Roborock H7: Mobiler Staubsauger ist eine echte Erleichterung im Haushalt

Neuerscheinung ausprobiert

Im Verlauf der letzten Jahre haben wir bereits einige Reinigungs-Geräte von Roborock unter die Lupe genommen. In meinem Haushalt werkelt unter anderem gerade sehr zufriedenstellend der Roborock S7 Saugroboter samt angeschlossener Absaugstation. In den letzten Wochen konnte ich aber auch eine weitere Neuerscheinung des Herstellers, den Roborock H7 Akku-Staubsauger, genauer unter die Lupe nehmen. Und so viel kann ich schon vorweg nehmen: Das Gerät ist eine tolle Ergänzung zur automatischen Reinigung mit dem S7-Saugroboter.

Der Roborock H7 ist seit einigen Wochen auch in Deutschland erhältlich, und das aktuell zum Preis von 419 Euro bei eBay, für 399 Euro bei Cyberport oder auch bei Amazon für 375,51 Euro. Das Modell ist der legitime Nachfolger des Roborock H6, der schon seit einiger Zeit im Handel verfügbar ist und verfügt unter anderem über eine verbesserte Saugleistung und eine kompaktere Lagerung. Eine Leistung von 480 W erzeugt eine maximale Saugkraft von 160 AW, zudem wurde die Ladezeit um fast 40 Prozent reduziert. Der Akku des Roborock H7 lässt sich in nur 2 1/2 Stunden über das mitgelieferte Ladegerät an jeder Steckdose vollständig aufladen.


Im Lieferumfang des Robrock H7 befindet sich einiges an Zubehör, das von einer breiten rotierenden Teppichbürste bis hin zu kleinen variablen Aufsätzen für Sofaritzen und dem Absaugen von Matratzen reicht. Die Accessoires lassen sich praktischerweise an der ebenfalls mitgelieferten Wand- und Ladehalterung magnetisch anbringen. In meinem kleinen Abstellraum, wo der H7 sein neues Zuhause gefunden hat, ist für die Wandstation leider kein Platz, daher nutze ich den mobilen Akku-Staubsauger über die direkte Aufladung per Ladekabel und Netzteil an einer Steckdose. Mitgeliefert werden außerdem zwei Staubbeutel für den Staubbehälter des Roborock H7, um besonders in Allergiker-Haushalten für wenig aufgewirbelten Staub zu sorgen. Alternativ kann der Akku-Staubsauger auch mit dem ebenfalls vorhandenen Zyklon-Einheit und der 500 ml großen Staubbehälter genutzt werden.

Deutlicher Komfortgewinn durch Akkubetrieb

Hat man den Roborock H7 über die Halterung oder direkt über das Ladekabel voll aufgeladen, kann das Gerät je nach eigenen Bedürfnissen über das Hauptrohr oder auch ohne Verlängerung mit direkt angeschlossener Bürste als Handgerät verwendet werden. Der H7 bietet insgesamt drei Reinigungsstufen mit unterschiedlicher Saugstärke und erlaubt es auch, eine Arretierung vorzunehmen, um so während der Reinigung den Saugschalter nicht ständig gedrückt halten zu müssen. Auch eine Kindersicherung ist mit an Bord, damit die lieben Kleinen oder Haustiere den Akkusauger nicht selbst ausprobieren können. Ein aus allen Winkeln gut ablesbares, helles Display zeigt am Handgerät jederzeit den Akkustand in Prozent, den derzeitigen Saugmodus und die aktivierte bzw. deaktivierte Arretierung an.

Ich habe den Roborock H7 in den vergangenen Wochen in vielen Bereichen meines Haushalts eingesetzt und dabei schnell gemerkt, wie großartig das Staubsaugen ohne lästige Kabel oder sperrige, hinter sich her zu ziehende Staubsauggeräte ist. Vor allem bei der Treppenhaus-Reinigung oder beim Aussaugen des Auto-Innenraums konnte ich große Komfort-Vorteile ausmachen, die ich jetzt schon nicht mehr missen möchte. Durch die zahlreichen mitgelieferten Bürsten und Aufsätze kann man den H7 zudem so an die jeweilige Reinigungssituation anpassen, dass keine Kompromisse notwendig sind. Im Auto habe ich beispielsweise das rote Hauptrohr demontiert und direkt eine Fugenbürste aufgesetzt. So konnte ich auch in alle Ecken des Fahrzeugs gelangen, beizeiten auch mit zwischengeschaltetem verlängerbaren Flexschlauch, der ebenfalls sehr gute Dienste leistete.

