Tineco Moda One im Test: Ein smarter Föhn mit App und Ionen-Technologie

Für schlanke 269 Euro

Die Fernost-Marke Tineco ist vor allem für ihre smarten Saug- und Wischlösungen bekannt. Doch der Hersteller hat mit dem Moda One (Amazon-Link) auch einen Föhn im Angebot, der über smarte Funktionen verfügt. Grund genug, einen Blick auf das Gadget zu werfen. Und zwar aus meiner eigenen Sicht, der den Föhn täglich zum Trocknen der Haare verwendet.

Der Tineco Moda One sieht modern aus, ist nicht ganz so klobig wie herkömmliche Modelle und liegt mit seinen 650 Gramm wirklich gut und ausbalanciert in der Hand. Im Lieferumfang sind drei Aufsätze enthalten: Ein schmaler Gebläseaufsatz zum Formen, eine etwas breitere Glättungsdüse sowie ein Diffuser.


Die Aufsätze können einfach magnetisch an der Front des Föhns angeheftet und um 360 Grad gedreht werden. So kann man stets die perfekte Position bestimmen. Möchte man den Aufsatz wechseln, kann man diesen einfach mit leichter Kraft abziehen und einen anderen anheften. Natürlich kann man den Föhn auch ohne Aufsatz nutzen, dann gibt es einen einfachen Strahl. Am Handstück befindet sich der An-Aus-Schalter, seitlich sind die Tasten Max/Auto sowie Cool verfügbar. Die Funktionalität erkläre ich gleich.

Rückseitig gibt es einen LED-Ring, der zwischen Blau und Rot wechseln kann. Eine rote Anzeige gibt an, dass Feuchtigkeit erkannt wurde und man sich im Modus „Haare trocknen“ befindet. Hier wechseln sich Luftstrom und Wärme ab. Die blaue Anzeige gibt an, dass man sich im Modus „Haare pflegen“ befindet, wobei es hier einen sanften Luftstrom mit kühlerer Wärme und der sogenannten Ionen-Erzeugung gibt. Zusätzlich kann der hintere Aufsatz abgenommen werden, um das darunter liegende Flusengitter reinigen zu können.

Der Praxis-Einsatz

Bisher habe ich einen herkömmlichen Föhn von Severin im Einsatz gehabt. Optisch ist der Tineco Moda One definitiv ansehnlicher und auch funktional hat er mehr zu bieten. Ich nutze meistens den Auto-Modus, der besonders schonend für die Haare ist. Die vorderseitigen Sensoren messen 20 Mal pro Sekunde die Feuchtigkeit und den Abstand und erkennen automatisch, ob noch mehr Wärme nötig ist. Verbrennen kann man sich im Auto-Modus nicht, hier gibt es einen angenehmen warmen Luftstrom, mit dem man die Haare gut und schonend trocknen kann.

Über die Taste Max/Auto kann man zwischen den beiden Modi umschalten. Im Max-Modus wird ein Gang hochgeschaltet und per App lässt sich auch die Wärmeerzeugung zwischen Warm, Mittel und Heiß justieren. Einstellungen können generell nur über die Tineco Life-App vorgenommen werden. Hat man sich hier einmal für einen Luftstrom und die passende Wärme entschieden, werden die Einstellungen gespeichert und man kann die App links liegen lassen.

‎Tineco Life
‎Tineco Life
Preis: Kostenlos

Smarte Anbindung nur ein nettes Extra

Der Föhn selbst wird einmalig in der App registriert und kann nur dann aufgerufen werden, wenn dieser angeschaltet ist. Dann könnt ihr für die verschiedenen Modi eure liebsten Einstellungen wählen und zudem zusätzliche Modi nutzen. Modi, die nur per App aktiviert werden können sind Styling, Kindermodus, Haustier und Farbtrockner. Hier kann man dann individuelle Einstellungen tätigen. In der Praxis kann ich von mir aus sagen: Nachdem ich einmal den Max-Modus justiert hatte, habe ich die App nicht mehr benötigt. Ich finde es umständlich den Föhn auszuschalten, das iPhone in die Hand zu nehmen, die App zu öffnen, um dann auf einen anderen Modus umzuschalten. In der Praxis reichen mir die Knöpfe am Gerät völlig aus.

Trockene Haare, gute Ergebnisse

Ich bin kein Experte und auch kein Friseur, empfinde das Ergebnis aber sehr gut. Ich habe sehr dickes Haar und bei einer entsprechende Länge dauert es auch ein wenig, bis alles halbwegs trocken ist. Und ich bin ehrlich: Zuvor habe ich immer mit voller Drohung und maximaler Wärme meine Haare geföhnt – und mir war bewusst, dass das eigentlich nicht gut ist. Im Vergleich sieht das Ergebnis mit dem Auto-Modus des Moda One besser aus. Ich finde meine Haare leicht glänzender und das Gesamterscheinungsbild besser.

