

    Uber wird sich früher oder später durchsetzen und danach von automatisierten Beförderungssystemen abgelöst werden. Alles folgt der Wirtschaftlichkeit – dagegen kommt man nicht auf Dauer an.
    Fragt dafür die Kutscher, wenn ihr einen findet.

    1. Schon wieder das Thema verfehlt, Reg. Niemand hat behauptet, dass sich dieses Konzept nicht durchsetzen wird. Die Frage war eine andere. Du gibst seit langer Zeit, immer und immer wieder den gleichen Brei von Dir. Nochmal zur Erinnerung, es ging um Rabatte und Gutscheine.

      Nun zum Thema: Schade, dass es diese Aktionen auf unabsehbare Zeit nicht mehr geben soll. Verständnis für die Klagen der Taxizentralen habe ich aber dennoch.

      1. Hallo, ich@da.de. Lange nicht gehört…nicht dass man dich vermisst.

        Rabatte und Gutscheine sind ein Teil der Konkurrenzfähigkeit. Damit hält man den Kunden bei Laune. Ein Verbot dieser ist ein Eingriff in die freie Wirtschaft.

        Taxizentralen haben schon lange kein Existenzrecht mehr, da sie nicht mehr zur Vermittlung gebraucht werden. Damit ist es ein Verlustgeschäft.

        1. Stimmt. Konkurrenz belebt das Geschäft.

          Die Taxizentralen wollen nur ihre Existenz noch weiter herauszögern und weiter Geld scheffeln. (Info aus erster Hand).
          Alles auf Kosten der Taxiunternehmer und der Kunden.
          Und als würden Taxizentralen keine Rabatte an ihre Kunden vergeben. Lachhaft!

  2. Solange der Taxifahrer das gleiche bekommt ist es doch egal , wenn mytaxi sich entscheidet die Hälfte zu zahlen ist das doch deren Sache. Finde das Urteil Quatsch.

  3. Ja es ist schade das hier wieder mal der Verbraucher der blöde ist. Kann natürlich die Taxifahrer und Zentralen verstehen, dennoch wieso wird immer gegeben sowas gewettert, im öffentlichen Handel herrscht seit je her Preiskampf.
    Was mich interessiert, wenn ich als Nutzer von myTaxi Rabatt bekomme, was bedeutet das für die Taxifahrer? Bekommen diese dann weniger? Dafür kenne ich das Konzept zu wenig. Kann mich vllt mal jemand aufklären.

  4. wir leben in Deutschlandvu d es gibt nunmal gesetzliche Regelungen bzgl. der Gebühren. Ich sehe MyTaxi mit Services, die die Taxizentralen nicht bringen. Das das Unterlaufen der Gesetze unterbunden werden würde, war allen fachlich Beteiligten eh‘ klar. Also wozu die Aufregung? Es werden eh‘ Mehrband mehr Taxiifahrer sich MyTaxi anschließen, wenn zunehmend die Teilnehmet mehr Fahrzen bzw. geringere Leerzeiten erfahren. (Beispiel China 30-40% weniger Leerzeiten + geringere Benzinkosten, da dort Taxistandplätze kaum vorhanden und Taxizentralen nicht funktionieren – und die Apps laufen erst seit knapp 2 Jahren!)

    1. Das Problem ist, dass viele Taxizentralen ihren Unternehmern verbieten bei mytaxi zu sein.
      Ich hoffe trotzdem, dass sich mytaxi weitestgehend durchsetzen wird.

      1. Wenn ich zwischen zwei Städten reisen muss, nutze ich die Bahn, Fernbusse oder das Flugzeug. Möchte ich mich innerhalb einer Stadt bewegen, dann nutze ich Fahrrad, gehe zu Fuß oder nutze Tram, Ubahn, Bus,… In beiden Fällen kann ich auch mein eigenes Auto, oder einen Mietwagen nehmen. Außerdem gibt es Mitfahrgelegenheiten. Also ja, es gibt genug Möglichkeiten. Ich bin sehr viel unterwegs, aber ein Taxi habe ich seit langer Zeit nicht mehr genutzt.