Da in meinem Haushalt derzeit weder Kinder noch Haustiere leben, habe ich den Roborock H7 während meiner Testphase auch an Freunde ausgeliehen, die einen beizeiten stark haarenden Hund, gleichzeitig aber auch große Wohnzimmerteppiche besitzen. Was soll ich sagen: Die Test-Nutzerin war vom H7 nach mehrmaliger Nutzung so begeistert, dass sie sich den Akkusauger gleich selbst zugelegt hat. Selbst ihr großer Kärcher Mehrzwecksauger kam auf keine so gute Reinigungsleistung, was die Entfernung von Tierhaaren auf dem Wohnzimmer- und Flurteppich anging.

Hochwertige Bauweise und kurze Akkulaufzeit im Power-Modus

Sehr positiv überrascht war ich ebenfalls von der stabilen und hochwertigen Bauweise des Roborock H7: Hier klappert oder rattert nichts, alle Bauteile wirken sehr stabil und können sicher befestigt werden. Obwohl der Akku-Staubsauger fast ausschließlich aus Kunststoff besteht, wirkt hier nichts billig, sondern zweckmäßig und ansprechend designt. Mit einem Gewicht von knapp 1,5 Kilogramm ist der Roborock H7 zudem kein schwerer Brocken, sondern kann sehr gut auch zwischen mehreren Etagen transportiert oder für das Saugen eines Treppenhauses verwendet werden.

Wenn ich überhaupt etwas an der Neuerscheinung zu bemängeln habe, ist es die geringe Akkulaufzeit im saugstärksten Modus. Hier kommt man maximal auf 10 Minuten Akkulaufzeit, was für das Staubsaugen eines kleinen bis mittelgroßen Wohnbereichs sicher ausreichen sollte, aber auch keine Glanzleistung darstellt. Im mittleren Standard-Modus reicht der Akku für etwa 30-40 Minuten, saugt aber dann auch Teppiche und größere Schmutzansammlungen leider nicht ganz so stark. Im Eco-Modus soll der H7 auf bis zu 90 Minuten Saugzeit kommen – aufgrund der für meine Zwecke zu geringen Saugleistung habe ich diesen aber nie wirklich genutzt.

Insgesamt ist der Roborock H7 allerdings eine wirklich hervorragende Ergänzung zu meinem Saugroboter, der bauartbedingt nicht immer alle Ecken der Wohnung erreichen kann. Auch wenn man nicht gleich eine ganze Raumreinigung per Saugroboter vornehmen lassen will, sondern nur ein wenig sporadischen Schmutz aufsaugen möchte, ist der Roborock H7 eine schnelle und bequeme Lösung. Durch die kabellosen Eigenschaften eignet er sich darüber hinaus auch für Bereiche, in denen ein kabelgebundener Staubsauger unpraktisch ist, darunter Treppenhäuser und Innenräume von Fahrzeugen. Von mir bekommt der H7 daher ausdrücklich einen Daumen nach oben.

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Kommentare 8 Antworten

  1. Es fasziniert mich immer wieder, dass es wirklich Menschen gibt, die solche Preise für Handstaubsauger bezahlen. Ich versteh ja, dass man viel Geld für sein Hobby ausgibt – aber gibt es wirklich so viele, für die Staubsaugen ein Hobby ist?

  2. Ich bin bei den Handstaubsaugern wieder auf den aktuellen Dyson zurück gewechselt. Hier kommt man im Moment meines Erachtens noch nicht um Dyson herum.

    Als Bodenrobi ist die „Xiaomi S“-Reihe der Maßstab. Sobald der S7 im Bundle mit der Station im Angebot ist wechsle ich darauf.

  3. Was ist denn das Besondere an einem mobilen Staubsauger? Bzw. gibt es auch immobile Staubis? Saugen die dann nur eine Stelle? 🤔

    1. @ Bu4nsson: Wenn er tatsächlich immobil ist, dann ist er kaputt… 🤣
      Ansonsten sollten sie technisch Alle mobil sein, höchstens unterteilt in „kabelgebunden“ oder „kabellos“… (@ Mel)
      Wenn das Teil so eine Stange Geld kostet, würde ich mir dann doch lieber gleich nen zuverlässigen Dyson kaufen.

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