Ob hier jetzt die Ionen-Technolgie geholfen hat, kann ich nicht sagen. Bevor die Luft den Föhn verlässt, wird diese mit negativ geladenen Ionen angereichert. Diese Ionen neutralisieren die positive Aufladung der Haare und sollen dafür sorgen, dass diese nicht wild abstehen. Das könnte durchaus zu meiner Auffassung passen, die ich gerade beschrieben habe.

Ein Föhn für 269 Euro

Letztendlich finde ich den Tineco Moda One gut. Die Qualität ist top, die Handhabung einfach und die angebotenen Funktionen vielfältig. Die App-Anbindung ist zwar ein nettes Extra, in der Praxis aber eher hinderlich. Dafür kann man für jeden Modi eigene Einstellungen tätigen. Die Ergebnisse sind aus meiner Sicht, einem normalen Nutzer, der täglich nach dem Duschen seine Haare föhnt, im Vergleich zu einem herkömmlichen Föhn besser.

Mit 269 Euro ist der Tineco Moda One kein Schnäppchen, im Vergleich zum ähnlichen Dyson Supersonic aber noch günstig. Mir fällt es letztendlich sehr schwer, einen Föhn zu diesem Preis zu empfehlen. Wer sich für einen Kauf entscheidet, bekommt ein wirklich tolles Produkt geboten. Doch benötigt man wirklich einen solchen Luxus-Föhn? Die meisten werden diese Frage wohl mit Nein beantworten. Gibt es dennoch eine Zielgruppe? Auf jeden Fall.

Vor allem Frauen mit längeren Haaren werden den Föhn sicherlich mehr schätzen zu wissen als ich. Auch in Friseursalons werden die Vorteile überwiegen. Letztendlich müsst ihr für euch abwägen, ob ihr für einen Föhn 270 Euro ausgeben wollt.

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Kommentare 9 Antworten

  1. Selten so gelacht. Ein smarter Föhn, der die Feuchtigkeit der Haare erkennt.
    ihr solltet dringend eine neue Kategorie einfügen: Dinge, die die Welt nicht braucht

  2. Hmmm…
    Wir besitzen seit ein paar Jahren einen Dyson Supersonic und schätzen das Produkt sehr. Es funktioniert fantastisch, ist leise und sehr kompakt.

    Und jetzt: Eine App-Anbindung bei einem Föhn..? Ich bin wirklich ein Technik-Freund.. Aber da hört es ganz sicher auf! Ich muss hier Olli wirklich zustimmen: Dinge, die die Welt nicht braucht.

    Nebenbei:
    Die Farbe, die Knöpfe und selbst die Schrift der Aufkleber ähneln dem Dyson Supersonic sehr. Hmmm..

    1. Frage: hat der Dyson auch so einen Farbwechsler, wie hier?
      Ich zweifle nämlich am tieferen Sinn dessen ubd dann noch am hinteren Ende des Gerätes. Wer hat denn solch Stielaugen, um während der Haartrocknung zu gucken, was da hinten grad los ist.

        1. Thilo & Fabi – danke Euch!
          Ich wollte nichts schlecht reden, dachte bloß spontan, wenn so ein Ding, wie Farbwechsel überhaupt Sinn macht, dann doch nicht da hinten? 😳
          Hab aber auch keinen Dyson, seufz… 😎

    2. Durch den Tineco kann man leider nicht durchgucken 😀

      Ich habe auch den Supersonic zuhause und föhne mir ab und zu damit die Haare, obwohl ich gar nicht müsste. Einfach weil es Spaß macht. Meine Frau hat ihn häufiger im Einsatz 😉

  3. Was ich noch vergessen habe: Der Tineco Föhn ist deutlich leiser als herkömmliche Geräte. Dafür ist er von der Frequenz etwas höher, aber deutlich angenehmer anzuhören.

  4. Da bekommt das Wort „Wohlstandsverwahrlosung“ doch glatt eine neue Steigerung. Und es werden sich garantiert genügend Dumme finden, die das Ding kaufen werden.

    Wenn man einfach nicht mehr weiß was man mit seinem Geld anstellen soll, könnte man auch der Tafel oder ähnlichem Organisationen helfen und sich dann immer noch einen guten und leisen Fön leisten.

  5. Kleiner „Geheimtipp“:
    Für alle, die ihre Haare schätzen und pflegen möchten (und nicht unbedingt auf sehr spezifische Frisuren aus sind), sollten sich lieber einen gewöhnlichen Handventilator holen. (ZB EasyAcc Handventilator 53h 9000mAh Batterie)

    Sie sind enorm günstig, flexibel und mehrseitig nutzbar, vergleichsweise lautlos, benötigen keine Strombuchse (da mit Akku, der locker einen Monat reicht) und schonen durch die schnelle, kalte Trocknung die Haare.
    Man kanns natürlich auch überall mit hinnehmen und verbraucht auch weniger Platz. Der Luftstrom ist da auf höchster Stufe auch besser und großflächiger.

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