Rough Rider Messenger Bag von Waterfield Designs: Ein Begleiter für das ganze Leben

Es gibt Taschen, die kauft man sich aus einer Laune heraus und lässt sie nach ein paar Monaten im Schrank versauern. Der Rough Rider von Waterfield Designs fällt nicht unter diese Kategorie.

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Wir haben euch in der Vergangenheit schon des öfteren mit den hochwertigen Produkten von Waterfield Designs, einem Taschenhersteller aus dem kalifornischen San Francisco, vertraut gemacht. Beispiele wären unter anderem der Rucksack Staad Slim, die iPad-Umhängetasche Muzetto oder auch das iPhone-Wallet Finn. Nach einigem Warten auf die nächste Produktionscharge und den Versand aus den USA konnten wir jetzt auch ein Testexemplar des neuen Rough Rider Messenger Bags von Waterfield Designs in den Händen halten, das wir euch im folgenden genauer vorstellen wollen.

Zunächst sei gleich einmal vorweg gesagt: Bedingt durch die manuelle Fertigung vor Ort in San Francisco sind die Taschen und Hüllen von Waterfield Designs kein Schnäppchen, sondern eher Liebhaberstücke für Menschen und iDevice-Besitzer, die Wert auf Langlebigkeit, natürliche Materialien und eine absolut hochwertige Verarbeitung legen. Diese Charakteristika haben ihren Preis und lassen den ein oder anderen Interessenten heftig schlucken.

Der Rough Rider von Waterfield Designs ist ein klassischer Messenger Bag, der direkt vor Ort im kalifornischen Unternehmen von Hand gefertigt wird. Zur Verwendung kommt dabei bestes, strapazierfähiges, mittelbraunes Rindsleder, das auf einer Sattlermaschine aus den 1940er Jahren vernäht wurde. Erhältlich ist der Rough Rider in zwei Größen, nämlich einmal für das MacBook 13“ und das MacBook 15“, sowie in sechs verschiedenen Farbakzenten für den Bereich unterhalb der Verschlussklappe. Neben klassischem Schwarz und Weiß gibt es dort auch Braun, Rot sowie ein helles und ein dunkleres Grün.

Angekommen ist der 13“ Rough Rider bei uns mit einem von Waterfield Designs als „Flame“ bezeichneten roten Akzent. Nach dem Auspacken des mit einem schwarzen, etwa 5 cm breiten Schultergurtes samt abknöpfbaren Polster aus braunem Leder und schwarzem gummierten Material versehenen Messengers fällt sofort auf: Das Leder wirkt extrem hochwertig und verfügt bereits über einen vom Hersteller genannten „distressed“ Look, also ein abgenutztes Erscheinungsbild, das kleine Kratzer aufweist. Auch das Ledermaterial wirkt zu Beginn noch sehr steif und fest. Waterfield Designs fügt dem Rough Rider daher eine kleine Notiz bei, die für den Messenger eine wachsende Flexibilität und Geschmeidigkeit im Verlauf der Nutzung voraussagt. Auch ich habe nach einigen Tagen des Gebrauchs bereits gemerkt, dass sich das Leder weitaus angenehmer und weicher anfühlt. Ähnlich wie bei guten Lederschuhen muss auch der Rough Rider erst einmal eingetragen werden.

Der Rough Rider kommt mit praktischer Tragevorrichtung

Als besonderen Clou hat sich das Team um den ehemaligen Fahrradkurier Gary Waterfield etwas ganz praktisches ausgedacht: Der Schultergurt ist über einen Lederlappen, der schräg an den beiden Seiten des Messengers angeordnet ist, sehr eng mit dem Korpus des Rough Riders verbunden. Dieses Feature sorgt dafür, dass der Messenger bei der Nutzung eng am Körper anliegt und den Inhalt an seinem Platz hält. Möchte man die Tasche in der Hand halten, gibt es einen eng anliegenden, aber unauffällig-praktischen Handgriff auf der Oberseite.

Mit Maßen von etwa 38 x 27 x 9 cm in der 13“-Variante und einem Gewicht von ca. 1,3 kg ist der Rough Rider sicher kein Leichtgewicht. Deutlich wird an diesen Parametern jedoch die wertige, schwere Qualität des verwendeten Leders, das beispielsweise in der mit Druckknöpfen in zwei Varianten verschließbaren Verschlussklappe sogar doppelt gelegt und vernäht wurde. Im Inneren findet sich neben einem großen, geräumigen Fach für ein MacBook 13“ samt dünner Schutzhülle, beispielsweise dem Waterkant Deichkönig Zip (Amazon-Link) oder Nordlicht (Amazon-Link), außerdem noch vier kleinere Taschen. Zwei dieser vier Fächer sind aus dickem, gewachsten Leinenstoff gefertigt und befinden sich im Inneren der Tasche, wo sie sogar jeweils ein iPad mini (mit dünnem Case, aber ohne Sleeve) im Hochformat aufnehmen können. An der Außenseite unterhalb des farbigen Akzents finden sich die verbleibenden zwei Einschübe, die sogar mit schwarzem Fleece ausgekleidet sind und sich damit bestens als temporären Aufenthaltsort für das iPhone oder einen iPod Touch eignen.

