Wärmebildkameras waren lange teuer und groß, doch inzwischen passen sie problemlos in die Hosentasche, weshalb mobile Lösungen immer beliebter werden. Genau hier setzt die Thermal Master P1 an, denn sie verwandelt das Smartphone per USB-C in eine vollwertige Wärmebildkamera. Im Test zeigt sich, dass das kleine Modul viel leistet, aber gleichzeitig klare Zielgruppen anspricht.
Schlankes Format für maximale Mobilität

Die Thermal Master P1 ist ziemlich kompakt gestaltet und kaum größer als ein USB-Stick. Das Gewicht von 20 Gramm fällt kaum auf, sodass die Kamera jederzeit in der Hosentasche verschwinden kann. Die Verarbeitungsqualität ist gelungen, denn das Kunststoffgehäuse macht einen soliden Eindruck.

Mir gefällt außerdem das mitgelieferte Case, denn das schützt nicht nur das Objektiv, sondern bietet auch Platz für das beiliegende Verlängerungskabel. Der USB-C-Stecker ist ausreichend lang ausgeführt, sodass die Kamera selbst mit vielen Smartphone-Hüllen problemlos genutzt werden kann. Ich setzte aktuell auf das Air-Case von Torras, was durch die Airbags etwas größer ausfällt. Da der Stecker länger ist als normal, muss ich mein Case nicht abnehmen.
Intuitive App und schneller Start
Die kostenlose App „Temp Master“ ist zwingend vorausgesetzt. Gut ist jedenfalls, dass ein Account oder eine Registrierung nicht notwendig sind. App installieren, Kamera anstecken, loslegen. Ist die App schon installiert, startet diese sogar automatisch, wenn man die Wärmebildkamera ans iPhone anschließt.

Sobald die Kamera aktiv ist, zeigt das Livebild sofort Temperaturunterschiede, während sich Farbpaletten, Messpunkte und Schwellenwerte flexibel anpassen lassen. Richtet man die Kamera auf ein Objekt, kann per Punktmessung eine exakte Temperatur erfasst werden, was besonders bei gezielten Kontrollen sehr hilfreich ist.
Im Alltag reagiert die App insgesamt schnell, auch wenn beim Wechsel der Farbpaletten gelegentlich kurze Verzögerungen auftreten. Darüber hinaus kann man innerhalb der App Videos aufnehmen, die dann später zur Aufbereitung oder Dokumentation zum Einsatz kommen können.
Gute Darstellung auf kurze Distanz
Technisch arbeitet die Thermal Master P1 mit einem 160 × 120 Pixel großen Sensor, der intern auf 320 × 240 Pixel hochgerechnet wird. Der Temperaturbereich von –20 bis 600 Grad Celsius ist großzügig bemessen, sodass die meisten Anwendungen abgedeckt sind. Mit einer Bildfrequenz von 25 Hz ist das Livebild ziemlich flüssig.

Im Test überzeugt die Kamera, weil sich Wärmebrücken, Fußbodenheizungen oder undichte Fenster klar erkennen lassen. Die verschiedenen Farbpaletten sorgen für flexible Darstellungsoptionen, während der digitale Zoom bis 15-fach eher zur groben Orientierung dient.
Kompromisse bleiben nicht aus
Die kompakte Bauweise bringt klare Vorteile, allerdings fehlt eine optische Vergrößerung für größere Entfernungen. Gelegentlich benötigt die App zudem einen kurzen Moment, bis stabile Messwerte angezeigt werden, was bei sehr schnellen Einsätzen auffallen kann. Insgesamt bleiben diese Einschränkungen jedoch überschaubar.
Preislich attraktiv positioniert
Mit einem Preis von 149 Euro ordnet sich die Thermal Master P1 im günstigen Einstiegssegment ein, wobei Rabatte den Preis zusätzlich senken. Mit dem Gutschein THERMALBF reduziert sich der Preis auf attraktive 137,08 Euro (zum Angebot). Damit ist sie deutlich günstiger als viele klassische Handgeräte, bietet aber dennoch eine vergleichbare Grundfunktion.
Fazit zur Thermal Master P1
Die Thermal Master P1 ist nicht für jedermann gemacht, da der Einsatzzweck stark begrenzt ist. Wer aber eine leistungsfähig und moderne Smartphone-Wärmebildkamera sucht, bekommt hier ein kleines, kompaktes und zuverlässiges Gerät. Sie kombiniert hohe Mobilität mit einfacher Bedienung und solider Bildqualität.
Zwar setzt die kompakte Bauform natürliche Grenzen bei Reichweite und Akkulaufzeit, doch für Hausbesitzer, Technikinteressierte und neugierige Anwender bietet sie ein rundes Gesamtpaket zu einem fairen Preis.
Thermal Master P1 bei Amazon kaufen
Im hauseigenen Online-Shop könnt ihr die Wärmebildkamera aktuell am günstigsten kaufen. Der Preis bei Amazon ist höher, allerdings könnt ihr auch dort den Gutschein THERMALBF nutzen, um letztendlich 151,05 zu bezahlen.
- 【Doppelte klare Wärmebilder】P1 Wärmebildkamera hat eine Auflösung von 160x120. Mit seiner einzigartigen X³ IR-Auflösung und dem Razor...
- 【Präzise Temperaturmessung】P1 Infrarotkamera für Smartphones verfügt über eine Empfindlichkeit von 0,04℃ und einen weiten Temperaturbereich...


Habe sie im Einsatz und bin zufrieden. Ab und zu geht die Verbindung verloren, dann muss man das Moped kurz ab- und dann direkt wieder anstöpseln, aber für den Preis kann man das in Kauf nehmen.
Also erstmal super, dass ihr auf Thermal Master aufmerksam geworden seid. Von den üblichen chinesischen Marken (die im IR Segment übrigens meistens besser sind als die westlichen), liefern sie das stimmigste Paket ab.
Ich nutze ihre Module schon länger und kann hier auch direkt zum neueren P3 raten. Dieser ist einfach nochmal viel universeller und liefert super präzise Temperaturunterschiede im Makromodus. Ja, er ist etwas teurer, aber am Black Friday nicht gravierend teurer (25-30% Rabatt).
Thermal Master ist auch einer der wenigen, die eine Windows Applikation mit fast allen Funktionen mitliefert. Das macht diese Module komplett unabhängig von AppStores auch in Zukunft nutzbar. Zudem kann man mit der Windows App automatisiert praktische PDF Protokolle für Fehler/Defekte anfertigen (also falls man mal einen hilfreichen Bericht an einen technischen Support versenden will).
Das kurzzeitige „Aussetzen“ der App und Klicken des Moduls ist Bauart-bedingt und normal. Das Modul kalibriert sich neu. Eigentlich sollte man es idealerweise 5-10 min anmachen und auf Temperatur kommen lassen.
Denn dann wird es immer seltener abblenden müssen.
Am besten nicht damit in die Kälte laufen oder aus der Kälte in ein warmes Zimmer. Solange es sich nicht wieder auf die Umgebungstemperatur (+Betriebstemperatur) eingestellt hat wird die Anzeige von der Realität stärker abweichen.
Zudem handelt es sich um eine Wärmelinse – also aufpassen worauf ihr es richtet, da es die Wärmestrahlung in einem kleinen Bereich fokussiert. Die App hat eine Schutzeinstellung – die Windows App leider noch nicht. Also achtet darauf, dass ihr den Bereich korrekt auswählt. Sonst grillt ihr den Sensor, wenn ihr mal schauen wollt wie heiß die Oberfläche der Sonne ist.