        1. Es fährt ja auch niemand zwischen zwei Städten Taxi. Deine Aussage oben hört sich halt so an, als hätte sich etwas geändert und es gäbe Alternativen zum Taxi. Ich fahre auch fast immer mit dem eigenen PKW, aber zB wenn man abends zum feiern in der Stadt ist und nicht mit den ganzen Assis im Nachtbus heimfahren möchte oder ihn verpasst hat gibt es keine Alternative zum Taxi.

          1. Zwischen Kleinstädten liegen oft nur wenige Kilometer. Die könnte man durchaus mit dem Taxi fahren. Und dein Fall ist doch sehr speziell. Also wenn ich mir Freunden feiern gehe, gehen wir entweder irgendwo in der Nähe hin, damit man danach eben nicht mehr volltrunken irgendwohin fahren muss. Oder einer fährt halt. Und in den größeren Städten fahren auch nachts die Busse und Straßenbahnen noch regelmäßig alle 20 bis 30 Minuten. Also es gibt spezielle Fälle, bei denen ein Taxi im Ausnahmefall nützlich sein kann. Aber die sind so speziell, dass man bei Taxen nicht wirklich von einer Notwendigkeit sprechen kann.

          2. Überleg mal wie viele Menschen in einer Großstadt wohnen wo nachts alles normal fährt und wie viele in kleinen und mittelgroßen Städten. Da hat man sehr oft keine Alternative. Und klar als wir jung waren und keine Kohle hatten musste auch immer einer der Fahrer sein, aber heute zahlen wir halt alle 10-15€ um mit dem Taxi heim zu kommen.

        2. Firmenweihnachtsfeier gegen Mitternacht nach hause, eiskalt und regen. Fahrrad fällt also weg, Straßenbahn fährt so spät auch nicht mehr.
          Abends von der Innenstadt nach hause, Straßenbahn hat einen Unfall, die Linie fährt für mindestens eine Stunde nicht, alternative wäre 2 Stunden Fahrzeit mit 3-4 umstiegen.
          Beides mal Taxi gefahren. Was für Alternativen hätte es sonst gegeben?

          1. Bus & Bahn ist teilweise so teuer, dass es zu zweit oder zu dritt ein Taxi schon günstiger hinkommt.
            Zudem was ist mit den Alten und Kranken?
            Nach einem Meeting schnell zum Flughafen, um den Flieger zu bekommen.
            Alleine als Frau möchte ich auch nicht nachts durch die Stadt oder Dorf laufen.
            Es gibt einige Situationen, wo ein Taxi gut ist.

  5. Wenn ich am Wochenende unterwegs bin, fahre ich eigentlich immer mit dem Taxi . Und die Rabattaktionen fand ich super, da die Preise immer höher werden und man so etwas sparen konnte. Wirklich schade!

  6. @ALL !!!!!!!!
    DENKT IHR WIRKLICH, DASS MYTAXI EUCH WAS GUTES TUN WILL?!?
    Taxi ist ÖPNV. Bus und Bahn gleichgesetzt. Da gilt zum Glück die freie Marktwirtschaft nicht!

    MACHT EUCH BITTE MAL GEDANKEN UND DENKT NICHT NUR AN DIE EINE RABATTIERTE FAHRT:

    „Diese Entscheidung ist positiv für Verbraucher und für die mittelständischen Taxibetriebe und Taxizentralen, denn Mytaxi-Aktionen täuschen nur vor, Taxifahrten könnten billiger sein. Dabei wird der Rabatt vom finanzstarken globalen Unternehmen Daimler subventioniert. Mytaxi und Daimler warten mit einer Gewinnabschöpfung einfach, bis man den Ruftaxi-Mittelstand mit seinen rund Zehntausend Arbeitsplätzen vom Markt gedrängt hat. Ist die Konkurrenz tot und die Tarifpflicht aufgeweicht, kann der Kunde nichts mehr gegen höhere Preise oder weniger Service tun.