Im täglichen Gebrauch macht der Rough Rider dank des eben schon erwähnten eng anliegenden Schultergurtes und des zusätzlichen Polsterriemens einen wirklich guten, bequem zu tragenden Eindruck. Neben dem MacBook, einem iPad und iPhone findet sich immer noch genügend Platz für Kleinkram aller Art, wie beispielsweise einen mobilen Akku, dem MacBook-Netzteil, ein Taschenbuch, Notizblock oder eine Lesebrille.

Hochpreisig, aber auf Lebenszeit bestimmt

Möchte man überhaupt Kritik an diesem unglaublich schönen und extrem hochwertig verarbeiteten Messenger Bag äußern, liegt diese neben dem nicht gerade billigen Kaufpreis von 335 USD (etwa 246 Euro) für die 13“-Variante und 355 USD (ca. 261 Euro) für das 15“-Modell in der Verschlusstechnik des Rough Riders. Wie schon erwähnt kommen zum Verschließen der Verschlussklappe zwei unterschiedlich hoch angeordnete Druckknöpfe zur Anwendung. Ist die Ledertasche jedoch kaum gefüllt, überlappt die Klappe den Lederriemen mit den Knöpfen, und es beginnt ein blindes Suchspiel, wo sich diese nun befinden. Wird der Platz im Inneren des Rough Riders jedoch gut genutzt, erledigt sich das Problem von selbst, da die Frontklappe etwas höher liegt.

Bestellt werden kann der Rough Rider in seinen zwei Größen und sechs Farbakzenten bisher nur auf der Website des US-amerikanischen Unternehmens. Auf Anfrage bestätigte man uns, dass auch in Zukunft kein europäischer Vertrieb geplant ist, um die Kosten durch Zwischenhändler nicht noch zusätzlich in die Höhe zu treiben. Aus diesem Grund muss damit gerechnet werden, dass zum Kaufpreis von gegenwärtig etwa 246 bzw. 261 Euro nochmals internationaler Versand plus eine Einfuhrumsatzsteuer anfallen. Aufgrund der aufwändigen Herstellung werden zudem immer nur kleinere Chargen hergestellt, die schnell ausverkauft sein können. Bestellt man jetzt, gelangt man noch in den Produktionslauf zum 15. Juni dieses Jahres.

Sicherlich stellt sich die Frage, ob man überhaupt 250 Euro oder mehr für einen Messenger Bag wie den Rough Rider ausgeben möchte. Aufgrund der hohen Qualität des Produktes ist jedoch davon auszugehen, dass die Tasche locker auch einen zweistelligen Lebenszyklus erreichen und damit so einige Generationen von MacBooks, iPads und iPhones transportieren kann. Ein echter Begleiter fürs ganze Leben sozusagen, der vielleicht sogar noch den Kindern weitervererbt werden kann. Rechnet man über die Jahre gesehen zudem die Kosten für immer neu anzuschaffende Taschen hoch, ist eine wertige Anschaffung wie die des Rough Riders kein Verlustgeschäft – zumal ähnliche Produkte aus Handarbeit kleinerer Manufakturen, beispielsweise bei Manufactum, ähnliche Preise aufweisen. Um euch den Rough Rider auch in Wort und Bild vorzustellen, gibt es abschließend ein kurzes YouTube-Video mit Gary Waterfield, der die wichtigsten Eigenschaften des Messenger Bags vorstellt.

Im Video: Der Waterfield Rough Rider

Kommentare 7 Antworten

    1. Meinst du das dritte Bild? Ich denke, das ist eine integrierte Tasche. Aber Mel wird dir da nachher sicher eine genauere Auskunft geben können.

  1. Kleine Info am Rande, die Leder-Manufaktur, die exklusiv für Manufactum Taschen u. Bekleidung entwirft bzw. produziert, hat einen eigenen Shop u. Werkstatt im Belgischen Viertel in Köln. Dort um einiges günstiger, Sonder- und Maßanferigungen kein Problem u. mind. 1 mal im Jahr Sonderverkauf im Stadtteil unter dem Motto „Designer räumen auf“ Dort konnte ich eine Original Hirschlderhose (Rückläufer v. Manufaktum) für knapp 100 statt wie bei Manufaktum über 600€ erstehen. Lederwaren Hack, Maastrichter Straße 22, 50672 Köln. Ist übrigens super Viertel wg. vieler ansässiger Manufakturen, Designer-Labels u. dollen Shops (in einem arbeite ich auch, u. das sogar sehr gerne…)

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