    Taxis sind Teil des öffentlichen Personennahverkehrs, und wie bei Bussen und Straßenbahnen will der Gesetzgeber weder Bevölkerung noch Verkehrsunternehmen einem ruinösen Preiswettbewerb aussetzen. Wer das Gesetz zur Tarifpflicht abschaffen will, stellt die Profitinteressen großer Unternehmen über die Interessen der Verbraucher; mit dem Ergebnis, dass die Nachfrage den Preis bestimmt und Fahrgäste bei Regen oder an Silvester vier- bis zehnfache Summen zahlen – wie es vergleichbare Unternehmen (z. B. Uber) jetzt schon praktizieren.

    Die Daimler-Tochter Mytaxi will den Tarif aufweichen, kauft sich mit Rabattaktionen Marktanteile und spielt auf Zeit. Ab einer gewissen Mytaxi-Marktmacht wird aber das Gewerbe Richtung Großkonzernmonopol kippen: Fahrgäste erhalten dann nur noch Online-„Service“, Taxifahrer zahlen höhere Vermittlungsprovisionen, Städten entgehen Steuern. An der Tarifpflicht hängen zudem bis zu Zehntausend Arbeitsplätze in 700 Taxizentralen. Diese Mitarbeiter sind das Bindeglied zwischen den Taxifahrern auf der Straße. Wir als Taxizentralen vertreten auch deren Rechte.“

    Größter Niedriglohnsektor Deutschlands mit 255.000 Taxifahrern von Einbußen bedroht
    „Hat ein Unternehmen wie Mytaxi erst ein Vermittlungsmonopol“, erklärt Schlenker, „schraubt sich die Vermittlungsprovision, die die Fahrer je Fahrgast zahlen, nach oben. Bei Taxizentralen, in der Regel Vereine oder Genossenschaften, entrichten Taxifahrer eine Flatrate für Fahrgastvermittlung. Sie entspricht umgerechnet rund fünf Prozent des Fahrpreises. Mytaxi hat bereits bis zu 30 Prozent von Taxifahrern verlangt.“

    http://taxi-deutschland.net/index.php/pressemitteilung/131-taxi-deutschland-gegen-mytaxi-rabatte-auf-taxitarife-sind-illegal

    1. Mein Beileid für alle, die in dieser Branche arbeiten. Bald geht es ab an die Schulbank für eine Fortbildung zu einem anderen Job. Ob mit MyTaxi oder ohne – die meisten dieser Menschen sind innerhalb der nächsten 10 Jahre arbeitslos.

      Bei einem Monopol wird es so oder so nicht bleiben. Deswegen mach dir keine Sorgen um die Kostenverteilung. Außerdem startet gerade bei Uber und anderen Startups der Trend gegen die Tagelönerei durch halbwegs feste Einstellung.

  7. Ich finde noch schlimmer als solche Apps sind Mietwagen, die als Taxi fungieren, also Mietwagen mit Fahrer (SparCar, MiniCar und wie sie alle heissen). Sie sind nicht an die Tarife gebunden, verlangen dadurch einen Spottpreis und machen das Geschäft der Taxen kaputt. Dadurch sind Taxen nicht mehr konkurrenzfähig und Unternehmen nicht mehr in der Lage anständige Löhne zu zahlen. Das ist ein Teufelskreis. Die Unternehmen beschäftigen weniger Leute, verlieren mehr Marktanteil und geben Konzessionen ab. Es kommen „schlaue“ Unternehmer, die einfach weniger Löhne zahlen, die Fahrer müssen dadurch zum Jobcenter etc. Letztendlich gurken dann nur noch heruntergekommene Fahrzeuge auf den Straßen mit Fahrern, die nicht richtig ausgebildet sind und einem nicht mal den Koffer abnehmen wenn man Hilfe benötigt. Am Wochenende wird man dann auch noch meist abgezockt, weil es keinen Fahrstreckenzähler gibt und mit Festpreisen gefahren wird.

  8. Deutsche Regulierungswut! Man sollte auf Wettbewerb setzen, nicht auf Kunstgriffe! Die regulären Taxen sind kein „Schnapp“ und Rabatte/Gutscheine – Fehlanzeige. Klar, dass es ungelegen kommt, wenn ein Mitbewerber das macht.

  9. Ich kann nicht verstehen warum sich die Taxifahrer für das geringe Entgelt beschweren und dann mit solch einer App unterwegs sind und plötzlich Rabatte geben.

    Taxi fahren ist nicht nur für den Kunden teuer. Die meisten wissen gar nicht was was die armen Schweine an Kosten haben.

    1. Der Taxifahrer bekommt seinen Lohn vom Taxiunternehmer. Der Unternehmer hat die Kosten.

      Und ja, die meisten, die sich über Taxipreise beschweren, wissen im Ansatz nicht, was das alles kostet.

        1. Das stimmt. Aber es sind immer mehr Unternehmer, die selbst fahren, weil Personal mittlerweile zu teuer ist.
          Aber Taxizentralen nehmen auch einiges von den Unternehmern und sind eigentlich überflüssig. Vielleicht für ältere Menschen, die kein Smartphone haben.

  10. Taxifahrer haben kein Lobby wie z.B. myTaxi Betreiber Daimler Benz.

    Dadurch haben Sie auch keinen Zugang zu Subventionen wie z.B. Daimler Benz

    Des weiteren unterliegen Taxis gesetzlichen Bestimmungen die MyTaxi und Uber und co. entweder nicht einhalten müssen oder nicht wollen diese aber hohe Kosten verursachen.. So funktioniert kein fairer Wettbewerb.

    Hauptsache alles so billig wie möglich und Geiz ist Geil. Und wenn dann MyTaxi und Uber das Monopol haben, dann wird es richtig teuer!

    Niemand in Welt schenkt dir was, und wenn was billig ist dient das nur um die Mitbewerber zu verdrängen, und wenn diese nicht mehr gibt wird es richtig teuer!

    In meiner Stadt hat es Car2Go gegeben das von Daimler ebenfalls angeboten wurde, mit den Autos wars billiger als mit dem Taxi, als die Subventionen ausgelaufen sind hat es Daimler und kein Geld eingebracht haben Sie es in meiner Stadt geschmissen!

    1. Es gibt doch den Taxiverband, der die Rechte der Taxiunternehmer vertritt.
      Und sie verwechseln hier was. Den Taxiunternehmer ist es egal, dass ob sie eine Fahrt von der Taxizentrale, von Mytaxi oder ein Einstieg haben. Hauptsache man hat eine Fahrt und arbeitet.
      Sie haben recht, dass für uber keine gesetzliche Regelung gilt. Ich würde aber auch noch die Mietwagen dazu nehmen, die wie Taxen fahren, aber mit anderen und besseren Regelungen vom Gesetz her. Hier ist aber der Gesetzgeber in der Pflicht und hat nichts mit mytaxi zu tun. Das ist nur eine Vermittlungsplattform.
      Mytaxi steht im Wettbewerb zu den Taxizentralen, die den Wettbewerb nicht wollen. Aber früher oder später wird es immer mehr Wettbewerber geben.
      Ist nur zum Vorteil für den Endverbraucher. Deutsche Bahn hat sich auch erfolglos gegen Fernbusse gewehrt.

  11. Hatte bereits 6 neue Kunden geworben und jeweils 20 Euro kassiert. Nun wollte ich gestern die erste Freifahrt machen und schwupps, sind die 120 Euro weg. -_-

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